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Aktuelle Neuigkeiten

In regelmässigen Abständen schreibe ich hier das Neuste über meine Katzenfamilie und spezielle Anlässe. Bitte die Einträge von unten nach oben lesen, denn das Aktuellste steht ganz oben.

29.08.2010   Ferienende
Meine Ferien gehen zu Ende und morgen werde ich wieder arbeiten. Die letzten zwei Wochen waren durchzogen, viel Regen und dazwischen aber wolkenloser Himmel. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich auf Aprilwetter getippt.
Ich war nicht untätig, hatte keine Zeit, meine Beine hochzulagern. Mit meinem Bruder zusammen habe ich mein Land eingezäunt. Wir beide waren absolute Greenhorns und haben es trotzdem geschafft. Wir haben gebuddelt, gehämmert, betoniert, ausgerichtet, gespannt und befestigt. Und nun steht er, der langersehnte Maschenzaun um mein Land. Für die Katzen ist es nun viel sicherer, zum einen, da sie nicht so leicht auf die Strasse gelangen, zum andern, damit der Nachbarshund (Jagdhund) sie endlich in Ruhe lässt. Klar, ausbruchsicher ist der Zaun mit 1.20 m Höhe nicht, aber immerhin einbruchsicher für den Hund. Und vor allem die Kleinen kennen den Garten nicht anders als mit Zaun. Ich hoffe sehr, dass sie sich daran halten. Mit 750 m2 Land dürfte es wohl genug Fläche zum Spielen und Rumtoben geben. Zudem gibt es bei mir viele Bäume, die zum Klettern einladen. Also kann ich morgen etwas ruhiger zur Arbeit gehen, ohne Angst zu haben, dass tagsüber wieder etwas passiert.
Aber geschafft bin ich, auch wenn mich das "Zaunwerk" mit Stolz erfüllt. Es war eine körperlich anstrengende Arbeit.

Uebrigens, meine Kleine hat einen Namen bekommen. Sie heisst nun DEIJA und hat den Garten schon in allen Bereichen ausgekundschaftet. Bei diesem kleinen Schlitzohr muss ich noch aufpassen, dass sie sich nicht durch die Maschen drückt. Doch Deija wird ja grösser, dann hat sie keine Chance mehr durch ein Loch von 6 cm zu schlüpfen.
23.08.2010   Willkommen bei uns
Wie soll ich denn jetzt heissen? 
Nach den vielen Todesnachrichten, jetzt etwas Erfreuliches. Seit gestern wohnt ein kleines Katzenmädchen bei uns. Noch steht nicht ganz fest, wie es heissen soll. Es käme Raja, Feja oder sonst ein schöner Name in Frage. Ich bin offen für Vorschläge auf luska@solnet.ch. So bis in drei Tagen müsste ich mich dann entscheiden, denn ich möchte der Kleinen ja nicht ständig "Katze" sagen.

Die Kleine hat sich sehr gut eingelebt, spielt bereits ausgiebig mit Shumba und Lennah, von denen ich noch gar nicht berichtet habe. Shumba hat seinen Namen aus dem Afrikanischen. Shumba heisst nämlich Löwe
 Shumba am Pennen
 kleines Schlitzohr Shumba
. Und so gross wie ein Löwe soll er auch mal werden. Shumbas Eltern waren Norwegische Waldkatzen. Man sieht es ihm auch bereits an, dass er ein Riesenkerl wird, wenn er ausgewachsen ist. Er wurde am 15. April 2010 geboren und ist vom Charakter her noch ein absolutes Baby. Trotzdem ist er rotzfrech. Mittagessen ist im Moment gar nicht so einfach, denn Shumba kennt in dieser Beziehung gar nichts. Er klettert meine Beine hoch, springt auf den Tisch - Hauptsache, man kann sich einen Leckerbissen ergattern. Meistens muss ich die Kleinen in den Korridor raussperren, sonst wird mit meinem Mittagessen nichts.

Auch Lennah ist neu zu uns gekommen. Sie ist gerade mal zwei Tage jünger als Shumba, aber erst halb so gross. Lennah hatte keinen guten Start bei uns, wollte in den ersten Tagen nichts fressen und
 Lennah
lag nur rum. Ich hatte grosse Angst und das kleine Mädchen, denn sie wurde von Tag zu Tag dünner. Ein Tierarztbesuch brachte es zum Vorschein - Parasiten und Würmer so weit das Auge reicht. Sie wurde erst mal entfloht, entwurmt und von den anderen Plaggeistern befreit. Trotzdem dauerte es seine Zeit, bis sie eine fröhliche kleine Maus wurde. Auch sterbende Plaggeister hinterlassen ihre Spuren, die den Katzen weh tun. Sie wollen dann einfach nicht fressen. Und das ist bei so kleinen Katzenbabies gefährlich, denn mit dem Gewichtverlust gehen auch die letzten Reserven verloren. Mann muss da schon aufpassen und das Kätzchen notfalls halt zwangsernähren. Das haben wir alles hinter uns. Lennah geht es so weit wieder gut. Sie frisst und wächst. Trotzdem bin ich immer sehr vorsichtig mit solchen Sachen. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Kätzchen nach einer solchen Prozedur stirbt. Ich beobachte sie noch heute sehr genau, ob sie frisst und ob das was hinten rauskommt auch so aussieht, wie es muss. Im Moment ist alles in Ordnung.

Shumba und Lennah sind beides Langhaarkatzen, oder sagen wir mal halblanghaar. Währenddem aus Shumba sicher ein stattlicher Riesenkater wird, vermute ich, dass Lennah klein und zierlich bleibt. Sie stammt von einem Bauernhof. Auch die Mama war noch ganz jung und zierlich. Shumba hingegen kommt aus einer Familie, wo Mama und Papa gewohnt haben. Sie wohnen schon seit ein paar Wochen bei mir, doch bevor ich hier über sie berichte, wollte ich sicher sein, dass es ihnen gut geht und sie sich hier eingelebt haben. Leider weiss man nie, ob die Tiere den Stress (Umzug, Impfung, Entwurmung) gut überstehen. Ich habe schon viel erlebt und manchen Tod verkraften müssen. So freue ich mich erst, wenn sich die Katzenbabies stabilisert haben.
13.08.2010   Meili und ihre Familie
Jaja, ich weiss, schon lange nichts mehr geschrieben. Es gibt Dinge, die muss man einfach erst verdauen. Es war mir nicht möglich, irgendwelche Neuigkeiten einzutragen. Doch jetzt habe ich wieder den Elan, um Euch zu erzählen, was bei uns so abläuft.

Meili 
Seit einigen Monaten wohnt Meili bei mir. Sie ist eine Birma-Perser-Mix in einer prachtvollen Schildpatt-Zeichnung und gehört Natascha. Sie hat sich vor einigen Wochen in den guten Aramis verliebt, der ebenfalls vorübergehend bei mir lebt. Und Aramis ist ein strammer, unkastrierter Birma-Kater, der eigentlich ein super Leben führen darf. Seine Hauptaufgabe ist es, die Damen zu beglücken. Dafür hat er hier sein eigenes Zimmer mit allem Drum und Dran. In den nächsten Tagen wird auch noch der Balkon ausbruchsicher gemacht, sodass er dann auch noch die Sonne geniessen darf. Es soll ihm schliesslich an nichts fehlen, denn die rolligen Katzendamen möchten eine schöne Hochzeits-Suite antreffen und einen sauberen, willigen Kater, der sie umwirbt und beglückt.

 ich bin der Dickste von allen
Auch bei Meili war das so. Sie hatte zwar bisher noch nie das Glück, einen Liebhaber zu haben und hatte auch noch nie Nachwuchs. Doch diesen Sommer sollte es so weit sein. Erst wollte sie gar nichts vom schönen Aramis wissen, war eher von meinem
und ich bin ein absoluter Angsthase 
Wuschel angetan. Doch als Wuschel spurlos verschwand, hat sie es sich anders überlegt. Sie schlich sich zu Aramis und blieb ein paar Tage an seiner Seite. Das Resultat entdeckte ich am 29. Juni 2010, als ich nach Hause kam, Babies, und was für schöne.

Sie ist eine sehr gute Mutter, liebt und umsorgt ihren Nachwuchs vorbildlich. Die erste Zeit verliess sie die Wurfbox überhaupt nicht, hatte keinen Drang nach draussen. Obwohl sie noch nie Babies hatte, wusste sie genau, was zu tun ist. Aus den kleinen "Würmchen" entwickelten sich Krabbel-Babies. Nun sind ein paar Wochen vergangen und Meili hat ihnen schon recht viel gezeigt. Sie wissen nun ganz genau, dass das, was da hinten raus kommt, ins Viereckige mit Sand drin rein muss. Erstaunlicherweise klappt das wunderbar.

 bei Mami kann man sich verstecken
Seit etwa 10 Tagen fressen sie nun auch, für Meili wirklich eine Erleichterung. Sie geniesst das nun in vollen Zügen und bettelt auch regelmässig an der Türe, damit sie etwas raus in den Garten kann. Bevor sie aber geht, hört sie genau hin, ob mit ihren Kätzchen alles in Ordnung ist. Ihre Ausflüge dauern meistens nur 10 Minuten. Dann steht sie wieder da und ruft ihren Kätzchen zu, dass sie kommen sollen, dass die Milchbar wieder offen ist.

Es ist schön, wenn man miterleben darf, wie aus Winzlingen kleine Kreaturen werden. Unglaublich, was die Natur den Katzen mitgegeben hat. Man muss ihnen nichts zeigen, sie wissen einfach, wie es geht und was man zu machen hat. In dieser Beziehung sind die Katzen den Menschen einiges voraus.
30.06.2010   Abschied von Miezi
 Miezi
Miezi ist von uns gegangen. Ich bin im Moment nicht fähig, hier noch mehr zu schreiben. Mein Brief an meinen geliebten Kater Miezi findet ihr in der Rubrik "Nachrufe".
08.04.2010   Tüpfli ist tot!
Tüpfli 
Eigentlich kommt er jede Nacht zu mir ins Bett, um an meinem Hals zu nuggeln. Doch gestern Nacht kam er nicht. Heut Morgen, als ich in den Garten ging, fand ich ihn - tot! Ich weiss nicht, was passiert ist. Er lag im Gras als schliefe er friedlich. Doch Tüpfli schlief nicht - nein, er war tot. Ich habe ihn von unten bis oben durchgecheckt und wirklich nichts gefunden; keine Wunde, keine Anzeichen von einem Unfall. Er sah absolut unversehrt aus. Wir haben uns gemeinsam von ihm verabschiedet. Die anderen Katzen gingen zu ihm und haben an ihm geschnuppert und ihn mit dem Näschen angestossen. Sie haben ihm Ade gesagt. Wir haben ein Stossgebet in den Katzenhimmel zu Emsy geschickt, dass er ihn bei der Regenbogenbrücke aufnimmt und zu ihm schaut. Es bricht mir fast das Herz, diesen kleinen Kerl gehen zu lassen. Wir haben so um ihn gekämpft, als er totkrank war. Klar, er hatte es schön bei uns und hat uns jeden Tag gezeigt, wie dankbar er uns ist. Doch dies ist nur ein kleiner Trost. Wir hätten ihm ein langes, erfülltes Leben gegönnt. Es wird heute Nacht sehr schwer sein, wenn ich ins Bett gehe. Sein Platz im Bett bleibt leer, doch in meinem Herzen lebt er weiter.
15.03.2010   Der grosse Umzug eines kleinen Katers
Bebbi, der süsse LC1-Kater, hat ein Zuhause gefunden. Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich habe es fast vermutet, dass es so kommen wird. Ich habe ihn ja schon gekannt und gewusst, dass er jede Frau um die Pfote wickeln kann. Sie wusste es aber noch nicht. Doch dann hat sie ihn gesehen und ihre Augen haben geglänzt. Klar, er hat sich auch von der besten Seite gezeigt, denn auch ihm gefiel sein neues Mami ausserordentlich gut.
Er wohnt nun in der Nähe von Zürich und hat noch andere Katzengeschwister bekommen. Die Rückmeldungen waren positiv, es scheint Bebbi (er heisst nun AMIGO) zu gefallen. Zwar wird er im neuen Zuhause keinen Freigang mehr haben, dafür ein Katzenmami, das genau prüft, ob mit seiner Verdauung alles stimmt.
Es ist mir schon schwer gefallen, mich von diesem kleinen Schnüggel zu verabschieden. Auch wenn er nicht lange bei mir war, ist er mir doch sehr ans Herz gewachsen. Trotzdem freue ich mich mit ihm, dass er nun am Ziel angekommen ist und in einem Zuhause leben darf, wo man ihn liebt.
16.02.2010   Werbung mit Erfolg
unser LC1-Bebbi 
Er stammte von Bauernhof und hatte bisher nicht viel Glück in seinem erst sehr kurzen Leben. Schon die Bäuerin hatte uns erklärt, dass Bebbi Probleme mit der Verdauung hatte. Er konnte einfach den Kot nicht normal absetzen. Er war chronisch verstopft und quälte sich mit aufgeblähtem Bauch. Oft sass er nur ganz zusammengekrümmt da und schaute den anderen Katzen beim Spielen zu. Man sah ihm an, dass er Schmerzen hatte. Trotzdem nahm ihn die Schnurrlivermittlung auf. Sie versuchten alles, Medikamente, Futterumstellung, mehr Trinken etc. Nichts nütze. Bebbi war verstopft. Er bekam regelmässig Einläufe, die er zwar über sich ergehen liess, die auf Dauer aber keine Lösung waren. Der Tierarzt fand nicht heraus, was beim kleinen Katerli nicht stimmte. Er vermutete ein angeborenes Leiden im Verdauungstrakt, das nicht zu beheben war und riet, ihn zu erlösen.
Ich habe Bebbi vor ein paar Wochen kennengelernt und ihn bei mir aufgenommen, da die Aussenstation der Schnurrlivermittlung ihre Pforten schliessen musste. Welch süsses Kerlchen und welch furchtbares Schicksal. Ich konnte und wollte es nicht glauben, dass man dieses Langhaar-Schätzchen einschläfern sollte. Trotzdem sah ich, wie er sich quälte. Wenn er musste, hockte er sich hin und drückte. Doch der Kot kam nur ein Stückchen zum Vorschein, steinhart! Er konnte ihn wirklich nicht absetzen. Wenn er es zuliess, half ich ihm. Doch sein Hintern war schon richtig aufgeschwollen. Er tat mir so leid. Dennoch wollte ich nicht, dass er deswegen sterben sollte. Das konnte doch nicht sein, dass man dieses kleine, junge und so anhängliche Tier wegen Verstopfung in den Katzenhimmel schicken musste.
Ich suchte im Internet in medizinischen Büchern und Katzenforen, ob sich eine Lösung anbot. Und dann wurde ich fündig. Es gab Katzenhalter, die das gleiche Problem mit ihren Tieren hatten und eine Lösung gefunden hatten, die natürlich, gesund und hilfreich war.
 Das Wundermittel
Das Mittel heisst LC1 - ein stinknormales Joghurt, das man überall bekam und das die Verdauung anregte. Wenn das bei anderen Katzen half, könnte das auch unserem Bebbi helfen. Noch am gleichen Tag fuhr ich zum nächsten Tankstellenshop und kaufte das Joghurt, das ich bisher nur von der Werbung kannte "Mir geht es blendend, seit ich LC1 nehme - Verdauung gut, alles gut". Wie ich diese Werbung doch hasste, so doof und banal. Und genau dieses Mittel sollte helfen? Ab nach Hause und Bebbi das weisse Ding vor die Nase halten. Bebbi stürzte sich drauf und leckte den Teller sofort leer.
Dies war vor etwas mehr als zwei Wochen. Seither bekommt er vor jeder Mahlzeit zwei Löffel Joghurt. Und siehe da - schon wenige Tage später sass er auf dem Katzenklo und setzte den Kot vollkommen normal ab. Er wurde putzmunter, vorbei die Zeit der Qual. Bebbi rennt nun mit meinen zwei Riesenbabies Wuschel und Merlin kreuz und quer durchs Haus. Es geht Baum rauf und runter. Und diese Bewegung fördert die Verdauung gleich nochmals. Ich freue mich ganz wahnsinnig für den schönen Kater, dass es ihm heute so gut geht. Vielleicht wird er sein Leben lang Joghurt essen müssen, eventuell wächst sich diese Verdauungsschwäche ja auch aus. Doch nun ist er glücklich, und wir sind es auch. Auch wenn ich mich über diese Werbung lange lustig gemacht habe, hat sie Bebbi geholfen. Wir freuen uns sehr.
05.01.2010   Das grosse Katzenherz
Glück im Unglück 
Die Schnurrlivermittlung hatte vor einigen Wochen von einem Bauernhof Katzen bekommen, die leider nicht gesund waren. Es handelte sich um ein Katzenmami mit ihren zwei Babies und zwei grössere Geschwister vom Frühling. Nebst Augenproblemen zeigte der Leukose-Test bei den älteren Katzen positiv an, eigentlich das Todesurteil. Da die beiden Kätzchen aber munter und äusserst verschmust waren, hatten sie eine Chance verdient. Ueber das Internet suchte Frau
 Krank aber zufrieden
Wir sind jetzt so glücklich 
Büchler einen Tierfreund, der gewillt und in der Lage war, einem postiven Büsi ein Zuhause auf Zeit zu geben. Meistens werden solche Katzen nicht sehr alt. Es ist ein Rennen mit der Zeit.
Lange meldete sich niemand und die beiden Katzen lebten auf kleinem Raum, abgesondert von den gesunden Tieren. Eines der Katzenbabies verstarb innert kurzer Zeit. Das Mami und das kleine Geschwisterchen - ebenfalls positiv getestet - wurden, nachdem die Krankheit
Danke an meine neuen Katzeneltern 
augebrochen war, erlöst. Uebrig blieben noch immer die beiden hübschen, halblanghaarigen Geschwister vom Frühling. Wir haben alles abgecheckt, auch die Möglichkeit, die beiden Katzen ins Tierheim nach Gals zu bringen, wo man auch für solche Tiere eine Station hat. Dort hätten sie aber nur selten liebkosende Hände gespürt. Sie hätten zwar mit anderen Leidensgenossen zusammen leben können, jedoch mit wenig Menschenkontakt. Und genau das wollten wir ja, dass sich jemand der beiden Katzen erbarmt.
Und manchmal geschehen Wunder. Ende Jahr hat sich ein junges Paar gemeldet, das bereits Erfahrung hat mit Leukose-Katzen. Sie haben beide Tiere bei sich aufgenommen und sind überglücklich. Wir haben Fotos bekommen, wo man sieht, wie verschmust das Duo ist. Eine traurige Familiengeschichte hat so noch ein gutes Ende genommen. Dem jungen Paar möchten wir ganz herzlich danken. Es wird nicht leicht für sie werden, denn irgendwann wird die Krankheit siegen. Doch jetzt geniessen sie das Duo noch ausgiebig, sind sich aber vollkommen bewusst, dass er Tag kommen wird, an dem sie die Tiere in den Himmel entlassen müssen.
Schön, dass es noch Menschen gibt, die ein so grosses Katzenherz haben.
04.01.2010   Gut geerutscht?
Die faulen Tage sind vorbei. Wir haben die freien Tage ausgiebig genossen. Meine Katzen haben nicht schlecht gestaunt, dass ich am Morgen etwas länger im Bett geblieben bin und das Haus nur dann verlassen habe, wenn es wirklich nötig war. Dafür haben wir uns wieder einen Schritt besser eingerichtet (Vorhänge genäht, Kisten ausgepackt etc.). Nun ist ja auch der offizielle Umzug zu Ende und ich bin in diesem 1000-Seelen-Dorf hochoffiziell angemeldet. Am letzten Sonntag schien die Sonne, obwohl es in der Nacht stets klirrend kalt war. Das war das Zeichen für meine Katzen, die Kratzbäume auf dem Balkon einzuweihen. Da wir ja am Hang wohnen, über den Häusern, konnte man von hoch oben runter schauen. Man hat gespürt, dass es den Katzen gefallen hat. Wehe, wenn ich die Türe zum Balkon geschlossen hatte, dann haben sie mir lautstark gemeldet, dass es so nicht geht.
Auch am Silvester hat man gespürt, dass die Welt hier schon noch in Ordnung ist. Es gab keine solch idiotische Knallerei, wie ich das von Kaiseraugst kenne. Bis jetzt war der Silvester für uns immer eine Schreckensnacht mit viel Lärm und Geknall. Meine Katzen waren meist vollkommen durch den Wind, hatten natürlich Panik vor den Knallkörpern. Dieses Jahr war alles innert zwei Minuten vorbei. Ich habe gerade mal 10 Knallkörper gezählt, dann war der Zauber vorbei. Einmal mehr muss ich sagen "wie herrlich, wie schön!".
Ich wünsche Ihnen ein gutes 2010. Mögen alle Ihre Wünsche in Erfüllung gehen.
21.12.2009   Der erste Schnee
Welch herrliche Pracht. Es schneite den ganzen Sonntag und langsam verschwanden die Wege und Gebüsche unter einer weissen Decke. Meine Katzen waren ganz ausser sich, als sie den weissen Teppich sahen. Sie hockten in der Eingangstüre, den Hintern im warmen Haus, die Nase in der kalten Winterluft. Die jüngeren Tiere hatten noch nie so viel Schnee auf einmal gesehen und gerochen. Die paar Schneeflocken, die in den letzten Tagen fielen, waren kein Vergleich zu dem, was gestern vom Himmel fiel.
 Giny im dicken Winterpelz
Es war draussen klirrend kalt. Der Thermometer zeigte -16°, extrem kalt für diese Jahreszeit. Die Tiere fanden es irgendwie eigenartig und trotzdem so spannend, dass man sich darin wälzen musste. Giny zog mal vorsichtshalber den dicken Winterpelz an (s. Bild). Die Katzen rannten hin und her, zogen kleine Bahnen zwischen Haus und dem Bord mit den vielen Gebüschen. Unter der hohen Tanne konnten sie sich dann etwas erholen. Dort lag kein Schnee, denn ihre Nadeln waren zu dicht gewesen. Springen, Toben, Versteckenspielen. Und all das mit nassen, weissen Füssen. Erst als man klitschnass und unterkühlt war, fanden sie wieder den Weg zurück in die warme Stube - welch Freude für mich, denn "Füsse putzen" kannten sie ja nicht und ich konnte ihnen hinterher putzen. Es war ein schöner Sonntag, trotz Schnee, den ich eigentlich nur in den Bergen mag. Die Tiere hatten ihre Freude am Schnee und ich meine Freude an den Tieren. Solche friedlichen, erholsamen Tage sollte es mehr geben. Seit langer Zeit war ich wieder einmal vollkommen zufrieden mit mir und der Welt um mich herum.
16.12.2009   Ginys Babies
Wuschel 
Alaya - Mir geht es super! 
Merlin 
Nun sind sie schon fast sieben Monate alt. Es geht allen wunderbar. Alaya lebt bei meiner Kollegin, zusammen mit drei Perserkatzen. Wuschel und Merlin sind noch immer bei mir. Wuschel ist extrem aufgeweckt und manchmal sogar stinkfrech, halt "ganz de Babbe". Merlin bewundert seinen grossen, frechen Bruder und macht jeden Mist mit! Allmählich bekommen sie ihren Winterpelz, langes Haar und Reiterstiefelchen. Sie sind - auch wenn sie manchmal sehr anstrengend sind - einfach nur Schätzchen. Giny will überhaupt nichts mehr von ihnen wissen. Manchmal leckt sie ihnen noch das Ohr, doch im Grossen und Ganzen geht sie ihre eigenen Wege.
Heute haben sie das erste Mal Schnee unter ihren Pfotgen gespürt. Sie fanden die weisse Pracht etwas eigenartig, doch bald hatten sie gemerkt, dass man damit spielen kann. Sie haben sich im Schnee gewälzt und kamen danach als laufende Schneemänner wieder ins warme Haus.
23.11.2009   Tüpfli als Krankenpfleger
Langsam hat sich Tüpfli wieder erholt. Er vermisst zwar seinen Freund noch immer, doch hat er in der Zwischenzeit eine neue Aufgabe übernommen. Er kümmert sich um die Katzen, denen es schlecht geht. Nachdem ein paar Durchfall hatten und etwas reduziert waren, bekam die kleine Kiki eine Augenentzündung und den Schnupfen. Sie hatte es vor ein paar Wochen schon einmal gehabt, und nun brach es wieder aus. Für Tüpfli kein Problem. Er legte sich neben Kiki in den Korb und tröstete sie.
22.11.2009   Besuch für Chiara
Auch für Chiara gab es einen besonderen Tag. Wir bekamen Besuch von einer ehemaligen Nachbarin, die sich lange und intensiv um Chiara gekümmert hatte. Chiara wollte ja am alten Wohnort nicht mehr nach Hause kommen und lebte mehr oder weniger nur noch draussen. Wir konnten sie einfach nicht mehr in die Wohnung locken, nicht einmal mehr mit dem besten Futter. Sie kam nie näher als 20 Meter zur Wohnung. Erst dachten wir, es sei Nemea, von der sie immer mal attackiert wurde, doch heute weiss ich, dass es die Umgebung war, die sie nicht mehr mochte. Und Chiara lebte wirklich gefährlich da draussen. Sie überquerte immer die Hauptstrasse. Ich durfte gar nicht daran denken, wo sie sich wieder aufhielt. Die Nachbarin (es gab auch ein paar nette Nachbarn :-)) fütterte Chiara jeden Abend, draussen an ihrem "meeting point".
Nach dem Umzug war ich ja gespannt, wie sich Chiara verhalten und wie das Verhältnis zwischen Nemea und Chiara sein würde. Ich hatte grosse Angst, dass Chiara wieder verschwinden würde. Stattdessen hat sie sich zu einer Wohnungskatze entwickelt, die gar nciht mehr gerne raus geht. Ihr Lieblingsplatz ist die Liegemulde bei der Heizung. Das ist ihr Reich, ihr Lieblingsplatz. Auch mit Nemea geht es gut. Die Attacken blieben aus.
Und dann stand sie da, vor einer Woche, und Chiara hatte eine Riesenfreude. Ich hätte nie gedacht, dass man einer Katze Freude ansehen könnte. Chiara hatte ihre Stimme sofort erkannt und den Liegeplatz verlassen. Die Katze folgte ihr auf Schritt und Tritt durchs Haus. Sie blieb ganz in der Nähe bei ihrer Freundin. Als sie wieder wegfuhr, stand Chiara plötzlich vor der Garage, als wolle sie noch Ade sagen. Zwischen den beiden gibt es eine Verbindung, die man sich nicht erklären kann. Wir hoffen natürlich, dass sich dieser Besuch wiederholt und Chiara nochmals einen Freudentag erleben darf.
22.10.2009   Tüpfli ist traurig
Sicher wissen Sie es noch - Tüpfli kam als armes Elend zu mir mit verbrannten Ohren und einem Schnupfen, der nicht aufhören wollte. Viele Monate wurde er von mir gepflegt. Aus dem Häufchen Elend hat sich ein strammer Kater entwickelt. Unsere Bindung war nach dieser langen Zeit so stark geworden, dass Tüpfli bei uns bleiben durfte. Er weiss genau, dass ich lange um ihn gebangt habe, dankt es mir jeden Tag mit ausgiebigem Schnurren und Schmusen.
Vor einigen Wochen kam Aloso zu mir. Auch er war ein tragischer Krankheitsfall der Schnurrlivermittlung, der dringend Plege brauchte. In seinem Zustand konnte er nicht mit den anderen gesunden Katzenbabies in der Gruppe leben, weshalb er vorübergehend zu mir kam. Von Anfang an war er geschwächt und kränkelte. Durchfall, Husten, Schnupfen - er hatte einfach alles. Es ging auf und ab mit ihm, doch so richtig gesund war er nicht. Wenn der Schnupfen ging, kam der Husten. Nach dem Husten folgte Abgeschlagenheit und Appettitlosigkeit. Wir gaben ihm Medikamente, die meist nur vorübergehend halfen. Trotzdem waren wir voller Zuversicht, dass er eines Tages gesund würde. Und Aloso war die alle Katzen, die ein Handicap haben. Er war derart verschmust und liebebedürftig, ein total freundlicher und anhänglicher Kerl. Besuchern kletterte er sofort auf die Schulter und drückte sein Köpfen an deren Wange.
Seit zwei Wochen ging es Aloso immer schlechter. Er hatte Halsschmerzen, konnte nicht mehr fressen. Wir gaben ihm Medikamente und Spezialnahrung, die er trotz Halsbeschwerden schlucken konnte. Doch er wurde von Tag zu Tag dünner. In seinem Bettchen lag ununterbrochen eine Wärmeflasche, die das dünne Kätzchen wärmen sollte. Seit einer Woche lag da aber auch noch Tüpfli. Zwischen Aloso und Tüpfli hatte sich eine Vater-Sohn-Beziehung entwickelt. Er wachte über das kleine Katzenkind und wärmte ihn mit seinem Körper. In den letzten Tagen ging es mit Aloso abwärts und unsere Hoffnung schwand auf ein Minimum.
Gestern, als Natasch und ich nach Hause kamen, fanden wir Aloso leblos vor. Er war den Weg in den Katzenhimmel gegangen. Leider waren wir nicht dabei, um ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten. Es sah aber nicht so aus, als habe er einen Todeskampf gehabt. Er lag da, als schliefe er. Endlich war er erlöst von seinen Schmerzen. Tüpfli sass daneben und konnte nicht verstehen, was passiert war.
Ich habe Aloso begraben ganz in unserer Nähe, wo er die letzten Wochen gelebt hat. Tüpfli ist traurig. Dieser Kater schliesst nicht so schnell Freundschaft. Es hat mich erstaunt, wie er sich um den kleinen kranken Kater gekümmert hat. Ich weiss auch nicht, wie lange Aloso schon leblos da lag und was eine andere Katze mitbekommt. Eines weiss ich aber, Tüpfli hat heute morgen nichts gefressen. Er trauert um seinen kleinen Freund, der nur ein kurzes Leben haben durfte.
08.10.2009   Aufbruch in ein neues Leben
Langsam legt sich das Chaos, und schon bald wird wieder alles in den alten Bahnen laufen. Was war los?
Nachdem es bei uns im Haus seit Monaten viel Wirbel um einen Kater (übrigens nicht meiner) gab, der den Hausgang verunreinigte, enwickelte sich das Thema "Katzen" zum Dauerbrenner. Bald wurde jede Katze zum Sündenbock gestempelt. Mit Wasser und Besen wurden auch die kleinsten, sanftesten und unschuldigen Tiere "ferngehalten". An jeder Türe hing ein Katzenschreck. Doch der besagte Kater machte sich nichts draus und pinkelte fleissig weiter. Aus einer Mücke wurde ein riesengroser Elefant gemacht.
 Elefant
 Mücke

Je länger es ging, desto unfreundlicher und unerträglicher wurde das Leben am Rosenweg. Ich konnte die frustrierten Gesichter allmählich nicht mehr sehen. Nachdem dann zwei meiner Tiere auf unerklärliche Weise verschwanden, habe ich mich im Juli entschlossen, diesem ehrenwerten Haus den Rücken zu kehren und meine Koffer zu packen. Ich habe viele Objekte angeschaut und bin dabei auf ein Haus gestossen, das all meine Bedürfnisse abdeckt. Natürlich habe ich kein Plakat aufgehängt und niemandem erzählt, dass ich ausziehen werde. Und was dann passierte, bestärkte mich, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Obwohl der pinkelnde Kater nachweislich nicht mir gehörte, hetzte man mir die Verwaltung auf den Hals und schickte mir das Veterinäramt und den Tierschutz vorbei. Das Resultat ist, dass ich nun zwar im Besitz von hochoffiziellen Bestätigungen bin, dass meine Tierhaltung absolut in Ordnung ist und es nichts zu bemängeln gibt, doch war ein Leben in diesem "Haus voller Verbitterung" unerträglich geworden.
Meine Tiere und ich sind in den letzten zwei Wochen umgezogen. Wir wohnen nun in einem riesengrossen freistehenden Haus auf dem Lande, wo uns niemand vorschreibt, wann und wo wir hingehen dürfen. Hinter unserem Haus weiden Schafe, weiter oben beginnen die Rebberge. Es ist wunderschön dort. Am allerschönsten ist die Tatsche, dass ich dort meine Ruhe habe und nicht ständig Red und Antwort stehen muss für Dinge, die mich eigentlich nichts angehen.
Allmählich komme ich auch innerlich wieder zur Ruhe, denn solche Ungerechtigkeiten ziehen nicht ohne Folgen an mir vorbei.
Meine alte Wohnung habe ich verkauft. Sie wird in den nächsten Wochen renoviert, Im Januar zieht dort eine neue Familie ein. Ob sie selber Katzen oder vielleicht einen Hund mitbringt, weiss ich nicht. Doch eines weiss ich genau, meine Entscheidung war richtig. Ich bin froh, dass ich diese Entscheidung getroffen habe und endlich meinen Frieden finde. Und diese innere Ruhe brauche ich, um endlich das Buch 6 fertig zu schreiben. Sobald unser neues Zuhause fertig ist (kleinere Renovationsarbeiten) und alle Dinge an ihrem Platz stehen, setze ich mich hin und schreibe das Buch 6 fertig.
18.09.2009   Impressionen eines TV-Abends
 Impressionen eines Fernsehabends
Platz hat's auch in der kleinsten Hütte . . . .
16.09.2009   Abschied von unserem Baby
wunderschöne Alaya 
Heute Abend haben wir uns vom ersten Baby von Giny verabschiedet. Es ist nun 16 Wochen alt und alt genug, um in seine neue Familie umzuziehen. Am neuen Wohnort wurde es bereits voller Sehnsucht erwartet. Ab jetzt darf die schöne Alaya in einem grossen Haus leben, in dem noch andere Katzen (Perser) leben. Seit heute lebt auch ihr neuer Spielkamerad dort, ein 17 Wochen alter schwarzer Perserkater. Mit ihm wird sie sicher bald rumtoben und spielen, auch wenn sie sich im Moment noch etwas aus Distanz beobachten und beschnuppern. Zwar wird sie vorerst keinen Freigang haben, dafür neue Katzeneltern, die sie verwöhnen und lieben werden.

 ich heisse jetzt Alaya
Ja, es war für uns hart, uns von der kleinen Schönen zu verabschieden. Doch wir wussten genau, dass dieser Tag kommen würde. Immerhin durfte sie 16 Wochen bei uns leben und uns auch den trübsten Tag verschönern. Nun beginnt für die Kleine ein neuer Lebensabschnitt im Kreise ihrer neuen Familie.
Giny hat ihre Babies schon seit einiger Zeit abgenabelt. Seit zwei Wochen hat sie auch keine Milch mehr. Sie war eine vorbildliche Mutter, die ihre Kätzchen umsorgte und ihnen alles Wesentliche zeigte, die eine Katze für ihren Lebensweg brauchte. Doch nun wollte Giny wieder frei sein. Sie hat ihre Babies links liegen lassen. Sie wusste genau, dass sie ihnen nichts Neues mehr beibringen konnte.
Auch für mich war es nicht so einfach, wegzugehen und die Kleine zurückzulassen. Besonders in den letzten Wochen hatte sie sich zu einer wunderschönen kleinen Lady entwickelt. Doch ich wusste immer, dass ich Ginys Babies nicht behalten kann und dass der Tag kommen würde, an dem ich mich verabschieden muss.
Doch etwas stand immer fest - Ginys Babies werden nur jemandem abgegeben, den ich gut kenne und wo ich weiss, dass es den Katzen gut geht. Bei meiner Kollegin ist das so, weshalb ich mein Kätzchen mit gutem Gewissen dort lassen konnte.
Bald wird es auch für den grossen Bruder so weit sein. Auch er wird schon bald in seine neue Familie umziehen.
31.08.2009   Drunter und Drüber - Buch 6 verzögert
Manchmal geht alles nicht so, wie man es sich vorstellt. Vom Sommer habe ich nicht viel mitbekommen. Erst wollte er nicht kommen, dann kam er in voller Hitze und nun ist er schon fast vorbei. Ich hatte mir so viel vorgenommen, mir auch einen Zeitplan erarbeitet, damit mein Buch bald fertig ist. 2/3 des Buches waren geschrieben und ich war überzeugt, dass es bald fertig sein wird. Doch dann kam alles anders.
Es gab Ereignisse, die alles über den Haufen geworfen haben. Ich habe mein Leben überdacht und neu strukturiert, Altlasten abgestossen und Neues geplant. Das NEUE betrifft auch meine Katzenfamilie. Sie sollen es noch schöner haben als bisher. Doch dafür musste ich kämpfen und viel Zeit aufwänden. Es ging bei uns monatelang drunter und drüber, doch nun bin ich voller Hoffnung, dass bis in ein paar Wochen Ruhe einkehren wird. Diese Ruhe braucht man, wenn man kreativ sein will. Ich musste in den letzten Wochen meine Prioritäten verlagern und das Buch hinten anstellen. Es dauert also noch seine Zeit, bis es fertig sein wird. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
01.08.2009   Ciao meine liebe Tasja
 Ciao meine liebe Tasja
Ich frage mich, wie so etwas möglich ist und bin fassungslos, dass es schon wieder meine Tierfamilie getroffen hat.
Tasja wurde im August 1997 in Läufelfingen geboren. Als Katzenbaby kam sie zu mir. Sie ist meine "dienstälteste" Katze mit ihren 12 Jahren. Lange war sie ein richtiger Brummer, rund und kugelig. Manchmal bekam man den Eindruck, sie sei dauerträchtig. Doch so war es nicht. Sie war einfach etwas fetter als andere Katzen. Seit drei Jahren nahm sie ständig ab. Klar, Futterumstellung war der erste Gedanke. Dann pendelte sich das Gewicht schön ein.
Gross war der Schreck, als sie vor vier Wochen bei der Impfung schon wieder an Gewicht verloren hatte. Ja, sie war dünn geworden, das fiel auch mir auf. Also machten wir einen Alterscheck, denn es schien so, als stimme etwas nicht. Die grosse Erleichterung folgte, denn alle Werte waren im grünen Bereich.
Tasja verbrachte die meiste Zeit draussen, entweder im Garten oder auf dem Kratzbaum auf dem Gartensitzplatz. Oft stellte ich ihr das Futter auf den Kratzbaum, und dieses war eine Stunde später auch weg. Natürlich konnte ich nicht mit Sicherheit sagen, dass es Tasja war, die es gefressen hatte, doch darüber machte ich mir auch keine grossen Gedanken. Sie wusste ja, wo das Futter stand in der Wohnung. Es fiel mir deshalb gar nicht auf, dass sie immer dünner wurde.
Gestern Abend bemerkte ich es, als sie auf mich zuging. Sie war knochendürr, beängstigend. Ich wollte ihr Futter geben, doch das verweigerte sie. Auch trinken wollte sie nicht. Ich versuchte es mit Geflügel, ihrer Lieblingsspeise - nichts. In der Nacht wollte sie brechen, doch ausser einem Geräusch kam da nichts. Nun wusste ich, da ist gar nichts mehr drin in der Katze. Sie sah auch so aus, als habe sie schon seit Tagen nichts mehr gefressen.
Heute morgen fiel mir auf, dass sie so blass war, dass auch die
bye-bye meine Tasja 
Schleimhäute ins Gelbliche gingen. Nun klingelte der Alarm! Ich musste mit ihr notfallmässig zum Arzt. Da stimmte wirklich etwas nicht.
Gott sei Dank gibt es hier in der Nähe eine Tierklinik, die Notfalldienst hatte. Die Aerztin machte ein kummervolles Gesicht, als sie Tasja sah. Es sah gar nicht gut aus. Mir war das schon klar, denn ich habe ja viel Erfahrung mit Katzen. Tief innen wusste ich, dass Tasja schwer krank war. Bevor sie mit Röntgen und grossen Tests anfangen würde, wollte sie einen Leukose-Test machen. Die Idee war gut, doch kann es gar nicht sein. Tasja wurde als Katzenbaby auf Leukose getestet und regelmässig jedes Jahr geimpft. Sie konnte also gar keine Leukose haben, das stand für mich fest.
Doch manchmal kommt alles anders. Der Test war positiv. Niemand weiss, wie so etwas möglich ist, doch es war Tatsache. Und dies erklärte auch den erbärmlichen Zustand meiner Tasja. Nun wusste ich, es gab keine Rettung für sie. Ich musste schon wieder Abschied nehmen und Tasja weitere Qualen ersparen. Leukose ist nicht heilbar und man darf nicht zu lange warten, denn es wäre den anderen Katzen gegenüber unverantwortlich und für das kranke Tier ein Herausziehen des Unumgänglichen.
So habe ich mich von meiner Tasja verabschieden müssen. Sie hat bis zum Schluss in meinen Armen geschnurrt und mir gedankt, dass sie bei mir ein schönes Leben haben durfte. Katzen sind einfach unglaublich. Sie danken dem Menschen indem sie ihm die Hand lecken und ihm noch in die Ohren schnurren, obwohl genau dieser Mensch das Okay dazu gibt, dass das Tier kurz darauf in den unendlichen Schlaf geschickt wird.
Ja, die Zeiten sind hart. Schon wieder ist unsere Familie um ein Mitglied kleiner geworden. Immerhin durfte Tasja 12 schöne Jahre bei uns verbringen. Wir werden immer mit Liebe und Freude an sie denken. Wenn sie auch manchmal eine kleine Hexe war, war sie trotzdem unser Sonnenschein.
06.07.2009   Wir nehmen Abschied von Samena
Samena im Garten 
Heute hat mich eine sehr traurige Nachricht erreicht. Samena, die Griechin, musste gestern den Weg in den Katzenhimmel antreten. Kurt hat mir geschrieben, dass sie in seinen Armen eingeschlafen ist.
Schon seit vielen Wochen ging es ihr nicht mehr gut. Sie musste in der Tierklinik eine Total-Untersuchung über sich ergehen lassen. Man vermutete einen Tumor, doch war es nicht so. Stattdessen entdeckte man eine chronische Darmentzündung. Samena hätte Medikamente und Schonkost zu sich nehmen sollen, doch verweigerte sie alles. Sie wollte das Zeug nicht fressen, das man ihr anbot. Und so wurde sie von Tag zu Tag dünner. Das Wenige, das sie noch frass, kam kurze Zeit später als Durchfall wieder raus. Wahrscheinlich hat Samena gewusst, dass ihre Zeit gekommen war und dass sie mit den Tabletten und der Schonkost nur noch länger leiden musste.
Samena lebte schon seit langer Zeit bei Kurt, einem Nachbarn und Freund. Sie gehörte zwar offiziell noch mir, doch besuchte sie mich nur noch sporadisch. Sie hatte sich Kurt und Ursula als neue Besitzer ausgesucht, und ich habe ihre Entscheidung akzeptiert. Man sah Kurt jeden Tag, wie er mit Samena spazieren ging. Sie war für ihn nicht nur eine Katze, sie war sein Ein und Alles. Es trifft ihn besonders hart, da er extrem an ihr gehangen ist.
Samena war 10 Jahre alt und wir hofften natürlich, dass sie sich von dieser Krankheit erholen würde. Doch das Leiden wurde von Tag zu Tag grösser, sodass Kurt die richtige Entscheidung traf und unsere Schöne erlöste. Sie ist nun im Katzenhimmel und sagt von da oben Danke an die Menschen, die in den letzten Jahren gut zu ihr waren. Ihre Schmerzen sind nun vorbei und sie darf mit ihren alten Freunden, wie Emsy, Fehja, Alena und den anderen Tieren, mit denen sie noch bei mir durch den Garten getobt ist, spielen und schmerzfrei sein. Vielleicht trifft sie dort auch Marlies, ihre ursprüngliche Besitzerin. Marlies hatte sie damals aus Samos in die Schweiz mitgebracht. Nun sind sie wieder vereint und Marlies wird sich um unsere Griechin kümmern. Bestimmt darf sie wieder in ihrer Schoss liegen und ihren Kopf an sie drücken. Und Marlies hat eines ihrer Kätzchen wieder.
Es tut uns allen sehr weh, dass Samena nicht mehr bei uns ist, doch ist es in einem solchen Moment die richtige Entscheidung. Kein Tier muss leiden, wenn es keine Hoffnung mehr gibt. Der Mensch hat es in der Hand, das Leiden zu beenden. Ich danke Kurt, dass er mit ihr den letzten Weg gegangen ist und sie in seinen Armen sterben durfte.
Egal, wie man es schreibt und auch wenn man das Vernünftige und Unumgängliche berücksichtigt, es tut trotzdem weh, ein Tier zu verlieren. Jede meiner Katzen ist etwas besonderes und mir ans Herz gewachsen, auch wenn sie nicht mehr jeden Tag bei mir war.
02.06.2009   Willkommen auf dieser Welt!
Ginys und Simbas Kinder 
Im Katzenhaus gab es eine Premiere! Am 24. Mai 2009, genau 67 Tage nachdem sich meine schöne Giny in den wilden Simba verliebt hatte, brachte sie vier junge Katzenbabies auf die Welt. Leider war das Erstgeborene nicht lebensfähig. Die anderen drei Kätzchen sind jedoch wohlauf. Auf dem Foto sieht man die drei Babies, als sie erst eine Stunde alt waren. Wie so oft hat man das Timing nicht so richtig im Griff. Natürlich wusste ich, dass Giny trächtig war. Ihr Bauch wurde von Tag zu Tag dicker. Es war nicht zu übersehen, dass sie bald Kinder bekommen würde. Nachdem ich nun seit vielen, vielen Jahren brav zu Hause war und mir kein auswärtiges Wochenende oder Ferien gegönnt hatte, meldete ich mich schon vor Weihnachten für ein Oldtimer-Treffen in Montreux an. Und genau auf diesen Zeitpunkt sollte Giny ihre Babies bekommen.
Als am Mittwoch davor noch keine Babies da waren, brachte ich die hochträchtige Giny nach Luzern in die Schnurrlivermittlung. Doch auch dort liess sie sich Zeit. Ich schaute alle zehn Minuten auf mein Handy und hoffte, dass ich bald die Nachricht erhielt, dass Giny Mami geworden war. Erst am Sonntagmorgen erreichte mich die erste, leider
 geteiltes Leid ist halbes Leid
unangenehme Nachricht. Das Erstgeborene kam tot auf die Welt und Giny war ausser sich. Sie war nervös und unleidig.
Doch dann gebar sie noch drei hübsche, kleine Babies. Man muss sagen "ganz de Babbe". Sie sind weiss-getigert. Von der Farbe her sind sie eher Mama als Papa.
Es waren Ginys erste Kätzchen, und sie war etwas überfordert mit der Siuation. Gott sei Dank wusste sich Natascha zu helfen. Sie legte Giny eine Birmakätzin in die Wurfbox, die vor vier Wochen Babies bekommen hatte. Von ihr lernte Giny allmählich, was es heisst, Mami zu sein. Mit ihrer neuen Birma-Freundin zusammen verflog Ginys
 eingringt in heiligen Birmas
Nervosität. Nein, ganz im Gegenteil. Giny wurde fast "babysüchtig", holte sich alle Katzenbabies aus allen Wurfboxen und reihte sie um sich. Natascha berichtete mir, dass Giny manchmal bis zu 15 Kätzchen um sich herum hatte.
Seit letzten Samstag wohnt Giny mit ihren drei Kätzchen wieder bei uns. Sie kümmert sich gut um den Nachwuchs, ist aber eine totale Nervensäge. Sie will die Kätzchen ständig raus in den Garten tragen und hoch oben in die Höhle auf dem Kratzbaum schleppen. Deshalb muss ich sie leider oft
das erste Blinzeln 
einsperren und gut aufpassen, dass sie mir mit den Babies im Maul nicht durch die Katzentüre entwischt. Ich habe furchtbare Angst, dass eines der Kleinen runter fallen könnte.
Die Kätzchen sind schon tüchtig gewachsen. Gestern, eine Woche alt, brachten sie bereits 240g auf die Waage. Sie haben gestern einen ersten Blick gewagt und die Augen geöffnet. Ich denke, sie sind stolz auf eine so schöne Mutter. Sie krabbeln bereits tüchtig herum. Doch ihre Lieblingsbeschäftigung ist trinken und an Mamis Zitzen nuggeln.
Und Giny ist anhänglicher denn je. Sie liebt es, wenn ich die Wurfbox öffne und ihr zuschaue, wenn sie ihren Nachwuchs säugt. Manchmal klettert sie mir auch auf die Schoss und lässt sich ausgiebig streicheln. Ich bin stolz auf meine Schöne und ihre Babies.
11.05.2009   Patientin oder Feriengast?
Whow, so ein Bett ist einfach schön! 
Seit ein paar Tagen wohnt die schöne Giny bei mir. Da ich selber auch eine Giny habe, musste sie sich auf Giny II umtaufen. Sie gehört eigentlich in die Schnurrlivermittlung. Doch hat sie sich einen Schnupfen eingefangen und musste deshalb von den anderen Katzen separiert werden. In der Schnurrlivermittlung gibt es nämlich Babies, die auf keinen Fall angesteckt werden dürfen.
Giny hat zu Beginn stark geröchelt und gehustet. Allmählich bessert es aber. Bei mir kann Giny in aller Ruhe fressen und wird nicht wie daheim von den anderen Katzen vom Napf "vertrieben". Tja, bei mir geht es eben gesittet zu! Die Schöne ist eine echte Rassekatze (Britisch Kurzhaar) und zauberhaft schön mit ihrem hellen Fell und der sanften Tigerzeichnung. Sie sieht etwas aus wie ein Schnee-Leopard.

Sie findet es bei mir super. Vor allem das Bett hat es ihr angetan. Sie hat sich darin gewälzt und niedergelassen. Daheim darf sie nämlich nicht ins Schlafzimmer. Bei mir liess es sich nicht vermeiden, denn Giny muss das Schlafzimmer hüten, wenn ich zur Arbeit fahre. Sie darf auf keinen Fall raus, denn sie ist eine reine Wohnungskatze. Mein Garten ist für sie ein klares Tabu.
Sobald Giny wieder gesund ist, geht sie zurück in ihr richtiges Zuhause. Ich glaube, sie meint, sie sei bei mir in den Ferien. Dass sie jeden Tag Tabletten bekommt, ist ihr anscheinend entgangen. Sie sträubt sich jedenfalls nicht und frisst sie ohne Murren.
15.04.2009   Die ersten Gäste und Sonnenstrahlen
Die ersten Frühlingsstrahlen sind da und meine Katzen werden lebhafter. Jetzt, wo das Gras so hoch steht wie nie, finden sie es super, Verstecken zu spielen. Sie geniessen es, endlich wieder draussen in der warmen Sonne zu liegen.
Und mit dem Frühling sind auch die ersten Gäste der Schnurrlivermittlung gekommen. Manchmal sind sie nur 2 - 3 Tage bei mir bis sie einen definitiven Platz gefunden haben. Andere dürfen eine Woche oder länger bleiben.
Erstaunlicherweise vertragen sich meine Tiere wunderbar mit den Gästen. Nur sehr selten gibt es ein Fauchen oder Knurren. Meist kommt das sowieso von den Gästen, die nach dem Umzug zu uns im ersten Moment sehr überfordert sind.
Trotz vielen schönen Momenten gibt es immer wieder schwierige Zeiten. Eine graue Katze hatte panische Angst vor meinen anderen Katzen und hat die Chance genutzt, bei Nacht und Nebel durch die Katzentüre abzuschleichen. Sie verbrachte drei Wochen in der freien Natur und konnte nur mit viel Glück wieder nach Hause gebracht werden. Eines stand fest, wir mussten ihr einen Platz finden, wo sie allein war, ohne andere Katzen. Und manchmal geschehen solche Wunder. Wir haben gesucht und gefunden und freuen uns ganz wahnsinnig, dass es ihr nun gut geht und sie ein Frauchen hat, bei dem sie "alleinige Schmuserin" sein darf.
Näheres dazu kann man dann in meinem Buch nachlesen, das im Entstehen ist. Sicher haben Sie bemerkt, dass sich das Buch verzögert hat. Dies hat verschiedene, auch sehr erfreuliche, Gründe. Doch mehr will ich nicht verraten. Wenn Sie das Buch dann in den Händen halten, werden Sie verstehen, wieso ich mit der Herausgabe noch etwas warten musste :-))
01.03.2009   Umzug der "Ausgesetzten"
Heute sind die schwarzen Zwillinge umgezogen. Sie dürfen sich ab sofort ihr neues Zuhause mit einem Hund "Pancho" (Bobtail mit Babyface) und einer Katze namens "Peppy" teilen. Im neuen Daheim haben sie ein eigenes Katzenzimmer mit Decken, Höhlen und einem Kratzbaum. Damit Pancho sie vor lauter Liebe nicht gleich erdrückt, gibt es in der Türe ein Kindergitter, das den Hund vorerst mal von den Neuankömmlingen abtrennt. Die Katzen können durch das Gitter hindurch schlüpfen, wenn sie möchten, doch der Hund muss das Geschehen von draussen beobachten.
Es war klar, dass diese verängstigten Tiere viel Zeit und Liebe brauchen. Sie haben ein Super-Plätzchen gefunden. Ihr neues Katzenmami ist mit Herz und Seele bei der Sache und freut sich über jeden noch so kleinen Fortschritt. Sie schreibt regelmässig, wie es den Zwillingen geht (Rubrik Reaktionen).
27.02.2009   Versteckenspiel
Seit einer Woche wohnen die beiden schwarzen ausgesetzten Katzen bei mir. Das Mädel ist noch immer recht ängstlich, verkriecht sich ständig unter dem Bett. Ich habe sie erst wenige Mal gesehen. Der Kater hingegen ist etwas frecher. Er kommt regelmässig ins Wohnzimmer und liebt es, gestreichelt und gekrault zu werden. Wenn er hört, dass es Futter gibt, steht er an der Türe und schielt zu den andern Katzern rüber.
 schwarze Zwillinge
Heute war alles anders. Er kam nicht. Stattdessen stand das Mädel im Türrahmen und hat das Geschehen mitverfolgt. Erst dachte ich mir nicht viel dabei, war überzeugt, dass ihr Bruder auch bald auf der Matte stehen würde. Doch so war es nicht. Als er eine Stunde später noch immer nicht erschienen war, machte ich mir Sorgen. Mit der Taschenlampe bewaffnet, habe ich alle Winkel durchforscht. Nichts! Da ich im Moment meine Möbel umstelle, gibt es sehr viele Versteckmöglichkeiten. Noch stehen überall Kisten herum, die mit Büchern und sonstigen Sachen gefüllt sind. Ich weiss nicht, wie viel Mal ich im Schlafzimmer nachgesehen habe. Entdeckt habe ich nur das Mädel, das sich voller Angst auf den Kratzbaum verzogen hat.
Schlussendlich ging ich in den Garten hinaus - igitt, kalt - und habe jedes Gebüsch und jede Liegehöhle abgeklappert. Auch da nichts! Oje, wenn er wirklich den anderen Katzen nachgegangen ist, könnte er jetzt überall sein. Fröhliches Suchen! Nach einer Stunde habe ich aufgegeben, denn irgend wann musstse ich ja auch arbeiten gehen. Ich hoffte, dass er den Heimweg wieder finden würde.
Doch bevor ich zur Arbeit ging, wollte ich noch ein letztes Mal im Schlafzimmer nachschauen. Sie sprang gerade vom Kratzbaum runter und verschwand unter dem Bett. Ich nahm erneut die Taschenlampe und schaute unters Bett. Und da sass er, mit einem Grinsen im Gesicht, und machte eine Unschuldsmiene. Die Beiden hatten mich verarscht, mit mir Verstecken gespielt. Und ich bin darauf reingefallen.
23.02.2009   Einfach unfassbar!
Als Natascha (Schnurrlivermittlung) letzten Donnerstagabend zur Arbeit wollte, stolperte sie vor der Haustüre über eine Transportkiste. Sie wusste nicht, wie lange die schon dort stand, denn sie war den ganzen Tag daheim. Erst dachte sie, jemand hätte ihr eine Leihboxe zurückgebracht. Doch als die die Kiste anhob, musste sie feststellen, dass sie viel zu schwer war für eine leere Boxe.

Ihr blieb fast das Herz stehen, als sie in der viel zu kleinen Boxe zwei schwarze Katzen entdeckte, die dicht aneinander gedrängt mit weit aufgerissenen Augen zu ihr hoch blickten. Sie waren vollkommen verpisst. Vor lauter Angst hatten sie es nicht mehr halten können. Und wer weiss, wie reinlich Katzen sind, der weiss auch, wie widerlich dieser Zustand für die Samtpfoten ist. Zudem war die Boxe so klein, dass sie gar keine Ausweichmöglichkeit hatten. Nati versorgte die total verängstigten Tiere, reinigte und fütterte sie. Wir schrieben sie im Tierfundbüro aus, doch gehen wir davon aus, dass sich niemand nach ihnen erkundigt. Wie es scheint, wurden sie kurzerhand "entsorgt". Klar, die Ferien stehen ja an!
Am Freitag stellte der Tierarzt dann fest, dass beide Katzen total gesund sind, zirka ein Jahr alt und sogar kastriert. Sie wurden getestet, entwurmt und geimpft und durften am Freitagabend nach Basel umziehen. Im Moment sind sie bei mir daheim und geniessen es, geliebt zu werden. Der Katzer ist etwas zutraulicher, lässt sich (trotz schlimmem Erlebnis in den letzten Tagen) bereits streicheln und beschmusen. Das Mädel verkriecht sich noch immer, kommt nur zum Fressen und "Kistchengang" aus ihrem Versteck hervor.
Es ist für mich unfassbar, wie man so etwas machen kann. Das Mindeste wäre gewesen, einen Zettel zur Kiste zu legen mit den Eckdaten. So wüssten wir nämlich, wie die Katzen heissen und ob sie bereits geimpft sind oder nicht. So mussten die armen Tiere als erstes eine tierärztliche Untersuchung über sich ergehen lassen. Auch wäre es nicht schlecht gewesen, nach dieser schauderhaften Aktion anzurufen (man kann das ja auch mit unterdrückter Nummer!) oder mindestens die Hausklingel zu betätigen. Man hätte den Tieren mindestens die lange Wartezeit in der zu kleinen Transportkiste ersparen können.
Heute morgen hat der Kater, dem wir noch einen Namen geben müssen, das erste Mal mit meinem Tüpfli gespielt. Ich gehe davon aus, dass er in den nächsten zwei bis drei Tagen ein anhänglicher, lieber Kerl werden wird. Und dann suchen wir für die zwei Schätzchen einen wirklich guten Lebensplatz, wo man ihr liebevolles Wesen schätzt und sich liebevoll um sie kümmert. Ich habe festgestellt, dass die Zwei Wohnungstiere sind. Sie haben samtweiche Pfoten und machen keine Anstalten, nach draussen zu gehen.
09.02.2009   Sheriff wird berühmt
Das Tiermagazin Ein Herz für Tiere hat meine Geschichte von Sheriff aus dem Band 5 "Die Nase im Wind" veröffentlicht. In der Rubrik "Wahre Geschichten" kann man nun nachlesen, wie tollpatschig sich Kater Sheriff an diesem besagten Silvester angestellt hat und was er damit ausgelöst hat. Natürlich freut es mich, wenn eine so berühmte Zeitschrift sich mit meinen Geschichten auseinandersetzt. In der Rubrik "Presse" können Sie die Kurzfassung meiner Geschichte nachlesen.
Ich werde oft gefragt, ob es sich bei diesen Geschichten tatsächlich um wahre Geschichten handelt. Vielleicht müsste ich das Geheimnis mal etwas lüften. Meine Geschichten haben - mit ganz wenig Ausnahmen - einen wahren Kern. Die meisten sind sogar vollkommen wahr. Viele dieser Erlebnisse sind bei mir daheim oder in der Umgebung passiert. Die Hauptdarsteller wohnen bei mir und erfreuen mich jeden Tag mit neuen Streichen und Ideen. Manchmal muss ich aber gewisse Handlungen oder Orte verändern, denn ich muss die einzelnen Erlebnisse ja verbinden können. Diese kleinen "Unwahrheiten" betrachte ich als künstlerische Freiheit. Sie dürfen - nein - sie müssen sogar erlaubt sein. Auch in meinem sechsten Buch kommt der Leser in den Genuss von echten und fast echten Geschichten.
22.12.2008   Wir fühlen uns geehrt
Geliebte Katze Heft 01/2009 
Völlig unerwartet traf ein Belegexemplar des Tiermagazins Geliebte Katze bei mir ein. Obwohl ich Abonnentin dieser Illustrierten bin, hatte ich noch keine Zeit, das neuste Heft 01/2009 durchzublättern. Wie erstaunt war ich, als ich mein fünftes Buch "Die Nase im Wind" als Weihnachts-Buchtipp vorfand. Danke, liebe Redaktion, wir fühlen uns sehr geehrt.

Diese Veröffentlichung hat mir neuen Schwung gegeben. Gestern sass ich den ganzen Nachmittag vor dem Computer und habe aufgeschrieben, was mir schon lange durch den Kopf ging. Das Buch 6 ist schon über die Hälfte fertig. Mein Ziel ist es, im Frühling 2009 sagen zu können "Es ist so weit, Buch 6 ist fertig". Eine kleine Leseprobe finden Sie unter der Rubrik Band 6. Es trägt den Arbeitstitel "Heimwärts"
16.12.2008   Wunderschöne Rückmeldungen
Es wird ruhiger im Katzenhaus. Es wohnen nur noch ganz wenig Pflegekinder hier, die schon bald in ihr definitives Zuhause umziehen werden. Die Rückmeldungen, die bei mir eintreffen, zeigen mir, dass ich es richtig gemacht habe. Auch wenn es sehr anstrengend war, die verschnupften Nasen zu putzen, die grässlichen Tabletten gegen den Willen der Kätzchen einzugeben, mit einem Lächeln Kratzer und kleine Beisswunden einzustecken, war es die richtige Entscheidung. Es war nicht immer leicht, denn die Heilung dauerte zum Teil sehr lange. Zwei
 Schnupfi sucht ein Daheim
Tüpfli macht Fortschritte 
Katzen sind noch nicht ganz gesund. Bei "Schnupfi" und "Tüpfli" ist noch nicht klar, ob sie es überhaupt je werden. Wahrscheinlich werden sie ihr Leben lang mit einem Schnupfen/Husten leben müssen. Trotzdem konnte ich ihnen mindestens vorübergehend helfen. Zweifellos sind sie mir dafür dankbar, denn sie schmusen fast ununterbrochen mit mir und zeigen mir jeden Tag, wie dankbar sie mir sind. Vielleicht findet sich ja eine Familie, die gewillt ist, ein Kätzchen aufzunehmen, das halt von Zeit zu Zeit mal schnupft oder hustet. Ansteckend ist dies für geimpfte Katzen bestimmt nicht, sonst wären meine eigenen Katzen schon lange krank geworden. Vorallem für Schnupfi wäre es super, wenn sie schon bald ein Zuhause finden würde. Es wird Zeit, dass sie ihre eigenen vier Wände bekommt. Absolut top wäre ein Platz mit Auslauf (Bedingung) und wenn immer möglich mit einer zweiten Katze zusammen. Sie ist derart verschmust, dass sie jemanden braucht, den es nicht stört, wenn die Katze schon beim ersten Anblick auf die Schoss springt und ihre Streicheleinheiten verlangt. Dafür schenkt sie uns ein ausgiebiges Schnurren und Köpfchenddrücken.
Von einigen Tieren, die vorübergehend bei mir waren, habe ich Rückmeldungen erhalten. Sie finden diese unter der Rubrik "Reaktionen". Ich freue mich über jede Nachricht, die mich so erreicht. Natürlich dürfen Sie daran teilhaben, weshalb ich sie auch veröffentliche.
11.12.2008   Luna und Cameo
Luna 
 Cameo
Luna und Cameo sind über die Schnurrlivermittlung, die einmal mehr überfüllt war, zu mir gekommen. Schon nach kurzer Zeit wurden sie von einem jungen Paar entdeckt, das sich sofort in sie verliebt hatte. Nun warten sie gespannt darauf, dass sie bald in ihr definitives Zuhause umziehen können Vorerst wohnen sie zwar noch bei mir, doch anfangs bis Mitte Januar wird es dann in das neue Zuhause gehen. Bis dann haben die zwei neuen Dosenöffner ihre neue Wohnung bezogen und eingerichtet.
Immerhin haben sie im Moment noch die Möglichkeit, mit der Schwester zusammen zu sein. Das kleine Tricolor-Mädel ist auch noch hier, doch gibt es bereits Interessenten für sie. Wer weiss, vielleicht darf auch sie schon bald in ihr definitives Heim umziehen.
Von anderen Katzen, die vorübergehend bei mir waren, habe ich gehört, dass es ihnen gut geht. Die neuen Besitzer schicken manchmal Fotos oder kurze Berichte. Diese Rückmeldungen sind für mich ein Aufsteller, sie freuen mich. Dann weiss ich, dass ich es richtig gemacht habe. Manchmal ist es für die Kleinen nicht leicht, sich in einem neuen Daheim einzuleben. Ab und zu geht am Anfang auch etwas schief, man findet das Klo nicht immer, findet das neue Futter einfach grässlich oder versteht nicht, wieso man vorher nachts ins Bett kriechen durfte und am neuen Ort nicht mehr. Doch meist legen sich solche Anfangsprobleme innert kurzer Zeit und die Dosenöffner und Katzenbabies haben den Weg für ein schönes Zusammenleben gefunden.
20.11.2008   Flämmli ist umgezogen
Flämmli 
Flämmli wohnte seit anfangs September bei mir. Er hatte das Pech, eine leukosepositive Schwester zu haben. Sein Test war damals negativ, doch in einem solchen Fall muss der Leukose-Test nach vier Wochen wiederholt werden. So musste der kleine Kerl warten, bis die Zeit gekommen war. Welch Glück, dass auch der zweite Test bestätigte, dass Flämmli vollkommen gesund ist und leukosefrei. Nun konnte er geimpft werden und war bereit für eine neue Familie.
Diese Familie liess nicht lange auf sich warten. Länger hingegen dauerte das Einverständnis des Vermieters. So vergingen viele Wochen, bis Flämmli nun endlich umziehen konnte. Letzten Samstag war es dann so weit. Jetzt wohnt der kleine Kater in einer fünfköpfigen Familie in einer ruhigen Einfamilienhaus-Gegend. Sobald er sich eingelebt hat, darf er auch nach draussen in den Garten. Dann wird er bald merken, dass er das grosse Los gezogen hat.
Doch bis dahin muss er sich noch an die neue Umgebung gewöhnen und an seinen neuen vierbeinigen Freund Miro. Mit ihm hat er noch etwas Mühe, denn seit seinem Weggang vom Bauernhof sind viele Wochen vergangen. Seither hat er keinen Hund mehr gesehen.
Wie es Flämmli jetzt geht, sehen Sie unter der Rubrik "Reaktionen".
31.10.2008   Juhui, ich habe eine Freundin!
Tüpfli 
Jetzt muss ich Euch aber wirklich was erzählen. Ihr wisst ja, dass ich seit vielen Wochen bei Tinas Katzen lebe. Als ich damals ankam, ging es mir elend. Schaut Euch mal das Bild links oben an. So erbärmlich sah ich aus. Eigentlich wollte ich nur noch sterben. Jeder, der mich gesehen hat, hat ein betrübtes Gesicht gemacht. Meine Ohren waren von der heissen Sonne verbrannt und taten unheimlich weh. Die Ohrränder krümmten sich bereits nach innen. Ohrmilben füllten meine Ohrmuscheln. Ihr Krabbeln machte mich halb verrückt. Vom Husten und Schnupfen wollen wir gar nicht erst reden. Die Tränen liefen mir Tag und Nacht runter. Meine Lunge tat unendlich weh, da ich ununterbrochen husten musste. Mein Fell war struppig. Eigentlich war überhaupt nichts schön an mir.
Trotzdem durfte ich bei Tina einziehen. Okay, alles war nicht immer lustig. Sie gab mir jeden Tag so schreckliche Medikamente. Diese waren bitter. Doch ich konnte nichts machen. Ich war zu schwach und sie zu gross und stark. Sie stopfte die Pillen einfach in mich rein. Erst war ich ja stinkesauer auf sie, doch dann merkte ich allmählich, dass die Tränen nachliessen und mein Husten etwas besser wurde. An die Ohren strich sie mir immer so fette Schmiere - einfach nur igitt. Durch diese Schmiere fielen mir auch noch die Haara aus bei den Ohren. Ich sah ja aus wie ein kleines Schweinchen mit rosa Oehrchen. Manchmal schämte ich mich richtig, wenn ich mich im Spiegel betrachtete. Doch oh Wunder, auch die Schmerzen an den verbrannten Ohren nahmen allmählich ab. Die Krabbler in meinen Ohren waren tot, dafür holte sie mit Watte dicke, schwarze Schmiere aus meinen Ohrmuscheln. Sie hatte eine unendliche Geduld mit uns drei "Halbtoten". Ich hatte ja auch Geduld mit ihr und machte gute Miene zum schlechten Spiel. Ich habe sie nur selten gekratzt, denn irgendwie hatte ich den Eindruck, sie weiss schon, was sie tut.
Tüpfli geht es besser 
Tja, und wenn ich mich jetzt im Spiegel anschaue, bin ich ein ganz hübscher Kerl geworden. Sogar die Haare an den Ohren wachsen langsam wieder nach. Meine Augen tränen überhaupt nicht mehr. Ab und zu muss ich zwar noch grauenhaft husten. Das tut mir dann in der Lunge schon noch weh. Ob ich je gesund werde, weiss ich noch nicht. Ich nehme noch immer Medikamente ein. In der Zwischenzeit habe ich realisiert, dass mir diese gut tun und die einzige Möglichkeit sind, den elenden Husten loszuwerden.
Doch dann ist etwas passiert, was mein ganzes Leben verändert hat.
 Noname
Ich habe SIE kennen gelernt. Sie ist zauberhaft und wunderschön. Wir haben fast zusammen Geburtstag und sind auch fast gleich gross. Sie ist umwerfend, eine zierliche Katzendame. Stellt Euch vor, ich bin verliebt bis über beide Ohren, auch wenn diese noch immer leicht rosarot sind :-)) Sie hat noch keinen Namen, weshalb man sie NONAME nennt. Ich sag Euch was, die kann kuscheln - so was ist mir noch nie begegnet. Und sie weiss, was es heisst, wenn die Lunge brennt. Auch sie hat nämlich einen Husten, der immer wieder kommt. Nun habe ich eine Freundin gefunden, die mir gefällt und der ich alles erzählen kann. Sie folgt mir auf Schritt und Tritt und legt sich sofort neben mich, wenn ich schlafen möchte. In der Nacht kuschelt sie sich ganz dicht an mich. Manchmal muss ich sie aber für kurze Zeit allein lassen. Dann geh ich nämlich zu meinem Katzenmami und nuggle etwas an ihrem Hals. Naja, sie mag es nicht so besonders, sagt immer, ich kratze sie mit meinen Krallen, die wie kleine Messerchen sind. Aber irgendwie muss ich ihr doch zeigen, wie dankbar ich ihr bin.
Und danach geh ich aber sofort zu meiner Noname zurück. Nicht dass sie noch ein Auge auf einen andern wirft. Ich wusste gar nicht, wie schön es ist, wenn man verliebt ist. Leute - ich bin im 7. Himmel! Das Leben ist einfach schön. Ich könnte den ganzen Tag singen, tralllallallalla.
Euer Tüpfli
20.10.2008   Sie kommen und gehen
Kranke sind gekommen, Gesunde gegangen. Auch die beiden roten Brüder sind in der Zwischenzeit in ihre Familie umgezogen. Das Tigerkaterli
Ich heisse jetzt JAMIE 
mit dem samtweichen Fell hat seinen neuen Liegeplatz bezogen und die neue Schwester kennengelernt. Trotzdem ist es noch nicht ruhig geworden im wilden Wohnzimmer. Die Schnurrlivermittlung spürt noch nichts von Herbst und hat immer noch Kätzchen, die einen Platz suchen. Diese Tiere, die sich Freigang gewohnt sind, kann sie nicht bei sich aufnehmen, denn der Drang nach draussen ist zu gross. Sie dürfen vorübergehend bei mir rumtoben in der Hoffnung, dass bald jemand kommt, der ihnen ein schönes Zuhause anbieten kann.
Auch dem Tüpfli (weisser Kater mit verbrannten Ohren, s. Einträge vom 4. und 22.9.08) geht es schon wesentlich besser. Er hatte zwar vorgestern einen kleinen Rückfall mit Fieber und Husten, doch hat sich das bereits wieder gelegt. Er zeigt mir jeden Tag wie dankbar er ist, dass er weiter leben durfte. Manchmal lauert er förmlich darauf, dass ich mich setze, damit er sich wie ein Kletteräffchen an mich hängen kann. Dann dockt er sich an meinem Hals fest und nuggelt. Es ist auch schon passiert, dass ich einen richtigen Knutschfleck bekam. Jetzt, wo es ihm besser geht, tobt er mit den anderen Katzen rum. Man kann kaum glauben, dass dies die gleiche Katze ist, die vor zwei Monaten als Elendshäufchen zu mir gekommen ist.
 El Greco und Chita suchen ein Zuhause
Seit einer Woche wohnen auch die Geschwister El Greco und Chita bei mir. Sie wurden in der Schnurrlivermittlung abgegeben (Verzichtstiere) und warten darauf, dass sie in ein schönes Zuhause umziehen dürfen. Auch diese beiden sind extrem anhänglich und verschmust. Zudem sind sie vollkommen getestet und geimpft und könnten eigentlich lieber heute als morgen in ein Zuhause, wo sie Freigang haben können.
Bis in einem Monat wird sich das wilde Wohnzimmer wahrscheinlich leeren. Dann werden hoffentlich alle Katzenbabies ein schönes Daheim gefunden haben. Dann kehrt wieder Ruhe ein.
02.10.2008   Wildes Wohnzimmer
Sie rennen wie die Irren kreuz und quer durchs Wohnzimmer. Meist findet das Rundstrecken-Rennen in der Gruppe statt. Kratzbaum hoch und wieder runter. In den Rascheltunnel rein und auf der anderen Seite wieder raus. Und wenn man den Gegner erwischt hat, wird dieser mit dem Vorderpfoten festgehalten. Mit den Hinterläufen wird er dann etwas unsanft massiert. Wer kitzlig ist oder klar unterlegen, beginnt zu Quietschen. Kaum hat sich der Unterlegene befreit, rennt er weg. Das Tempo ist wahnsinnig. Oft rutscht die ganze Bande beim Rumtoben auf dem Parkett aus und sie fliegen als Pellbündel um die Ecke.
Gerade höre ich sie in der Dusche, wie sie mit meinem Duschvorhang spielen. Der raschelt halt so schön, wenn man sich an ihm hochzieht. Und dort liegt ja auch die begehrte Trophäe, der Abflussdeckel. Wenn man diesen mit den Krallen rauszieht, kann man ihn durch die ganze Wohnung schleppen. Und die anderen Katzen wollen ihn ja auch, doch bekommen sie ihn nicht. Diese "Metallmaus" gehört dem Geschicktesten. Nachdem sich dieser eine Stunde damit beschäftigt hat, lässt er sie irgendwo liegen, zum Leidwesen von mir. Nicht nur ein Mal bin ich auf das metallige Ding gestanden. Aua!
Und wehe, ich setze mich an den Tisch und möchte etwas essen. Dies ist ein kaum mögliches Vorhaben. Es soll mir ja niemand sagen, sie würden sich nicht miteinander verständigen. Kaum setze ich zum ersten Biss an, sitzen sie alle auf dem Tisch. Wahrscheinlich hat der Eine die Anderen informiert, dass jetzt die Fütterung der Menschen beginnt. Naja, eine Katze ginge ja noch, doch gleich drei? Ich komme nicht nach, die Kätzchen vom Tisch auf den Boden zu stellen. Natürlich darf ich dabei meinen Teller nicht aus den Augen lassen, denn währenddem ich das eine Baby noch auf den Boden stelle, versucht das andere bereits mit seinen Pfoten mein Nachtessen vom Teller zu stehlen. Auch dieses setze ich auf den Boden, darf aber die anderen nicht aus den Augen lassen. Währenddem ich sie runtersetze, klettert das Erste bereits wieder auf den Tisch. Ich habe ja eine unglaubliche Geduld, doch irgendwann habe ich Hunger. Das Essen ist mittlerweile auch nur noch lauwarm. Irgendwie fehlen mir Hände, um die vielen Pfoten in Schach zu halten. Es ist ja nicht das erst Mal, dass ich im Stehen esse. Doch selbst dann muss ich aufpassen, dass die kleinen Racker meine Beine nicht mit einem Kratzbaum verwechseln. Ich muss mal in der Schnurrlivermittlung nachfragen, wie und wo man dort isst. Bis jetzt habe ich noch nicht herausgefunden, wie das möglich ist, wenn man so viele Pelzbündel um sich rum hat.
Doch auch wenn es bei mir daheim zur Zeit aussieht, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte, macht dieses bunte Treiben trotzdem Spass. Und zudem zeigt meine Waage eh immer zu viel Uebergewicht. Da macht es nichts, wenn ich ein paar Tage nicht mehr zum Essen komme.
22.09.2008   Pflegestelle Nord
Die Schnurrlivermittlung in Luzern platzt aus allen Nähten. Natascha weiss kaum mehr,wo sie die vielen Katzenbabies unterbringen soll, die längere Zeit bei ihr bleiben oder noch besondere Pflege brauchen. Also habe ich ihr gesagt, sie könne das eine oder andere Kätzchen zu mir bringen. Im Moment sind zwei rote Katzenbabies bei mir, die vermittelt sind, deren neue Besitzer aber noch in den Ferien sind. Sie dürfen zwei Wochen bei mir bleiben und werden dann abgeholt.
So gibt es hier im Moment reges Treiben. Katzen kommen und gehen. Es waren schon mehrere Babies bei mir, die nun in der neuen Familie leben. Natürlich haben diese Katzenkinder hier nur einen vorübergehenden Unterschlupf, haben hier aber Ruhe und genügend Platz. Mit meinen Tieren verstehen sie sich gut, denn fast alle meine Katzen stammen ja auch aus Luzern. Sie kennen das also.
In der Schnurrlivermittlung gibt es immer viel Besuch von Leuten, die sich ein Büsi aussuchen möchten. Dann ist es etwas ungeschickt, wenn Nati bei jedem 2. Kätzchen sagen muss, dass es bereits reserviert ist und nur noch auf den Umzug wartet. Viele Leute suchen sich zwar ein Kätzchen aus, haben aber bereits Ferien geplant. Dies war im Sommer so und nun auch kurz vor den Herbstferien. So haben wir die "Pflegestelle Nord" eingerichtet, ein vorübergehender Aufenthaltsort für die bereits vermittelten Tiere, die in die Region Basel umziehen werden.
Natürlich ist das für mich ein Aufwand, denn ich muss Unmengen Katzenstreu anschleppen. Doch dafür habe ich Freude an den Kleinen und darf sie auf ihr neues Daheim vorbereiten. Und die Freude überwiegt. Da vergesse ich gerne, dass ich jeden Tag drei Katzenklos mehrfach säubern muss.
Es ist das erste Mal, das ich so was für die Schnurrlis mache. Bald ist Herbst und die letzten Katzenbabies werden bei den Bauern abgeholt. Ueber den Winter zieht dann wieder Ruhe ein. Und im nächsten Frühling schauen wir dann wieder weiter.
22.09.2008   Schon besser,aber noch nicht gut.
 schon besser aber noch nicht gut
Unserem "Tüpfli" geht es schon viel besser. Doch gut ist es noch nicht. Es hatte diese Woche einen starken Rückfall. Wie es scheint, war das Medikament zu schwach. Mit dem neuen geht es nun besser. Es hustet nicht mehr so oft. Leider tränen dafür die Augen wieder, vielleicht auch eine Reaktion der Medikamentenumstellung.
Trotzdem bin ich zuversichtlich. Es ist ein fröhliches Kerlchen und nimmt jetzt auch wacker zu. Es gab schon Tage, an denen ich echt Angst um das Bonsei-Kätzchen hatte. Es wirkte oft sehr traurig und hat den anderen beim Spielen nur zugeschaut. Doch jetzt ist es wieder frech, verspielt und gefrässig. Es macht mir Freude. Auch die Waage zeigt Erfreuliches. Es nimmt zu und trägt bereits ein kugeliges Bäuchlein mit sich rum.
Mischu und Stella 
Die grössere Schwester mit den stahlblauen Augen ist umgezogen. Sie wohnt wieder in Luzern in einer Familie mit Katzen-Anschluss. Es gibt dort ein zweites Katzenbaby, das einen Spielgefährten gesucht hat. Das Blauäugige trägt nun neu den Namen STELLA. Die neue Schwester heisst MISCHU. Sie mögen sich sehr und liegen gerne beieinandern. Und sollte Stella einen Rückfall haben, ist sie in der neuen Familie gut aufgehoben. Das Menschenmami ist nämlich Krankenschwester und kann sofort eingreifen, wenn die Augen wieder tränen oder ein Hustenanfall auftritt. Dort weiss man auch, dass man Stella die Ohren mit Sonnencreme einreiben muss, bevor sie sich in die pralle Sonne legt. Leider ist das halt so bei Katzen mit weissen Ohren. Hätte das der Bauer, von dem die Katzen kommen, auch so gemacht, wäre den Katzenbabies vieles erspart geblieben.
Leider hat es sich herausgestellt, dass gerade diese drei weissen Katzen, die ich vorübergehend bei mir zur Pflege hatte, besonders grosse Sonnenanbeter sind. Tüpfli sass gestern den ganzen Nachmittag hinter dem Fliegennetz in der prallen Sonne und hat die herbstliche Wärme genossen. Da muss man wirklich aufpassen, denn die Ohren sind noch so dünn und haarlos (durch den vergangenen Sonnenbrand), dass sie sofort wieder verbrennen würden. Doch ich weiss das ja und passe gut auf.
04.09.2008   Auch kleine Schritte führen zum Erfolg
Schneeflocke vorher 
 Schneeflocke nachher
Seit zwei Wochen wohnen nun die drei kleinen armen, verschnupften und verbrannten Katzenbabies bei mir. Es geht jeden Tag etwas besser. Die Brandwunden an den Ohren sind so weit abgeheilt. Zurückgeblieben sind kahle Ohren. Ob da irgendwann wieder mal Haare wachsen werden, weiss niemand. Der Schnupfen ist viel besser geworden und der Husten eher selten. Es brauchte viel Zuwendung und Zeit, sich mit den Kleinen abzugeben. Trotzdem ist es eine grosse Freude, dass sie jeden Tag etwas fröhlicher und kräftiger werden. Manchmal gibt es einen kleinen Rückschlag, doch zwei Tage später sieht man bereits wieder einen kleinen Fortschritt. Die Tiere sind sehr aufgeweckt und verspielt, ein sehr gutes Zeichen. Die Kätzchen wissen genau, dass man es gut mit ihnen meint. Wenn man sich ihnen nähert, beginnen sie sofort zu schnurren. Sie drücken sich ganz fest an mich und legen ihre kleinen Pelzpfoten um
 Flöckli geht es besser
meinen Hals. Dabei triefen sie vor lauter Liebe. Meist bin ich nach diesen Schmusestunden klitschenass.
Der grösste und kräftigste des Trios hat eine Familie gefunden ganz in meiner Nähe. Dort darf er - zusammen mit einer grossen, grauen Karthäuser-Schwester - leben und auch draussen rumtoben. Noch ist nicht klar, ob er taub ist oder etwas hört. Fest steht bereits, dass er nicht normal hört. Er wird also wahrscheinlich nie ein besonders guter Mäusejäger sein. Doch die Familie, die ihn aufgenommen hat, macht sich nichts draus. Sie lieben ihn so, wie er ist, ob hörend oder taub. Er trägt nun den Namen SKY (vorher Sugar), und ist ein wahrlich himmlisches Geschöpf.
Und bald darf auch das mittlere der weissen Katzenkinder in ein neues Zuhause umziehen. Dann heisst es Abschied nehmen. Ich werde
Tüpfli braucht noch etwas Pflege 
mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge von diesem einzigartigen Katzenkind trennen. Es ist das erste Mal, dass ich mich als Pflegestelle zur Verfügung gestellt habe. Bisher habe ich nicht gewusst, wie sehr einem die Babies ans Herz wachsen. Ich geniesse noch jeden Tag, an dem FLOCKE (Schneeflocke, vorher Whity) bei uns sein kann. Natürlich wird das zarte Katzenmädchen ein schönes Zuhause bekommen. Doch in den letzten Tagen habe ich mich in das Kätzchen mit den wunderschönen, stahlblauen Augen verliebt. Doch es stand immer fest, dass diese Tiere nur vorübergehend bei mir sein werden. Der Tag rückt näher, wo meine Aufgabe abgeschlossen ist und das Mädel in sein neues Zuhause umziehen kann. Die Fotos zeigen, wie prächtig es sich in den letzten zwei Wochen entwickelt hat.
Zurück bleibt das kleine TÜPFLI. Es wird noch eine Weile hier wohnen und stark sein müssen. Es ist das zierlichste des Trios und hat immer wieder Rückfälle. Doch auch bei ihm bin ich mir sicher, dass es seine Krankheit besiegen wird. Auch wenn es noch sehr klein ist, ist es ein lustiges, lebhaftes Kerlchen. Und was das Schmusen angeht, schlägt es alle Rekorde.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass sich der Einsatz gelohnt hat. Die schönen Babies haben eine Chance bekommen und genutzt. Sie haben gekämpft, denn sie wollten leben. Gott sei Dank haben wir nicht auf den Tierarzt gehört, der sie einschläfern wollte. Wir alle haben gespürt, dass es zu früh für den Katzenhimmel war. Sie sollten ihre Chance bekommen. Und etwas spürt man bei diesen kleinen Lebewesen. Sie wissen es genau. Und sie zeigen ihre Dankbarkeit jeden Tag durch ein liebevolles Wesen und ausgiebiges Schnurren.
25.08.2008   Die Villa Emsy ist bewohnt
Tüpfli 
Seit letzten Montag wohnen drei kleine Katzenkinder in meinem Bürozimmer. Sie schlafen in der Villa Emsy und finden es super. Die Schnurrlivermittlung hatte ein kleines Problem. Drei total verwahrloste und kranke Büsis mussten vorübergehend abgesondert werden, doch es gab keinen Platz dort für die noch ungeimpften Babies. Der Tierarzt wollte die wunderschönen,
 Sugar
Katzenkinder einschläfern, obwohl der Leukosetest klar negativ ausfiel. Zwei sind vollkommen weiss, das kleinste Kätzchen hat ein paar schwarze Flecken. Das mittlere hat sogar stahlblaue Augen (Bild Mitte - Whity) und wird diese auch so behalten. Nein, Einschläfern, das konnten wir nicht zulassen. Ich fuhr nach Luzern und holte die Babies zu mir. Sie
Whity 
waren tatsächlich in einem bedenklichen Zustand. Es waren nicht einmal unbedingt der leichte Schnuppen oder die verbrannten Ohren, die bedenklich waren. Sie wurden förmlich aufgefressen von Ohrmilben. So etwas habe ich noch nie gesehen. Die Ohrmuscheln waren randvoll mit schwarzem Schmalz, der aus toten Ohrmilben besteht - igitt. Wenn ich daran denke, wie so etwas beisst. Und trotz allem Elend waren sie extrem verschmust und anhänglich. Irgendwie hatten sie gespürt, dass sie nun eine letzte Chance bekamen. Sie danken es mir jeden Tag, indem sie sich fest an mich drücken und mir in die Ohren schnurren.

So schnell gebe ich nicht auf. Sie bekommen nun Medikamente und viel Liebe. Gott sei Dank haben sie weder Durchfall noch leiden sie an Appetittlosigkeit. Nein, ganz im Gegenteil. Sie fressen mir das Haar vom Kopf, aboslut unersättlich. Innert einer Woche hat sich das grösste der drei Katzen zu einem wunderschönen, gesunden Kater entwickelt (Bild oben rechts - Sugar). Er dufte gestern in eine neue Familie in unserer Nachbarschaft umziehen, wo er viel Liebe und ein wunderschönes Zuhause mit Freigang bekommt. Für mich hat es den Vorteil, dass ich ihn besuchen kann, auch wenn er nicht mehr bei mir wohnt.

Auch die anderen beiden Pflegekinder sind auf dem Weg der Besserung. Der Schnuppen hat etwas nachgelassen und die deformierten, sonnenverbrannten Ohren bekommen langsam wieder Fell. Ich bin absolut zuversichtlich, dass auch die beiden kleineren Katzenbabies bald wieder fit sind. Sie spielen fast ununterbrochen und fressen ohne Probleme alles, was man ihnen hinstellt. Die Waage freut sich über das kleine Duo, denn sie nehmen jeden Tag 40g zu.

Natürlich sind sie nur vorübergehend bei mir. Sobald sie vollkommen gesund sind, werden sie geimpft und über die Schnurrlivermittlung in eine Familie vermittelt, wo sie es schön haben werden. Doch bis dahin darf ich mich noch an und mit ihnen freuen.
30.07.2008   Chiara, ein kleines Luder
Im Moment ist es draussen sehr drückend. Dies merken auch meine Katzen. Am liebsten verbringen sie die heissen Tage im Park neben unserem Garten. Dort gibt es hohe Bäume und viel Schatten. Zudem sind dort nur wenige Kinder, sodass man ungestört ein Nickerchen machen kann.
Doch für Chiara war das zu langweilig. Sie hatte einen netten jungen Kater kennengelernt und zog mit ihm durch die Nachbarschaft. Ich habe sie schon vor zwei Wochen mit ihm gesehen und mich gefragt, woher er denn komme. Bis jetzt kannte ich ihn nicht. Es wäre alles okay, wenn Chiara mit ihm in der Nähe bliebe. Doch leider tut sie das nicht. So ist das halt, wenn man verliebt ist. Dann vergisst man Vieles, was im Leben eigentlich wichtig wäre.
Gestern nun standen zwei besorgte Personen vor meiner Wohnung und fragten nach, ob die einäugige Katze wohl zu mir gehöre? Ich staunte nicht schlecht, als man mir erzählte, dass Chiara seit ein paar Tagen jeden Morgen um halb Sieben und am Abend um halb Neun auf der anderen Strassenseite sitzt und mit ihrem einzigen Auge traurig in die Welt schaut. Das Paar ist natürlich davon aus gegangen, dass Chiara ein armes, ausgesetztes Wesen ist und nirgendwo Futter findet. Gerade jetzt, wo ja Sommerferien sind, werden viele Katzen ausgesetzt. Auch Chiara hätte eines dieser armen Kätzchen sein können. Deshalb hat man sich ihrer erbarmt und eine Futterstelle eingerichtet. Chiara, das kleine Luder, hat das Angebot dankend angenommen. Tragisch daran ist ja nicht, dass sie doppelt frisst, sondern dass sie deswegen die Hauptstrasse überquert.
Ich musste ihr mal kurz die Leviten lesen, denn so geht das ja nicht. Die Leute haben sich echt Sorgen gemacht und in der halben Welt rumtelefoniert, um herauszufinden, ob irgendwo eine einäugige Katze vermisst wird. Leider haben sie viel zu weit gesucht. Die Tierärztin in unserem Dorf hätte Chiara bestimmt gekannt. Zudem trägt sie ja einen Chip unter der Haut. Aber nichts desto trotz. Sie haben sich echt eingesetzt für unser kleines Biestchen.
Noch während wir miteinander diskutiert hatten, sass Chiara vor meinem Garten und hat uns nur schelmisch beobachtet. So ein kleines Luder! Erst daheim fressen und dann auf der anderen Strassenseite die Nachspeise einnehmen. Doch damit ist nun endgültig fertig, denn die Hauptstrasse überqueren ist viel zu gefährlich. Diese Strasse hat schon manches Katzenleben gekostet.
Die Leute haben es gut gemeint mit Chiara. Ich kann ihnen nicht mal böse sein deswegen. Trotzdem hoffe ich, dass sie Chiara künftig wegschicken. Vielleicht gewöhnt sie sich dann schnell wieder daran, dass ihr Futter am Rosenweg steht und nicht auf der gegenüberliegenden Strassenseite.
09.07.2008   Feriengast im Katzenhaus
Nemea 
Seit etwas mehr als 14 Tagen wohnt ein Feriengast bei uns. Nemea, eine wunderschöne Halblanghaar-Katzendame wird für ein Jahr bei uns zu Gast sein. Ihr Frauchen musste im Rahmen ihrer Ausbildung für ein Jahr nach Amerika, um dort ihre Sprachkenntnisse zu perfektionieren. Es wäre für die Katze eine Zumutung gewesen, im Tierheim zu landen oder daheim ohne Menschenbezug versorgt zu werden.
Also durfte Nemea bei uns einziehen. Manchmal ist es gar nicht so leicht, eine neue Katze in die Gruppe einzugliedern. Doch bei Nemea war das erstaunlicherweise überhaupt kein Problem. Sie störte sich überhaupt nicht daran, dass da noch mehr Fellnasen durch die Gegend huschten. Nein, ganz im Gegenteil. Sie genoss es, dass sie nicht allein sein musste.
Weniger toll fand sie die geschlossene Tür zum Garten. Sie durfte die erste Zeit nicht nach draussen, denn sie musste sich ja erst an die neue Umgebung gewöhnen. Und dass ihr das nicht gefiel, zeigte sie uns jede Nacht mit Gebrüll. Letzten Samstag - endlich - war es so weit. Sie durfte den ersten Rundgang durch den Garten machen. Dieser erste Ausgang ist immer ein Risiko. Es gibt Katzen, die nehmen die Gelegenheit wahr und schleichen sich davon. Doch auch hier hat sich Nemea von der besten Seite gezeigt. Sie fand es äusserst spannend, auch das hinterste und letzte Gräschen zu beschnuppern. Es gefällt ihr bei uns, das ist offensichtlich. Sie dankte es uns, in dem sie sich vorbildlich verhält und nach ihren ausgiebigen Rundgängen durch die Natur brav wieder nach Hause kommt.
Endlich können wir die Türe zum Garten wieder offen lassen. Gerade in den letzten Tagen, als es so heiss war, haben wir mit Nemea gelitten. Wir mussten Fenster und Türen zu behalten, obwohl der Thermometer Höchstgrade anzeigte. Doch jetzt ist alles wieder okay und wir freuen uns über die kleine, sanfte und wunderschöne Nemea.
11.06.2008   Katzenbabies, einfach süss
nachts sind alle Katzen grau 
Dana im 7. Himmel 
Eine Bekannte von mir hat vor einigen Monaten eine Katze aufgenommen, die ständig um ihr Haus herumstreunte. Sie gehörte niemandem, denn auf ihre Fundmeldung hatte sich wochenlang niemand gemeldet.
Die schöne Schwarze hat ihr Ende März ein schönes Geschenk beschert - zauberhafte Katzenbabies. Doren, Dana und ich sind die kleine Familie vor zwei Wochen besuchen gegangen. Es war ein wunderschöner Nachmittag. Wir haben es genossen, mit den Kätzchen zu spielen. Die Mama, selbst noch fast ein Baby, war froh, dass sie sich für einen Moment nicht um ihren Nachwuchs kümmern musste. Dennoch blieb sie in
 so viele streichelnde Hände
unserer Nähe und hat uns gut beobachtet. Sie wollte genau wissen, dass wir mit ihrem Nachwuchs gut umgehen. Das Bild hier rechts sagt mehr als Tausend Worte. Viele Hände und Streicheleinheiten! Die Mädels konnten nicht genug davon bekommen und die Katzenbabies waren am Abend vollkommen geschafft. So viele Hände hatten sie noch nie erlebt.
Der Nachmittag war viel zu kurz. Wenn es nach Dana und Doren gegangen wäre, hätten alle Drei bei uns einziehen dürfen. Aber dafür waren die Babies noch viel zu klein. Auch sind alle drei Katzenkinder Kater. Mein Kater Miezi hätte keine Freude gehabt, wenn ein weiterer Kater zu uns gekommen wäre. Er ist schliesslich hier Kater und Chef im Haus und braucht keinen Nebenbuhler an seiner Seite. Zudem darf einer der schwarzen Kater Mitte Juli bei einer Arbeitskollegin von mir einziehen. Sie und ihre Tochter freuen sich schon riesig auf den kleinen, schwarzen Kerl.
Doch etwas vom Katzennachmittag ist in meinem Kopf hängen geblieben. Die kleine Familie darf ihre Geschichte in meinem nächsten Buch (das übrigens bereits in Arbeit ist) erzählen. Deshalb will ich hier gar nicht mehr erzählen. Noch wollen wir nicht zu viel preisgeben.
25.05.2008   Frühlingsgefühle
Seit die ersten Frühlingsboten ihre Köpfe aus der Erde gesteckt haben, ist Micky nicht mehr zu halten. Vor einem Jahr war sie noch eine schreckhafte, verängstigte Katze, die beim geringsten Laut oder Windstoss panisch wurde. Was ein Jahr alles ausmachen kann. Micky ist im siebten Himmel. Sie geniesst heute all das, was sie jahrelang
 Micky ist glücklich
nicht hatte - der Duft der grossen, weiten Welt. Ihr Lieblingsplatz ist draussen, auf dem gedeckten Sitzplatz, hoch oben auf dem Kratzbaum. Von dort hat sie den Ueberblick und kann alles beobachten, was im Frühling so passiert. Sie hört die Vögel zwitschern und beobachtet die anderen Katzen, die (leider) auch manchmal den Vögeln nachrennen. Auch hat sie entdeckt, dass es bei uns zwei Katzentüren gibt, eine, die zum Eingang hinaus führt und eine in den Garten. Auch hat sie erkannt, dass man bei uns zur einen Türe raus, um die Wohnung laufen und zur anderen Türe wieder rein kann. Und dieses Rundstreckenrennen ist ihr neustes Fitness-Programm.

Wer Micky vor einem Jahr gekannt hat, kann sich gar nicht mehr vorstellen, dass wir hier das gleiche Tier vor uns haben. Man muss sie nur anschauen und erkennt sofort, dass es ihr gut geht und dass sie glücklich ist. Auch hat sie innerhalb der letzten 12 Monate etwas Speck angefressen, doch hat sie das einfach gebraucht. Als sie zu uns kam, war sie nur Haut und Knochen, denn mit den faulen Zähnen konnte sie ja kaum mehr fressen. Zudem musste sie ununterbrochen Zahnschmerzen gehabt haben. Heute ist das alles vorbei. Sie geniesst jeden Tag bei uns und wir freuen uns mit ihr, dass es ihr so gut geht.

Vor ein paar Tagen hat Micky Besuch bekommen. Die Tante ihres ehemaligen Besitzers kam vorbei und brachte eine riesengrosse Kiste voller Leckereien mit. Nicht nur Micky freute sich über den Besuch, nein, wir alle waren froh, dass Micky auch heute noch - nach eineinhalb Jahren - das Interesse ihrer ehemaligen Familie weckt. Sie weiss nun, dass bei ihr "aus den Augen, aus dem Sinn" nicht gilt. Micky freut sich über jeden Besuch und ist stolz darauf, dass man sich über ihre positive Entwicklung freut. Auch schauen alle anderen Samtpfoten beim Vorbeigehen in die grosse Kiste und freuen sich darauf, Abwechslung im Ernährungsplan bekommen zu haben.
30.04.2008   Die wahre Geschichte: Jahrelange Irrfahrt
Ausgabe Mai 2008 
Europas grösstes Tiermagazin "Ein Herz für Tiere" hat im Maiheft Micios Geschichte aus meinem 5. Buch "Die Nase im Wind" veröffentlicht. Im Magazin vom Mai 2008 ist sie unter der Rubrik "Wahre Geschichten" abgedruckt. Wir freuen uns sehr, dass nun viele Tierfreunde in den Genuss dieser tatsächlich wahren Geschichte kommen. Nebst der Tatsache, dass es Micio wirklich gibt und seine Reise unglaublich war, soll diese Story auch die Leute darauf hinweisen, dass Baustellen und Autos für viele Katzen eine echte Gefahr darstellen. Immer wieder steigen Tiere in offene Autotüren ein oder gelangen über Schiebefenster und Cabriolets ins Innere des Wagens. Auch Umzugswagen, die oft mit Wolldecken beladen sind, laden zum Rumturnen ein. Besonders gefährlich sind Lastwagen, die be- und nicht entladen werden. Sobald der Wagen voll ist, werden die Türen geschlossen und eine rumstreunende Katze hat keine Chance mehr, nach draussen zu gelangen. Die Fahrer merken oft nicht einmal, dass sie einen blinden Passagier mitführen. Das eingesperrte Tier fährt dann ungewollt mit und landet zum Teil Hunderte Kilometer entfernt. Viele von ihnen finden den Heimweg nie mehr. Wer Glück hat, wird von irgend einem lieben Menschen gefunden und betreut. Und falls dieser Mensch auch noch ein gutes Herz hat, versucht er mit viel Elan, die Besitzer zu finden. Ein Chip kann hier Wunder wirken. Dank diesem Metallstückchen sind schon viele Tiere wieder daheim gelandet. Andere irren umher und wünschen sich nichts mehr, als wieder daheim zu sein. Sie bereuen ihre Neugier und würden nie mehr in ein offenes Auto steigen.
Micio hatte enormes Glück. Es ist kaum zu glauben, dass er nach fast sieben Jahren wieder nach Hause durfte.
11.04.2008   Auf Regen folgt Sonnenschein oder ein unverhofftes Wiedersehen!
Beauty hat nicht schlecht gestaunt, als Erich Lauber, der Tierschutzbeauftragte unserer Region, plötzlich in unserer Wohnung stand. Irgendwoher kannte sie diesen Mann doch? Ja, er hatte sie und ihre Geschwister im Sommer 2006 aufgefunden, als sie im Pausenhof des Schulareals umher irrten und nach ihrer Mutter suchten. Ausgesetzt hatte man sie, abgeschoben und allein gelassen. Er hatte die
 Ach wie schön es hier ist
Katzenbabies mitgenommen und ins Tierheim gebracht. Dort habe ich Beauty das ersta Mal gesehen. Dies war vor vielen Monaten. In der Zwischenzeit ist aus dem Baby Beauty eine langhaarige Schönheit geworden.
Da stand er nun und konnte selber sehen, wie aus der kleinen Maus eine grosse, stolze Katze geworden ist. Er musste erneut feststellen, dass sie ihren Namen zurecht trägt. Sie blieb allerdings leicht auf Distanz, denn beim letzten Treffen hatte er sie ja mitgenommen und weggebracht. Das wollte sie bestimmt nicht. Also musste sie mal erst schauen, was der Mann denn hier wollte. Nein, davor musste sie jetzt keine Angst haben, ganz im Gegenteil. Er war froh, dass es Beauty so gut ging und dass sie bei uns in einer glücklichen Familie leben kann. Er hatte grosse Freude an unserer Katzenfamilie und hat als Dank sogar einen wunderschönen Eintrag im Gästebuch hinterlassen.
Danke, Herr Lauber, Ihr Lob ehrt uns und bestätigt, dass wir es richtig machen.
25.03.2008   Trauer ohne Ende
wahre Liebe 
Ich kann ihr fast nicht in ihr einziges Auge schauen. Chiara ist auf der Suche nach ihrer Schwester Alena. Sie wandert von einem Fenster zum nächsten und schaut in den Garten. Sie ist sehr unruhig. Wo bleibt Alena denn? Was ist mit ihr passiert?

Chiara weiss es nicht und wird es auch nie erfahren! Alena war seit etwa 10 Tagen sehr unruhig. Sie blieb oft weg, kam aber auf jede Mahlzeit heim. Durch Zufall habe ich erfahren, dass sie zum Reitstall geht, der etwa 300 Meter entfernt liegt. Allerdings hat man mir auch gesagt, dass sie vorbildlich auf den Verkehr achtet, wenn sie die kleine Nebenstrasse überquert. Also habe ich mir erstmal keine Sorgen gamacht.

 klein und hübsch
Am Samstagabend war meine Familie bei mir. Wir haben den Katzen zugeschaut, wie sie kamen und gingen. Auch Alena kam aufs Nachtessen heim. Sie blieb nur kurz, dann verschwand sie wieder. Ich schaute ihr zu, wie sie sich auf den Weg zum Park machte. Dahinter liegt der besagte Pferdehof. Seither habe ich sie nicht mehr gesehen. Da sie regelmässig nach Hause kam und zudem noch Vollmond war, machte ich mir am Sonntag grosse Sorgen. Dennoch hoffte ich, dass sie doch noch nach Hause käme. Als dies am Montag nicht der Fall war, ging ich sie suchen. Ich fand sie aber nicht sofort.

Eine Nachbarin hatte sie dann entdeckt und mir die traurige Nachricht überbracht. Hinter den Pferdeställen führt die Autobahn Richtung Basel. Zwischen Reiterhof und Autobahn gibt es Beton-Schallschutzwände. Dort wurden vor kurzer Zeit die Sträucher und Bäume geschnitten. Dabei wurde der Boden gelockert, so dass unter den Betonwänden ein kleiner Durchschlupf entstanden war. Dieses kleine
schöne Alena 
Loch wurde Alena zum Verhängnis. Ihre Neugier war zu gross. Sie musste sich durch die kleine Nische gedrückt haben. Wir haben sie gefunden. Sie lag am Bord der Autobahn als schliefe sie. Aeusserlich waren keine Wunden zu erkennen, wahrscheinlich wurde sie so angefahren, dass ihr Genick gebrochen war. Auch wenn uns ihr Tod sehr traurig macht, sind wir froh, dass sie mindestens einen Sekundentod erlitten hat.

Es ist uns unbegreiflich, wieso Alena so weit weg gegangen war. Seit sie bei uns lebt, war sie immer daheim oder mindestens im Garten oder Park. Der Reiterhof liegt eigentlich weit ausserhalb des Revieres, in dem sich meine Katzen aufhalten. Von daheim zur Autobahn sind es gut 500 m. Was hat sie nur dorthin gezogen? Wir wissen es nicht. In Alena ist eine Unruhe gewachsen, die wir nicht nachvollziehen können.

Alena durfte nicht mal zwei Jahre alt werden. Sie hatte als Baby schon mal mit dem Tod gerungen und den Kampf gewonnen. Nun hat sie ihn verloren. Vor einem Monat haben wir die kleine Cindy verloren, nun ist auch Alena nicht mehr bei uns. Die Fahnen im Katzenhaus hängen auf Halbmast. Die Trauer frisst uns fast auf. Schon wieder haben wir eine Freundin verloren. Wir finden keine Worte mehr, sind starr vor Trauer.
07.03.2008   Stress pur
Da liest man in letzter Zeit in allen Zeitungen, dass sich in der Region Basel ein Katzenmörder rumtreibt. In Arisdorf sind etliche Katzen verschwunden. Vor einigen Tagen wurden in Biel-Benken Katzen erschossen. Ein paar konnten sich schwerverletzt nach Hause schleppen. Trotzdem kam für einige jede Hilfe zu spät. All diese Berichte haben mich hellhörig gemacht. Ich verstehe nicht, wieso jemand unschuldige Tiere umbringt.
Und dann komme ich nach der Gesangsprobe nach Hause und treffe zwar all meine Tiere hungrig an, doch Giny fehlt. Das fand ich bereits sehr komisch, denn Giny ist normalerweise die Erste, die mich lautstark begrüsst und sich gleich an mich hängt, um zu schmusen. Sie hat auch den grössten Hunger von allen. Doch sie war nicht da. Auch als ich sie gerufen habe, ist nichts passiert. Ich habe dann erst mal die Katzenfamilie gefüttert und gewartet. Sicher würde die kleine Graue noch auftauchen - nichts ist passiert. Daraufhin habe ich alle angerufen, die Giny evt. gesehen haben. Ich habe erfahren, dass sie um 17 Uhr noch hier war. Mir gingen etliche Gedanken durch den Kopf. Giny ist derart zutraulich, dass man sie problemlos hätte mitnehmen können. Sie trägt weder ein Halsband noch ist sie gechippt. Draussen war es kalt und dunkel und schon tiefe Nacht. Ich habe mich mit der Taschenlampe auf den Weg gemacht und jedes Gebüsch untersucht. Ob der Nachbarshund wohl Giny attackiert hatte? Im Nachbarsgarten war nichts zu sehen. Ob sie wohl in die Einstellhalle gegangen ist und nun eingesperrt ist? In der Einstellhalle war keine Katze zu finden. Wie sieht es aus mit dem Vorkellerraum oder dem Veloraum? Leer, leer und nochmals leer.
Nun war mir der Hunger vergangen. Ich wollte noch etwas arbeiten, doch war meine Konzentration weg. Wo ist Giny? Das konnte doch nicht sein, dass ich nun auch noch Giny verliere. Ich wurde fast verrückt, habe mir die schlimmsten Szenarien ausgemalt.
Dann endlich - 22.30 Uhr - hörte ich die Katzentüre. Diese hatte ich im Verlaufe des Abends schon mehrfach gehört. Immer wieder standen entweder Smokie, Beauty oder Alena vor mir. Doch jetzt kam keine Katze ins Wohnzimmer. Ich stand auf und ging in die Küche. Dort hockte Giny und frass was das Zeug hält. Igitt, sie war von oben bis unten voller Harz. Ihr langes Fell war richtiggehend einbalsamiert mit dem klebrigen Zeug. Nun wusste ich, was wahrscheinlich passiert war. Entweder war sie vor einem bösen Hund oder Kater auf einen Baum geflüchtet und musste ausharren bis der Feind weg war. Oder sie hatte wieder mal Vögel gejagd und ist ihnen auf die Fichte gefolgt. Dabei musste sie sich aber hin- und hergerollt haben, denn der Harz war überall zu finden.
Heute nun habe ich sie gebürstet und gestriegelt. Es blieb mir nichts anderes übrig, als ihr die verklebten Stellen herauszuschneiden. Sie hat ja noch vorwiegend ihr Babyfell, welches ja eh noch etwas struppig aussieht. Ich hoffe, sie hat etwas gelernt - Vögel sind ein Tabu.
21.02.2008   Trauer im Katzenhaus
bye-bye kleine Maus 
Heute mussten wir Abschied nehmen von unserer kleinen Maus Cindy. Sie durfte nur vier Monate alt werden. Auch wenn wir uns so viel Mühe gegeben haben, um sie zu zähmen und ihr zu zeigen, wie sehr wir sie lieben, hat die Natur es nicht gut mit ihr gemeint. Die tückische Krankheit FIP hat wieder einmal gesiegt. Cindy war nicht mehr zu retten. Ihre Lunge war bereits angegriffen, ihr Bauch schon voller Wasser. Sie konnte in den letzten Tagen kaum mehr atmen, röchelte bereits stark. Zwar konnten starke Medikamente das Fieber etwas runterdrücken, doch frass sie nicht mehr. Sie war nur noch Haut und Knochen. Trotzdem hat sie gekämpft und der Krankheit getrotzt. Heute stand nun fest, dass sie vergebens kämpft. Sie wäre erstickt, wenn wir sie nicht erlöst hätten.
Auch wenn es mir das Herz bricht, musste ich sie freigegeben und zur Regenbogenbrücke schicken. Nach zahlreichen, wunderbaren, wolkenlosen Tagen hat es gestern angefangen zu regnen. Ich habe den Wink vom Himmel verstanden. Emsy hat uns einen traurigen Gruss geschickt und mir gesagt, ich solle das kleine Kätzchen nicht mehr
 Cindy schon sehr schwach
länger quälen. Ich hoffe, Emsy hat mein Flehen erhört und wird sich um das kleine, zauberhafte Wesen kümmern. Jaja, für manche ist die Sage mit der Regenbogenbrücke Blödsinn, nicht aber für mich. Ich glaube fest daran, dass Menschen, die gut zu Tieren sind, eines Tages mit Tieren leben werden. Wo das sein wird, weiss niemand. Wieso sollte es dann nicht einfach hinter der Regenbogenbrücke sein? Jeder glaubt auf seine Weise und muss Geschehnisse so verarbeiten, dass er damit leben kann. Ich finde die Vorstellung sehr schön, dass es Tiere im Katzenhimmel gibt, die Neuankömmlinge aufnehmen und betreuen. Wir betreuen die Tiere, so lange sie auf der Erde sind. Und die verstorbenen Katzen kümmern sich darum, wenn wir sie loslassen müssen. Irdendwie müssen wir damit leben können, dass wir das verlieren, was wir lieben.
Mit jedem Tier, das stirbt, vor allem wenn es so jung ist wie die kleine, süsse Cindy, stirbt auch ein Teil von mir. Es ist, als breche mein Herz auseinander. Wie kann die Natur nur so brutal sein und ein kleines Kätzchen im Kindesalter mit einer solch schlimmen Krankheit strafen? Natürlich leben wir weiter und wissen, dass zum Leben auch Abschied nehmen gehört. Doch die Wunden bleiben und reissen mit jedem Lebewesen, das geht, erneut auf. Mein Herz hat schon viele, viele Wunden. Auch wenn die Narben nicht mehr jeden Tag brennen, sind sie vorhanden. Sie schwächen mich. Besonders in den letzten zwei Jahren haben sie immer wieder geblutet. Ich denke da an Emsy, Simba jun., Trovi, vor kurzem Cameo und jetzt auch Cindy. Währenddem ihre Schmerzen gestillt sind, werden meine von Minute zu Minute stärker.
Seit November bin ich selber stark angeschlagen. Es ist deshalb auch nicht erstaunlich, dass ich innert kurzer Zeit gleich zwei Mal krank geworden bin. Auch wenn ich wieder "auf den Beinen" bin, huste und keuche ich noch vor mich hin. Und heute nun der grosse Schock - Cindy ist unheilbar krank und muss erlöst werden.
Ich weiss, wir dürfen ein Kätzchen nicht leiden lassen, nur weil wir es derart lieben. Ja, Liebe heisst auch Loslassen - ein schöner Satz. Doch wer loslassen muss, der kennt den Schmerz des Verlustes. Und wenn Loslassen noch heisst, ein so junges Leben zu beenden, dann ist die Sache noch viel, viel schlimmer.
Cindy und Giny haben sich geliebt 
Meine anderen Katzen haben es gewusst. Ich habe Cindy in den Transportkorb gesetzt und aufs Sofa gestellt. Als ich kurze Zeit später ins Wohnzimmer zurückgekehrt bin, sind alle meine Katzen um den Transportkorb herum gesessen. In den letzten Tagen haben sie Cindy gemieden. Sie haben gespürt, dass es der Kleinen nicht gut geht. Und dann die Versammlung um den Transportkorb. Es war einfach unglaublich. Sie haben sich von ihrer kleinen Schwester verabschiedet, mit einem lautlosen Schnurren. Dabei sassen sie einfach da und haben durch die Maschen der Boxe geschaut. Es war, als wollten sie ihr Lebewohl sagen.
Ich sage meinem Schätzchen auch Lebewohl. Sie war ein süsses Ding, erst schüchtern, dann frech und laut. Als ich sie bekam, konnte sie nicht mal miauen, hat nur vor sich her gepiepst wie ein kleines Vögelchen. Giny hat sich mit ihr angefreundet und beide Kätzchen waren glücklich zusammen rumzutoben. Als es Cindy schlechter ging, hat sich Giny etwas distanziert. Sie ist ja älter und somit auch stärker. Sie wusste genau, dass sie Cindy weh tun würde mit ihren dicken, grossen Pfoten. Manchmal hat sie ihr noch die Ohren geputzt, als wolle sie ihre kleine Schwester liebkosen. Für Giny wird es genau so schwer wie für mich. Doch wir müssen stark sein. Wir hatten keine Wahl. Sie hat uns so viel Vertrauen geschenkt und mich jeden Morgen lauthals begrüsst. Wir waren es ihr schuldig, dass sie in Würde gehen durfte.


Leih' mir ein kleines Kätzchen

Ich will dir ein kleines Kätzchen für eine Weile leihen, hat Gott gesagt.
Damit du es lieben kannst, solange es lebt und trauern, wenn es tot ist.

Vielleicht für zwölf oder vierzehn Jahre, vielleicht auch zwei oder drei.
Wirst du darauf aufpassen, für mich, bis ich es zurückrufe?

Sie wird dich bezaubern um dich zu erfreuen und sollte ihr Bleiben nur kurz sein,
du hast immer die Erinnerungen um dich zu trösten.

Ich kann dir nicht versprechen, dass sie bleiben wird weil alles von der Erde zurückkehren muss,
aber es gibt eine Aufgabe, die dieses Kätzchen lernen muss.

Ich habe auf der ganzen Welt nach dem richtigen Lehrer gesucht.
Und von allen Leuten, die die Erde bevölkern, hab ich dich auserwählt.

Willst du ihr alle deine Liebe geben und nicht denken, dass deine Arbeit umsonst war?
Und mich auch nicht hassen, wenn ich das Kätzchen zu mir heim hole?

Mein Herz antwortete: mein Herr, dies soll geschehen.
Für all die Freuden, die dieses Kätzchen bringt werde ich das Risiko der Trauer eingehen.

Wir werden sie mit Zärtlichkeit beschützen und sie lieben, solange wir dürfen.
Und für das Glück, das wir erfahren durften, werden wir für immer dankbar sein.

Aber solltest du sie früher zurückrufen, viel früher, als geplant werden wir die
tiefe Trauer meistern und versuchen, zu verstehen.

Wenn wir es mit unserer Liebe geschafft haben deine Wünsche zu erfüllen
in Erinnerung an ihre süsse Liebe. Bitte hilf uns in unserer Trauer.

Wenn unser geliebtes Kätzchen diese Welt voll von Spannung und Zwietracht verlässt,
schicke uns doch bitte eine andere bedürftige Seele, um sie ihr Leben lang zu lieben.
15.02.2008   Fast wieder gesund
Es hat nicht nur Cindy mit Grippe erwischt. Vor einer Woche hat es auch mich ins Bett gelegt. Obwohl ich mich in zwei dicke Decken eingewickelt habe und fünf meiner pelzigen Stubentiger auf mir rumlagen, hatte ich immer noch Schüttelfrost. Drei Tage lang lag ich vollkommen flach. Aufgestanden bin ich nur, um die Tiere zu versorgen. Die kleinste Aufgabe hat mich komplett geschafft. Dazu kam ein gigantischer Husten, der bis heute noch nicht ganz abgeklungen ist.
Meine Katzen fanden es zwar sehr faszinierend, dass sie den lieben langen Tag auf mir rumturnen konnten. Manchmal schauten sie mich auch mit fragendem Blick an, als wollten sie wissen "Warum um Gotteswillen liegst du denn drinnen rum, wenn draussen Sommerwetter ist?" Von mir bekamen sie jedenfalls keine Antwort. Ich schlief mehr oder weniger 48 Stunden am Stück. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, dicker Hals waren die Folge. Nein, lustig war das nicht mehr. Endlich, am Mittwoch, ging auch das Fieber etwas runter und ich wurde allmählich wieder munter.
Nun sitzen wir beide - Cindy und ich - als rekonvaleszente Patienten beieinander und hüsteln bzw. schnupfen vor uns hin. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir anfangs nächster Woche wieder fit sind. Bei Cindy spürt (vorallem hört man) den Fortschritt schon sehr gut. Was früher noch ein leises Zirpen war, ist heute ein lautes Gebrüll geworden. Damit sie mindestens etwas zu sich nimmt, habe ich ihr in den letzten Tagen besonders leckeres Futter hin gestellt. Und nun meint sie, das sei auch in Zukunft so. Und wehe, das ist nicht so. Whow, die kleine Lady hat aber ein Kreischorgan. Und von der Ausdauer wollen wir schon gar nicht reden. Sie brüllt so laut und lange, bis ich es nicht mehr aushalte und in die Küche gehe und wieder mal etwas besonders Leckeres aussuche. Einmal mehr hat es sich gezeigt, dass auch das kleinste Kätzchen einen grossen Dickschädel haben kann.
Sie ist übrigens sehr zutraulich geworden, lässt sich hochnehmen, streicheln und Tabletten geben (sofern sie das auch will). Ihr struppiges, krankes Fell hat sich langsam erholt. Noch ist sie zwar etwas dünn, doch mit dem Atmen geht es schon viel besser. Bald wird sie die Grippe überstanden haben und wieder mit Giny und den anderen Katzen durch den Garten toben.
08.02.2008   Mein Gästebuch
Mein Gästebuch freut sich über jeden Eintrag.
08.02.2008   Ich muss das Körbchen hüten
Cindy ist krank. Sie liegt den ganzen Tag in ihrem Körbchen mit tränenden Augen, einer verstopften Nase und Fieber. Es geht ihr so elend, dass sie nicht mal mehr mit Giny durchs Zimmer toben will. Trotzdem hat sie sich gestern über den Mittag, als die Sonne hinter den Wolken hervor kam, auf den Sitzplatz begeben. Dort rollte sie sich erst mal über die warmen Bodenplatten. Dann setzte sie sich hin wie eine Statue und liess die warmen Sonnenstrahlen auf ihren Pelz scheinen. Ich hoffe sehr, dass die Medikamente bald Wirkung zeigen und es mit der kleinen Schwarzweissen bald wieder aufwärts geht. Sie ist trotzdem sehr tapfer und schluckt die Tabletten ohne Knurren. Ich kann sehr gut mitfühlen, wie schlecht es dem Katzenbaby gehen muss, hatte ich vor wenigen Wochen auch eine heftige Grippe. Wir drücken die Daumen und hoffen, dass die Süsse schon bald wieder ein wildes Bündel sein wird.
Auch wenn diese Grippe für ein kleines Kätzchen eine Tortur ist, hat die Sache doch noch einen positiven Aspekt. Sie ist so schlaff, dass sie sich überhaupt nicht wehrt, wenn man sie auf den Arm nimmt und streichelt. Wer weiss, vielleicht entwickelt sie sich bis zur Genesung noch zum Schmusekätzchen.
13.01.2008   Ein Lichtblick
Es ist kaum zu glauben! Cindy und Giny lagen auf meinem Bett, eng umschlungen, und haben geschlafen. Ich habe mich daneben gesetzt und Giny gestreichelt. Dann habe ich mich Cindy genähert, um auch sie zu streicheln. Kaum zu glauben - sie ist nicht abgehauen. Sie hat sich der Länge nach hin gelegt und hat mir den Bauch zum Streicheln hingehalten. Sie hat es richtiggehend genossen, dass ich sie von oben bis unten liebkost habe. Welch Lichtblick! Anscheinend hat sie gemerkt, dass diese Berührungen gut tun und nicht böse gemeint sind.
12.01.2008   Kleine Verbesserung
Langsam geht es aufwärts. Cindy taut allmählich auf. Zwar ist es noch immer schwierig, sie hochzuheben, doch bleibt sie mindestens sitzen, wenn man sich ihr nähert. Sobald Giny erscheint, ist die Welt in Ordnung. Dann toben die beiden Katzenkinder wild durch das Wohnzimmer. Giny kennt die Katzentüre und verschwindet regelmässig in den Garten. Dann setzt sich Cindy vor die Türe und beobachtet das Treiben im Garten. Wie gerne wäre sie auch dort. Irgendwann darf sie das auch, doch erst muss sie zahm werden.
05.01.2008   Emsys Schwester?
Ich bin überzeugt davon, dass jeder Tod auch "neues Leben" heisst. Eben noch haben wir uns von Cameo verabschiedet und schon denke ich wieder an ein neues Kätzchen für Tatjanas Familie. Viele können das nicht verstehen, ich schon. Ich sehe Ferrari, der nach Cameo sucht. Wenn ich daran denke, dass die Familie über Weihnachten für zwei Wochen in Urlaub fährt und Ferrari allein daheim bleibt! Natürlich wird er von der grossen Tochter gefüttert, doch ersetzt das eben keinen Spielkameraden. Zu uns kann Ferrari schon lange nicht mehr kommen. Chiara bewacht den Eingang und lässt niemanden rein, auch Ferrari nicht.
In Nataschas Katzenvermittlung bin ich auf Cindy gestossen. Sie könnte Emsys Schwester sein, hat die exakt gleiche Farbzeichnung wie er sie hatte. Sie wartet noch auf eine Familie, bei der sie einziehen kann.
Cindy 
Also habe ich mich ins Auto gesetzt und bin hin gefahren. Da sass sie nun, schüchtern und verängstigt. Als sie mich mit ihren kleinen Kulleraugen angesehen hat, war es um mich geschehen. Ich nahm sie mit, wollte ihr in den nächsten zwei Wochen beibringen, dass man nicht so viel Angst haben musste. Bis zur Rückkehr von Tatjanas Familie wäre sie so weit gewesen, dass sie von mir dorthin umziehen könnte.
Leider hatte ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Cindys Angst war grösser als ich dachte. Zwar haben sie meine Katzen sofort ins Herz geschlossen, doch lässt sie sich bis heute noch nicht anfassen. Ihren Namen CINDY hat sie schnell angenommen. Auch das Wort GUDI hat sie bald zuordnen können. Doch nach wie vor verkriecht sie sich, wenn man ihr zu nahe kommt.
Mit dem Zähmen junger Katzen habe ich genug Erfahrung. Ich gebe nicht auf. Eines Tages wird sie auftauen und eine ganz normale Katze sein. Doch eines steht jetzt schon fest. Sie ist nicht das richtige Tier für Tatjana und ihre Familie. Dort muss eine Katze hin, die etwas robust ist und nicht vor jeder Bewegung Angst hat. Tja, so bleibt sie halt bei mir. Giny freut sich über den Neuzugang und tobt stundenlang mit der neuen Schwester rum.
15.12.2007   Wir trauern um unseren Freund Cameo
letzter Spaziergang durch den Park 
Caemo hatte sich ja, wie am 6.12.2007 erwähnt, wieder auf die Pfoten gemacht. Wahrscheinlich war er auf der Suche nach seinem Freund, dem dicken Roten, der mittlerweile nach seinem zweimonatigten Ausflug ja wieder daheim ist. Wir wissen nicht genau, was ihn schon wieder in die Ueberbauung auf der anderen Strassenseite gezogen hat, können nur Vermutungen anstellen. Als Cameo wieder nicht nach Hause kam, haben wir erneut Futter zur Futterstelle gebracht, um ihn mindestens zu verpflegen. Tatsächlich hat er es gerne angenommen. Jede Nacht kam er und hat sich den Bauch vollgeschlagen. Doch gesehen hat ihn niemand. Dafür war er zu clever. Er wusste genau, wenn er sich blicken lässt, fangen wir ihn wieder ein. Da er ja Wasser und Futter bekam, gab es keine Eile. Irgendwann würde er schon auftauchen und sich fangen lassen. Die Nächte waren eisig kalt, doch sicher hatte der kleine Rote einen Unterschlupf gefunden. Sonst wäre er bestimmt nach Hause gekommen. Sein neues Revier liegt kaum 150 Meter von daheim entfernt.
Doch dann kam der Schock. Eine Frau klingelte mich heute Morgen aus dem Bett. Sie hatte Cameo gefunden. Er lag überfahren neben der Hauptstrasse. Er hatte seine Freiheit mit dem Leben bezahlt. Wir alle stehen unter Schock. Cameo durfte nur neun Monate alt werden. Zwar hatte er das gefunden, was er gesucht hatte, die vollkommene Freiheit, doch wurde sie ihm zum Verhängnis.
 Ciao Cameo
Eben noch ging er mit uns durch den Park spazieren, lag auf unserem Schoss und hat geschnurrt. Und jetzt ist er im Katzenhimmel. Mit jedem Tier, das stirbt, stirbt auch ein Stück von uns. Manchmal ist das Leben hart und wir können nicht verstehen, wieso ein so junges Leben einfach ausgelöscht wird.
Lieber Cameo, du bleibst in unseren Herzen. Wir vermissen dich sehr und wünschten uns, du hättest auf uns gehört und dich von der Strasse fern gehalten. Such da oben im Katzenhimmel unsere Katzenfamilie - Emsy, Simba, Djamila, Fehja, Luska, Sina und all die Anderen. Sie werden sich um dich kümmern und dir zeigen, wo die schönsten Liegeplätze sind. Gib uns ein Zeichen, damit wir wissen, dass es dir gut geht. Lass einen Stern besonders hell leuchten. Wir werden ihm den Namen Cameo-Stern geben. Eines Tages werden wir uns wiedersehen. Dann gibt es keine gefährliche Strasse mehr und keine kalten Winternächte. Dann werden wir uns wieder in die Arme schliessen und einfach nur glücklich sein. Danke, dass du, wenn auch nur wenige Monate, unser Leben bereichert hast. Mach es gut, kleiner Freund. Ciao amigo.
10.12.2007   Band 5 ist aufgeschaltet
Ab sofort ist Band 5 hier online verfügbar. Schauen Sie rein.
07.12.2007   Neue Einträge
Haben Sie entdeckt, dass es zwei neue Rubriken auf meiner Homepage gibt? Ich werde sie in den nächten Tagen noch mit mehr Informationen füllen. Schauen Sie ruhig mal rein, es lohnt sich.
06.12.2007   auf und davon
Seit gestern Nacht ist Cameo wieder verschwunden. Sie ist bei Tatjana einfach abgehauen. Sie hat sich rausgezwängt und ist vom Balkon runtergeklettert. Zwar hat sie sich noch einen Tag um meine Wohnung rumgetrieben, doch dann war sie weg. Natürlich wissen wir nun, wo sie wahrscheinlich ist, doch hoffen wir dennoch, dass sie den Heimweg alleine findet. Eines steht nun sicher fest. Sie kennt den Weg. Beim ersten Verschwinden dachten wir, sie hätte sich verirrt. Jetzt glauben wir aber, dass sie ganz gezielt in die Ueberbauung rüber läuft, da sie dort einen Freund (Schnurrli) hat. Lustig wird es da drüben aber nicht mehr sein, denn es steht nämlich KEIN Futter mehr bereit. Auch ist ihr Freund Schnurrli in der Zwischenzeit wieder daheim. Nach 6 Wochen Abwesenheit, wurde er letzten Sonntag eingefangen und nach Hause gebracht. Also, was soll sie denn da noch da drüben?
Warten wir also noch zwei Tage ab, ob sie es sich nicht doch noch überlegt und alleine wieder kommt. Falls nicht, legen wir uns wieder auf die Lauer.
Immerhin war sie vorher zur Ruhe gekommen. Die wenigen Tage, in denen sie eingesperrt war, haben ihr gut getan. Sie hat ihren Namen wieder erkannt und ihre Schwester nicht mehr wild angefaucht. Es besteht also noch Hoffnung, dass wir sie relativ leicht wieder einfangen können.
02.12.2007   Cameo ist wieder da!
Seit dem 8. November war Cameo verschwunden. Zwar haben wir schon bald einmal erfahren, dass sie sich irgendwo im Liebrüti-Areal aufhält, doch war es und einfach nicht möglich gewesen, die Katze einzufangen. Dies ist uns nun am Samstag geglückt. Cameo ist wieder daheim, so weit gesund, aber auch erschöpft. Was sie alles erlebt hat, werden wir nie erfahren. Eines wissen wir aber bereits, Cameo ist bereits stark verwildert. Sie kannte weder ihre Schwester noch die anderen Katzen, hat die ganze Nacht rumgeschrien und wollte raus, raus, raus. Es wird wahrscheinlich einige Zeit dauern, bis wir in diesem Tier die "alte" Cameo wiedererkennen. Trotzdem sind wir alle froh, dass dieses Abenteuer ein gutes Ende genommen hat.
30.11.2007   Herzlich willkommen
 Giny, der Wirbelwind
Seit zwei Wochen wohnt nun GINY bei uns. Sie ist 11 Wochen alt und eine Mischung aus Perser und Birma. Ihr Babyfell ist noch etwas struppig, doch bereits klar erkennbar, dass hier mal viele Haare spriessen werden. Gott sei Dank liebt sie es, wenn man ihr mit der Bürste durchs Fell streicht. Vermutlich wird das künftig nötig sein, denn es sieht so aus, als ob sie sich mal zu einem sehr haarigen Mädel entwickelt.
Sie hat sich schon bestens eingelebt. Natürlich gab es am Anfang etwas verwunderte Schnäuzchen, als plötzlich das kleine Wollknäuel bei uns stand. Doch in der Zwischenzeit hat sie schon eine Freundin gefunden. Chiara und Beauty spielen bereits mit ihr, auch wenn sie noch recht vorsichtig sind. Dies ist auch nicht erstaunlich, denn Giny ist ein richtiger Wirbelwind. Wehe, wenn sie losgelassen! Dann geht es Bett auf, Bett ab, Baum auf und wieder runter. Sie bricht sämtliche Rekörde im Klettern, hatte nicht ohne Grund den Uebernamen "Kletteräffchen".
Im Moment darf sie noch mit mir ins Büro, denn alleine daheim - ups - ob das wohl gut geht? Da ist es mir lieber, wenn ich sie mindestens tagsüber etwas unter Kontrolle habe. Und hier wird sie von allen geliebt und wird über den Mittag "müde gespielt".
Im Moment liegt sie gerade auf meinem Pult und geniesst das Leben, so wie es ist.
29.11.2007   Hoffnungsschimmer
Seit dem 8. November 2007 fehlt Cameo. Nachdem er mehrfach auf der anderen Seite der Strasse im Liebrüti-Areal gesehen wurde, ist er verschwunden. Wir haben alles unternommen, um ihn zu finden. Dabei sind wir aber auf grosse Hindernisse gestossen. Leider wurden diese Suchplakate innert einem Tag abgehängt. Wie sollten wir nun die Bewohner darüber informieren, dass Cameo gesucht wird? In dieser riesengrossen Ueberbauung gibt es zwar Briefkästen, doch werden diese nur selten geleert. Jeder Einwohner hat ein Postfach und nutzt den Briefkasten höchstens für die Tageszeitung.
Also haben wir mindestens alle offenen Briefkästen mit Flyer bedient. Den Gartenwohnungen haben wir Zettel vor den Eingang gelegt. Und siehe da - die Uebung hat sich gelohnt. Wir haben drei Anrufe erhalten von Personen, die ihn anscheinend gesehen haben. Wie es scheint, schwirrt er noch irgendwo durch die Satelitten-Stadt.
Seit nunmehr fast zwei Wochen haben wir ihm ein Bett in einem Gartenhaus und Futter angeboten. Ob er das ist, der jede Nacht frisst, steht noch in den Sternen geschrieben. Sicher ist aber, dass eine helle Katze jede Nacht erscheint und sich den Bauch voll schlägt. Wir haben gehofft, dass wir ihn einfangen können, dass er noch auf seinen Namen hört und kommt, wenn man ihn ruft.
Bis jetzt war das ohne Erfolg, denn er kam und ging im Dunkeln. Seit gestern nun steht das Futter in einer Katzenfalle. Noch ist der Tunnel nicht scharf geschaltet. Er soll sich an die Futterstelle gewöhnen. Doch morgen Nacht soll es nun so weit sein. Dann werden wir die Fallentüre so stellen, dass sie nach seinem Mahl zugeht und ihn einsperrt. Also, liebe Leser, drückt uns die Daumen, dass Cameo am 30.11.07 wieder daheim ist.
Und falls wir plötzlich eine fremde Katze in der Falle vorfinden, geben wir nicht auf. Wir bleiben am Ball, denn Cameo ist garantiert noch irgendwo unterwegs.
12.11.2007   Buch 5 ist fertig
Ein weiteres Werk ist vollendet. Das Buch 5 mit dem Titel "Die Nase im Wind" ist fertig. Auf 188 Seiten finden Sie lustige und auch nachdenkliche Geschichten von Samtpfoten und ihren Erlebnissen. Wie immer ist das Buch mit vielen Fotos versehen, dieses Mal mit 146 Farbbildern.

Die ersten Exemplare werden ab Woche 47 versandbereit sein. Einen Bestellschein finden Sie unter Kontakt.

Aus meiner Sicht ist es ein gelungenes Buch. Ich bin gespannt, ob Sie das auch so sehen? Ein entsprechender Eintrag im Gästebuch würde mich natürlich sehr freuen und mir auch die Möglichkeit geben, ein nächstes Buch so zu gestalten, dass es keine Wünsche mehr offen lässt.
22.10.2007   In der Schnurrlivermittlung
wunderschöne Tricolordame 
 Dana in der Katzenschar
Letzten Sonntag fuhren Dana und ich zur Schnurrlivermittlung nach Luzern. Wir wollten die jungen Kätzchen von Natascha besuchen. Es war einfach herrlich. Dana sass inmitten der Katzenbabies und hatte schlicht und einfach zu wenig Hände, um alles zu streicheln, was bei ihr sass. Ihr Favorit war die kleine Vierfarbige (Bild links, auf dem rechten Bild ganz rechts sitzend), ein wirklich zauberhaftes Wesen. Leider mussten wir die schöne Katzendame dort lassen, denn sie wird am 4. November als "Model" an einer Katzenausstellung posieren in der Kategorie "Hauskatze". Dass sie die Schönste ist, wissen wir ja. Doch sind die Kampfrichter nicht unbedingt gleicher Meinung. Selbst wenn sie nicht an diese Ausstellung gehen würde, bleibt die Zauberhafte in Luzern. Natascha wird sie behalten. Sie darf auch weiterhin im Kreise zahlreicher Katzen leben und rumtoben. Und falls sich Natascha eines Tages doch noch anders entscheiden sollte, weiss sie ja, wohin sie umziehen dürfte. Diese wunderschöne Katze dürfte jederzeit zu uns kommen und bei uns wohnen.
Natürlich gab es bei Natascha noch viele andere Katzenbabies und auch
Graupelzchen ohne Namen 
ausgewachsene Katzen. Mein Favorit ist die grau-weisse Langhaardame. Sie ist aber noch so jung, dass sie noch auf ein Ersatzmami angewiesen ist. Noch trinkt sie Muttermilch und ist viel zu klein, um vermittelt zu werden. Doch mit jeder Woche wächst die Hoffnung, dass das schöne Graupelzchen vielleicht doch noch zu uns kommen wird.
Lassen wir uns also überraschen, ob nicht doch schon bald auf meiner Homepage stehen wird "Neuzugang im Katzenhaus".

Nach der Rückkehr aus Luzern habe ich mich wieder ans Schreiben gemacht. Die letzten Kapitel von Buch 5 sind entstanden. Nun geht es ans Korrekturlesen und Bilder einbinden. Wenn alles klappt, wird schon bald zu lesen sein "Buch 5 ist fertig".
15.09.2007   Der Sechser im Lotto
Ferrari oder Ferrara? 
Vor etwas mehr als einer Woche war ich bei Familie G. und habe mir die Jungmannschaft angeschaut. Dabei habe ich festgestellt, dass die jungen Kater schon wunderbar als Kater zu erkennen waren. Da habe ich mich doch ernsthaft gefragt, wann denn bei Ferrari und Cameo endlich was "Männliches" zu entdecken sein wird. Ja, irgendwie war ich sehr verunsichert, denn bei den Beiden ist echt nichts zu sehen. Tja, dachte ich, das muss ein Hodenhochstand sein - so ein Mist. Doch sicher war ich mir auch nicht. Also habe ich mich im Internet mal schlau gemacht, was die Folge davon sein könnte. Naja, "unfruchtbar", halb so schlimm.
 das Trio am Spielen
Auch Doris von der Hufi-Ranch (von dort kommen die beiden Kater) konnte mir nicht weiterhelfen. Sie hatte zwar nach der Geburt nachgeschaut, doch seither natürlich nicht mehr. Sie war sich sicher, dass es sich um zwei Kater handelt, denn ROT heisst ja mit wenig Ausnahmen immer KATER. Sie hat mir geschrieben, falls es sich um Mädels handeln sollte, hätten wir einen Sechser im Lotto.
Und nun glaube es, wer wolle, wir haben einen ZWÖLFER im Lotto, denn die Tierärztin hat uns heute bestätigt, dass es sich bei den Roten um zwei Mädels handelt :-))
Und wir haben uns im ganzen Dorf blamiert, denn erwachsene Frauen sollten den Unterschied zwischen einem Stängeli und einem Schlitzli eigentlich erkennen können.
Grins, nun hat Tatjana statt zwei Brüder halt zwei Schwestern bekommen. Armer Papa, der hat nun wieder keine Rückenstärke, stattdessen einen Weiberstall.
07.09.2007   Und noch ein Findeltier
 Kira, ein Findelhund
Dieser stattliche Hund wurde in Frankreich ausgesetzt und durch liebe Menschen aufgenommen. Es ist kaum zu glauben, dass man dieses wunderschöne Tier einfach irgendwo rausgeschmissen oder abgestellt hat. Es hatte echt Glück, denn Familie G. hat sich um das verlassene Tier gekümmert. Sie haben "Kira" aufgenommen, tierärztlich versorgt und in die Schweiz gebracht. Es hat sich herausgestellt, dass es sich um eine noch nicht mal einjährige Labrador-Hündin handelt, die das ganze Leben noch vor sich hat. In der Zwischenzeit hat sie sich vom ersten Schock des Aussetzens erholt. Sie wurde auch sterilisiert, damit die schöne Hundedame nicht noch Nachwuchs in die neue Gastfamilie bringt.
Vermutlich war die Idee, das Tier in die Schweiz zu holen, damit man es hier zu netten Leuten vermitteln kann. Doch in der Zwischenzeit hat sich Familie G. in ihren Neuankömmling verliebt und würde ihn nicht mehr hergeben. So darf Kira nun bei ihnen leben. Endlich wird sie gestreichelt und geschätzt. Sie dankt es den neuen Herrschaften durch ihr sanftes Wesen und Gehorsam.
Wieso ich das hier alles aufschreibe? Bei Famile G. gehören solche Geschichten zum Alltag. Sie werden fast täglich mit Problemen dieser Art konfrontiert. Wir möchten auf das Schicksal dieser Tiere aufmerksam machen. Aus diesem Grund wird Firma Flück, die auch diese Homepage kreiert hat, für Familie G. eine eigene Homepage entwerfen und aufschalten. Natürlich wird ein Link auf die neue Seite führen. Dann könnt Ihr Euch dort informieren, was aus diesen und allfällig neuen Findeltieren geworden ist.
06.09.2007   Plätzchen gesucht!
Findelkatze1 
 Findelkatze2
Gestern Abend haben wir einen Verein besucht, der sich mit der Betreuung von Findel- und Umplatzierungskatzen befasst. Hier kümmert man sich vorwiegend um Katzen, die ihren Besitzer verlieren und wieder einen neuen "Dosenöffner" suchen. Natürlich gibt es dort auch zahlreiche Rentner-Katzen (eine 20jährige war auch dort), die nicht mehr vermittelbar sind. Sie dürfen ihren Lebensabend in der grossen Katzenfamilie ohne Hektik und Stress verbringen.
Immer wieder kommen und gehen jüngere Tiere. Auch werden manchmal Katzen ausgesetzt oder abgegeben, die hochträchtig sind. Im vorliegenden Fall war das auch so. Das Katzenmami hat drei niedliche Kätzchen zur Welt gebracht. In der Zwischenzeit ist die Jungmannschaft so weit, dass sie liebend gern in eine neue Familie umziehen würde.
Gesucht werden also nette Dosenöffner, die ein oder zwei Kätzchen (10 Wochen alt) ein wunderbares Plätzchen bieten können. Der dunkelrote Kater (oben links) ist provisorisch reserviert. Er muss ein Daheim mit Freigang haben. Sein Bruder und und seine Schwester hingegen könnten sich auch mit einem Zuhause in der Wohnung abfinden.
 Findelkatze3b

Eines sag ich Euch: das Trio ist einfach zauberhaft, kerngesund, lebhaft und einfach schnuggelig. Natürlich werden die kleinen Racker nur entwurmt und geimpft ans neue Wohnort entlassen.
Findelkatze3a 
Falls Ihr jemanden wisst oder selbst ein schönes Zuhause anbieten könnt, schreibt mit sofort. Ich werde dann den Kontakt herstellen zwischen dem Verein und Euch. Und wartet nicht zu lange. Die Katzenkinder haben mich flehend angeschaut, als wollten sie mir sagen "Mach voran, wir wollen endlich unsere eigene Familie haben und vom Morgen bis am Abend gestreichelt, verschmust und geliebt werden."
Also, liebe Katzenfreunde, helft mit, damit die zwei schönen Katzenbabies bald in einer lieben Familie leben dürfen.
28.08.2007   Ein Jahr danach
Nun ist es genau ein Jahr her, seit Emsy seine Augen für immer geschlossen hat. Es war ein ganz düsterer Dienstag, als uns die Mitteilung erreicht hat, dass seine Krankheit keine Aussicht auf Heilung hat und dass wir ihn von seinen Schmerzen erlösen müssen. Es war genau jetzt - 17.30 Uhr - als wir uns von Emsy, dem Streuner, verabschiedet hatten. Noch immer gehen mir die Bilder durch den Kopf, die ich nie vergessen werde. Ich höre sehr genau sein Schnurren, das lauter war als der Wind, der draussen durch die Bäume glitt. Wie gern hätte ich ihm geholfen. Wie schön wäre es gewesen, wenn Emsy noch ein paar Jahre hätte leben dürfen. Doch seine Schutzengel hatten ihn zu sich gerufen. Er hat den Weg in den Katzenhimmel angetreten und hat uns hier zurückgelassen. Wir alle sind traurig, dass er nicht mehr bei uns ist.

Ich denke fast jeden Tag an ihn und vermissse ihn ganz wahnsinnig. Manchmal muss ich mich richtig dazu zwingen, nach rechts in meine Strasse abzubiegen. Früher fuhr ich regelmässig noch weiter, geradeaus ins DPD-Areal, um den kleinen Kerl zu holen oder mindestens zu füttern. Dieser Abstecher, der schon fast zur täglichen Routine geworden war, fehlt mir. Nun ist es schon ein Jahr her, doch die Erinnerung ist noch immer da. Er lebt in uns weiter, auch wenn wir ihn nicht mehr täglich um uns haben.

 Tierurne nach Bild von Emsy
Seit Emsys Tod schaue ich mir jeden Regenbogen an, der den Himmel erhellt. Dies ist ein Gruss von Emsy an uns. Wir alle wissen, dass es ihm nun besser geht und dass wir ihn eines Tages wieder treffen werden.

Zu seinen Ehren habe ich ein Kerze auf meinem Pult angezündet. Sie steht direkt neben der kleinen Emsy-Figur aus Porzellan und brennt nun langsam nieder. Bald wird das kleine Lichtlein aus gehen, genau so wie sein Leben erloschen ist.

Der Gedanke an Emsy schmerzt mich. Und auch ein Jahr später kullern mir noch die Tränen die Wangen runter. Doch trotz Schmerz und Frust danke ich Gott, dass ich den kleinen Kater ein paar Jahre bei mir haben durfte. Er hat mein Leben bereichert.
23.07.2007   Ferienzeit = Streunerzeit
Letzte Woche war in Emsys ehemaligem Revier Action! Erst informierte mich die DSM, dass bei ihnen ein roter Kater vor der Tür stehe, der unentwegt miaute, dann konnten wir gestern Abend den Zweiten im Bunde nach Hause bringen. Was los war?
Wie gesagt, letzten Mittwoch stand ein roter Kater vor der Drehtüre der DSM und rief laut in den Morgen hinein. Man rief mich an (grins, wie zu alten Zeiten) und ich fuhr hin. Dort fand ich einen sehr gepflegten, aber laut schreienden, roten Kater vor. Ich gab ihm etwas Futter (das er lecker fand) und packte ihn dann ein. Er durfte den Morgen bei mir daheim, den Nachmittag in meinem Büro verbringen. Dazwischen wurden wir kurz beim Tierarzt vorstellig, denn es hätte ja sein können, dass er gechippt war. Am Abend fanden wir dann heraus, dass der kleine Kerl "Junior" war, der ganz in meiner Nähe wohnte. Da Frauchen und Familie in den Ferien sind, hat er kurz mal 10 Tage mit Abwesenheit geglänzt.
Bei der DSM hat man mich zudem informiert, dass noch ein schwarz/weisser Kater in der Gegend sei. Dieser sei dünn und schreie genau so durch die Gegend. Leider liesse er sich nicht einfangen. Ich habe dem scheinbar hungrigen Kater eine Futterstelle eingerichtet, um ihn anzulocken. Doch ein glücklicher Zufall wollte es, dass er am Abend bei der Real Technik sass. Ich konnte ihn fütter und auch streicheln. Es war ein gepflegtes Tier, das auch gar nicht wahnsinnig viel Hunger hatte. Allerdings war er nicht kastriert, die Erklärung, weshalb er so weit von daheim weg war. Dana (Emsys Krankenschwester) kannte ihn. Es war "Rocky", der kleine Kater von Patrizia. Auch sie und ihre Familie sind im Urlaub. Der Katzensitter hat den Kater noch gar nicht vermisst. Vielleicht ging er am Abend ja brav nach Hause und streunte erst tagsüber durch die Industrie?

Resultat: Viel Lärm um nichts - zwei Katzen wieder nach Hause gebracht und um eine Erfahrung reicher.
02.07.2007   Pelziger Weckdienst
Wenn Tatjanas Papa zur Arbeit geht, ist auch der Weg für den guten Cameo frei. Ich vermute, er rennt so schnell die Treppe runter, dass er fast schon um die Ecken fliegt. Klick-Klack, die Katzentüre, und schon steht er in meiner Wohnung. Nein, damit noch nicht genug. Jetzt schaut er in jedes Zimmer, ob er mich irgendwo entdeckt. Tja, und wo bin ich wohl um 05.45 Uhr? Im Bett natürlich. Also springt der blonde Schmusekerl auf mein Bett und beginnt mit dem Weckdienst. Dabei drückt er nicht nur den Kopf an mich, sondern er steht ganz schräg neben mir und drückt seinen ganzen Körper an meinen Kopf. Dann geht er um mich rum und macht das gleiche von der andern Seite. Dabei ist es ihm absolut egal, ob schon eine Katze auf dem Nebenbett liegt, die er auch weckt und die den Eindringling um diese Zeit überhaupt nicht schätzt. Selbst wenn sie ihn missmutig anknurrt, lässt er von seinem Vorhaben nicht ab. Es wird weiter gedrückt, geschnurrt und gestupst. Und falls ich dann immer noch nicht wach bin, kommt der nächste Gang. Denn legt er seinen Kopf unter meine Hand und stösst seinen Kopf nach oben (wie ein Meerschweinchen). Dabei drückt er auch gleich meine Hand nach oben. Dies macht er so lange, bis ich wirklich wach bin. Dazu schnurrt er wie ein Weltmeister. Kaum öffne ich die Augen, drückt er seine Nase an mich und legt sich zu mir.
Ziel erreicht - Mensch wach! Hey, Cameo, 05.45 ist vielleicht Katzenzeit, aber noch nichts für mich. Dann möchte ich noch etwas schlafen. Doch Cameo ist da nicht meiner Meinung. Wenn sein Herrchen um diese Zeit aufsteht, gilt das doch bestimmt auch für mich.
Da bin ich aber froh, dass auch das Herrchen Wochenende hat und etwas länger im Bett bleibt. Denn raus darf Cameo erst, wenn auch die Familie wach ist.
22.06.2007   Cameo ist wohl lebensmüd?
Heute ist nicht mein Tag! Ich habe eine schlechte Nacht hinter mir und war heute Morgen deshalb recht spät dran. Als ich dann endlich, mit viel Verspätung, aus der Wohnung gehen wollte, sah ich Ferrari, der sich unter den Zügelwagen, der vor meiner Wohnung stand, verkroch. Da die Zügelmänner nicht zu sehen waren und das Auto verschlossen war, machte ich mir keine grossen Sorgen. Ich habe zwar versucht, den kleinen Ferrari mit Rufen da wegzulocken. Doch locken kann man das Schlitzohr höchstens mit Sheba. Auf gutgemeinte Worte hört er nicht.
Doch dann kamen Leute vorbei, betrachteten Ferrari und sagten mir, bei der Feuerwehr vorne sei noch ein gleicher Kater. Plumps - das Herz ist mir in die Hosen gefallen. Die Feuerwehr ist 100 m entfernt und liegt direkt an der Hauptstrasse. Ich bin hingeilt. Da schlenderte Cameo, gelockt von zwei Frauen, in Richtung Rosenweg zurück. Sie haben mir erklärt, der Kleine sei den Kindern nachgelaufen, als die zur Schule gehen wollten. Und dann habe er nicht mehr gewusst, wohin er nun gehen müsse. Er sass da bei der Feuerwehr und habe lauthals geschrien. Als ich ihn dann gerufen habe, kam er - mir hochgestelltem Schwanz - als sei rein nichts gewesen.
Mensch, Cameo, dort wurden früher Zottel und Luna überfahren. Geh doch einfach in die andere Richtung, da gibt es weit und breit keine Strasse. Ich fass es nicht.
04.06.2007   .... und tschüss!
Meistens gehe ich über den Mittag nach Hause. Dann koche ich mir was Feines, schlürfe einen Kaffee und mach mich dann wieder auf den Weg zur Arbeit. So sass ich auch heute im Wohnzimmer, als ich die Katzentüre hörte. "Klick - klack", doch niemand erschien. Ich fand es etwas eigenartig und schaute in den Flur. Und wer schlenderte da der Wand entlang? Cameo. Wie kam denn der da rein? Wusste Tatjana davon, dass der Kleine alleine unterwegs ist? Ich schnappte mir den Ausbrecher und brachte ihn rauf ins Nachbarshaus. Das Staunen war allerdings riesig, als sie mich sahen mit Cameo in den Armen. Das Katzentürchen war nicht verschlossen. Anscheinend hatte der kleine Cousin damit gespielt. Die Katzen sind ja nicht doof, haben sofort erkannt, dass nun der Weg nach draussen offen ist. Und draussen schien die Sonne, eine Riesenverlockung. Und nun blieb noch die Frage "Wo ist denn Ferrari"? Wir schauten mal in alle möglichen und unmöglichen Winkel, auf und unter den Katzenbaum, auf den Nachbarsbalkon - Ferrari war weg. Nun ging die Sucherei los. Erst durchforschten wir meinen Garten, den Hügel und die Bäume, wo die beiden Flegel normalerweise ihre Kletterübungen abhalten. Kein Ferrari in Sicht. Also blieb mir nichts anderes übrig, als den Kindern einen Wohnungsschlüssel zu geben, damit sie im Verlaufe des Nachmittags nach dem Ausreisser suchen konnten.
Ich musste weg, hatte keine Zeit mehr, um nach dem kleinen Roten zu suchen. Doch einen Blick wollte ich noch werfen, in den Garten des Kindergartens. Jetzt plumpste mir aber ein Stein vom Herzen. Da sass der kleine Kerl und grinste uns frech an.
Wir haben ihn hoch gebracht zu seinem Bruder und ihm für heute mal Stubenarrest verordnet. Bevor sie das nächste Mal runter dürfen, müssen wir ihnen ein Halsband umhängen mit der Adresse, an der sie wohnen. Sonst weiss ja niemand, wohin die Katzenbabies gehören. Und das könnte schlicht und einfach ins Auge gehen.
Uebrigens, noch was zum Schluss: Unser Cameo brachte am Sonntag wackere 1470 g auf die Waage. Er hat nun fast alles aufgeholt und sieht nicht mehr unterernährt aus. Bald wird er gleich pumelig sein wie sein Bruder (1650 g).
22.05.2007   Frühlingsgefühle
Es ist kaum zu glauben - Micky taut auf wie ein Gletscher, der am Schmelzen ist. Seitdem es draussen wärmer ist, verbringt sie fast den ganzen Tag und auch die lauen Nächte draussen. Sie sitzt entweder auf der Gartenbank neben Wohnung oder legt sich auf den Katzenbaum auf dem gedeckten Sitzplatz. Dabei passt sie gut auf, dass sie nicht in der Sonne gebraten wird, d.h. sie wechselt alle
Der Frühling liegt in der Luft 
zwei Stunden den Liegeplatz. Dabei streckt sie immer wieder ihr Näschen in die Luft, um ja kein Frühlingsdürftchen zu verpassen. Es ist halt alles neu für die schöne Tigerdame.
Wenn ich nach Hause komme, begrüsst sie mich mit einem lauten MIAU, etwas, woran ich mich erst gewöhnen musste. Meistens drückt sie ihr Köpfchen dann ganz fest an mich und schnurrt mir liebevoll in die Ohren.
Es ist noch kein halbes Jahr her, seitdem Micky bei uns eingezogen ist. Die Entwicklung, die sie in dieser Zeit durchgemacht hat, ist unbeschreiblich. Aus der verängstigten, abgemagerten Micky ist ein Prachtstier geworden. Meine Besucher finden sie die schönste all meiner Katzen. Und dies, obwohl sie doch eigentlich bereits in den "besten" Jahren ist.
Sie versteht sich auch mit meinen anderen Samtpfoten wunderbar. Nur Tasja ist ab und zu eine Zicke, ist schlicht und einfach neidisch auf Micky. Aber das kennen wir ja von Tasja schon, dafür ist sie bekannt. Doch Micky stört das gar nicht besonders. Sie kann sich wehren, faucht und knurrt kurz. Damit treibt sie Tasja in die Flucht. Ich hätte nie gedacht, dass sich Micky wehrt, wäre eher davon ausgegangen, dass sie selber die Flucht ergreift und sich verdrückt.
Es war auch eine gute Entscheidung, das Zahnproblem so schnell als möglich zu beheben. Obwohl sie nun drei Zähne weniger hat, kann sie jetzt nach Herzenslust zubeissen, was sie bei jeder Mahlzeit ausgiebig macht. Sie liebt es, wenn ich ihr das Futter draussen auf die Sitzbank stelle. Dann hockt sie sich daneben und weiss, dass keine andere Katze ihr den Leckerbissen streitig macht. Sie hat zugenommen, das ist nicht zu übersehen. Jetzt hat sie die Figur einer zarten Schönheit. Man hat nicht mehr den Eindruck, sie sei unterernährt.
Und dann kommt noch das Wichtigste. Sie liebt mich, das zeigt sie mir jeden Tag. Sie scheint mir dankbar zu sein, dass ich ihr ein neues Heim angeboten habe, in dem sie geliebt wird. Dass sie in diesem neuen Zuhause sogar noch einen Garten und Freigang geniessen darf, hätte sie sich wahrscheinlich nie erträumt. Es ist für uns alle sehr schön zu sehen, dass wir einem Tier helfen konnten und es sich derart super bei uns eingelebt hat.
11.05.2007   Einzug der Racker
Turnschlappenkatze Cameo 
 das Duo am Rosenweg
Am Dienstag kamen sie - die beiden Flegel. Sie sind bei Tatjana eingezogen unter zahlreichen "Jööööööööööööö"-Rufen. Im Vergleich zu meinen sind es Bonsei-Kätzchen, doch frech wie die Grossen.

Beim Rumtoben hat sich Cameo leider am Auge verletzt und musste bereits kurz nach seinem Einzug zum Arzt. Aua! Das tut weh! Damit sein rotes Auge bald wieder heil ist, muss er brav hinhalten, wenn wir ihm Medizin reingeben. Da ihm das gar nicht gefällt, hat er sich erst mal entschlossen, einen Hungerstreik einzulegen. Doch wir haben ihn überlistet mit Muttermilch. Da konnte er nicht mehr widerstehen und hat die leckere Milch geschlabbert. In der Zwischenzeit frisst er auch wieder Babyfutter, sodass wir nicht mehr befürchten müssen, dass er verhungert.
04.05.2007   Der Countdown läuft
Ferrari 
 Cameo am Spielen
Im Nachbarhaus läuft der Countdown. Nächsten Dienstag ist es so weit. Dann werden zwei Katzenbabies einziehen. Nachdem Simba mit nur 10 Monaten gestorben ist, durfte sich Tatjana zwei neue Katzen aussuchen. Sie hat sie gefunden - Ferrari und Cameo. Ihre Mama ist eine wunderschöne Main-Coon-Katzendame, die an Weihnachten einen "Fehltritt mit Folgen" hatte. Cameo und Ferrari durften mit vier weiteren Geschwistern noch ein paar Wochen bei Mama bleiben. Doch am Dienstag ist es nun so weit. Die beiden Racker werden nach Kaiseraugst umziehen. Wir freuen uns alle.
04.05.2007   Ferien im Katzenhaus
Wahrscheinlich haben Sie sich bereits gefragt, was denn los ist im Katzenhaus? Da gibt es seit Wochen keine News mehr! Alles halb so schlimm. Ich stand einfach etwas unter Stress, denn ich habe eine Klassenzusammenkunft "30 Jahre danach" organisiert, die viel Zeit beansprucht hat.
Und im Moment habe ich Ferien. Das geniessen natürlich die Vierbeiner, denn dann bin ich mehr oder weniger den ganzen Tag daheim. Dass das Frühstück eine Stunde später serviert wird, ist Nebensache. Wenn der Hunger zu gross wird, springen die Hungrigen einfach auf mein Bett und spielen wie wild miteinander.Wenn ich dann aus meinen Träumen erwache, schaue ich in vier Paar Katzenaugen, die mich schelmisch betrachten. Dies ist ein guter Trick, denn auf diese Weise werde ich garantiert wach - dann gibt es endlich Frühstück.
Seitdem der Frühling da ist, geniesst unsere Micky das Leben in vollen Zügen. Sie hat die Gartenbank als ihr Eigen erkoren. Dort verbringt sie die lauen Frühlingsnächte. Von oben kann sie alles betrachten, was durch den Garten "kräucht und fläucht". Nun darf sie all das sehen, was sie in den letzten Jahren nicht sehen durfte. Vor allem die Düfte, die ihr in die Nase steigen, interessieren sie besonders. Es ist so schön, wenn man Micky sieht, wie sie von Blume zu Blume geht und daran schnuppert. Es ist schon verrückt, wenn man bedenkt, dass Micky 10 Jahre alt werden musste, bis sie das erste Mal im Gras stehen darf und an den Blumen schnuppern kann.
Kurzum, es ist alles in Ordnung - Gott sei Dank.
10.04.2007   Frühlingserwachen
Es ist ja nicht so, dass ich immer nur BAD NEWS zu berichten habe. Gott sei Dank hat sich bei uns die Lage etwas beruhigt. Die Katzen haben die schönen Frühlingstage ausgiebig genossen. Sie haben sich die Sonnenstrahlen auf den Pelz scheinen lassen, haben sich im frisch geschnittenen Gras mal augiebig gewälzt. Eigentlich wäre das für alle Beteiligten ein wunderschönes Erlebnis gewesen, hätte Beauty nicht unbedingt die nächste Tanne erklimmen müssen. Und wie das halt so ist im Frühling, haben auch die Nadelhölzer ihre Frühlingsgefühle. Jedenfalls kam Beauty von oben bis unten verklebt nach Hause. Ihr Schwanz und Hintern waren voller Harz. Da musste ich eben mit der Schere dahinter. Doch Beauty hat derart viele Haare, dass man die etwas unschön geschnittenen Haare nicht mal entdeckt. Sie hat nach wie von einen buschigen Besen :-)) und ist und bleibt so, wie sie heisst - eine absolute Schönheit. Naja, sie weiss es auch. Sie macht die Jungs der Nachbarschaft halb verrückt. Sogar ihr neuer Freund (Junior, Sohn von Simba senior) hat den Weg zu uns bereits gefunden. Da stand er doch tatsächlich am Samstagmorgen an unserem Futternapf und hat tüchtig zugeschlagen. Eigentlich war es ihm schnuppe, ob ich ihn sehe oder nicht. Wichtig war, dass er sich den Bauch vollschlagen konnte. Wer weiss, vielleicht hat sein Frauchen ja noch geschlafen. So viel ich weiss, gibt es bei ihm daheim kein Katzentürchen. Da muss er immer warten, bis die Dame des Hauses die Pforten öffnet. Doch Junior ist ja nicht doof. Der hat seinen Futternapf entdeckt und ihn schwupps-di-wupps leergefegt.
23.03.2007   Der Katzenhimmel ist bald voll
 Trovi unheilbar krank
Heute mussten wir uns von "Trovi" verabschieden. Er war vor etwas mehr als einem Jahr meiner Mutter zugelaufen. Eines Tages stand er bei ihr vor der Türe und hat um Futter gebettelt. Da kurze Zeit vorher Mami's Strolchi an einem Tumor gestorben war, hat sie den weiss/getigerten Kater aufgenommen. Sie nannte ihn "Trovi" (trovato = gefunden). Alle Nachforschungen verliefen ohne Erfolg. Niemand vermisste den guten Trovi. So durfte er bei ihr bleiben. Er entwickelte sich zu einem ganz lieben und schönen Kater. Meistens war er daheim, lag auf ihrem Bett oder dicht neben ihr, wenn sie Fernsehen schaute. Er war meiner Mama sehr dankbar, dass er bei ihr bleiben durfte und zeigte es ihr jeden Tag.
Auch mit Gipsy, der neuen Schwester, verstand er sich ausgezeichnet. Eigentlich war es so, als wohne er schon immer hier.
Vor 14 Tagen wurde Trovi krank. Er frass nur noch wenig, ging auch fast nie mehr auf die Pirsch. Erst dachten wir, es handle sich um eine Grippe, denn er miaute relativ heiser. Da auch Gipsy eine Grippe hinter sich gebracht hatte, waren wir überzeugt, dass auch er nur eine Erkältung hatte. Doch bald schon mussten wir einsehen, dass es sich nicht nur um eine Grippe handelte. Der Verdacht auf FIP bestand, doch die Bluttests sollten noch den definitiven Nachweis bringen. Mit Trovi ging es in den letzten Tagen rapide abwärts. Er war schon abgemagert bis auf die Knochen, hatte keinerlei Lust mehr, sich zu bewegen. Wir mussten ihn richtiggehend mit Medikamenten und Futter "zwangsfüttern". Als dann der Laborbericht kam, stand es definitiv fest: Trovi hatte FIP. Auf Grund seines Zustandes wussten wir auch, dass er im Endstadium dieser Krankheit war und es keine Hoffnung mehr gab.
Heute Abend haben wir Trovi von seinen Leiden erlöst. Es war ein sehr schneller Tod, als hätte er darauf gewartet, endlich erlöst zu werden. Wir durften nur wenige Monate mit ihm verbringen, doch hat er sich in dieser Zeit von der besten Seite gezeigt. Er war ein ganz, ganz lieber Kerl. Wir werden ihn vermissen.
10.03.2007   Lieber Emsy im Katzenhimmel....
Lieber Emsy im Katzenhimmel
Jetzt komme ich mit einer Bitte zu Dir. Heute mussten wir von unserem Freund Simba junior Abschied nehmen. Sein Leben war nicht mehr lebenswert geworden, und wir mussten ihn von seinem Leiden erlösen.
wir haben Dich sehr lieb 
Er durfte nur 10 Monate bei uns sein, hat in seinem jungen Leben leider erst wenig erfahren dürfen. Nie, nein wirklich nie, hat er jemanden gekratzt, gebissen oder angefaucht. Er war das, was man eine Traumkatze nennt. Seitdem er bei uns eingezogen ist, hat er uns nur Freude bereitet. Mit ihm ging bei uns die Sonne auf. Er war ein grosser Schmuser und hat sich sofort in unsere Herzen eingeschlichen. Den Tag verbrachte er meistens bei mir, zusammen mit meinen Katzen und seinen Freundinnen. Am Abend brachte ich ihn nach Hause zu Tatjana und ihrer Familie. Dann hockte er sich zu seinen "Nacht"-Freundinnen oder legte sich auf den Kratzbaum.
In den letzten Wochen ging es ihm aber nicht mehr gut. Er wollte doch eigentlich ein grosser, starker Kater werden. Die langen Beine liessen von Anfang an vermuten, dass er mal ein kräfiger Kerl werden würde. Doch das Schicksal wollte es anders. In Simba brach eine unheilbare Krankheit aus. Der rot-weisse Kater magerte bis auf die Knochen ab. In seinem Gesicht entdeckten wir eine unaufhaltsame Blässe, ein Zeichen für starke Blutarmut. Er wurde schwach und fiebrig. In seinem Bauch wuchs das Unheil - ein Tumor.
Trotzdem hofften wir alle sehr, dass die erste schlechte Diagnose widerlegt werden würde. Doch vor einer Woche stand es fest: es gab
 Leb wohl kleiner Schatz
für Simba keine Rettung mehr. Der Tumor wuchs derart schnell, wie das halt bei allen jungen Lebewesen der Fall ist. Simbas Bauch wurde dick und dicker. Trotzdem hat er gekämpft, hat sich immer wieder aufgerappelt und uns zugemiaut. Manchmal hat es mir fast das Herz gebrochen, wenn ich ihm in seine jungen, fiebrigen Augen gesehen habe. Ich wusste, dass seine Tage gezählt sind, dass er uns bald verlassen würde. Ich habe den kleinen, süssen Kater bewundert, wie er sanftmütig und stark war und wie er der unheilbaren Krankheit getrotzt hat. Wenn er mich gesehen hat, kam ein leises MIAU über seine Lippen. Ich glaube, er hat mich genau so geliebt wie ich ihn. Auch wenn er nicht meine Katze war, habe ich ihn ganz, ganz fest in mein Herz geschlossen.
Trotzdem war es mein grösster Wunsch, dass er noch den Frühling erleben dürfte. Er sollte doch nochmals das saftige Gras sehen, an den ersten Frühlingsblumen schnuppern und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Er hat gekämpft wie ein Tiger, hat sich mit starken Medikamenten über Wasser gehalten. Am Freitagabend ging es ihm dann aber sehr, sehr schlecht. Ich wusste, dass das Ende nahte, wollte aber unter keinen Umständen, dass er leiden musste.
abschied von Simba 
Am Samstagmorgen liess ich ihn in den Garten. Er legte sich in sein Körbchen, mitten in die Sonne, streckte die Nase in die Luft und sog die Düfte des Frühlings ein. Fressen wollte er nicht mehr, dafür war er zu schwach geworden. Doch die Frühlingssonne wollte er nochmals spüren. Ich habe ihn da liegen gesehen und mich gefreut, dass er den ersten Frühlingstag noch erleben durfte.
Gegen Mittag, als er genug Sonne getankt hatte, ging er hinein und legte sich in sein Bettchen. Dort schlummerte er friedlich weiter, als wir ihn von seinem Leiden erlösten. Er schloss seine Augen für immer. Er durfte daheim, in meinen Armen einschlafen. Er musste nicht mehr leiden, glitt eigentlich von seinem Frühlingsschlaf sanft in die Welt der Unendlichkeit.
Lieber Emsy, nimm den kleinen Simba bei der Regenbogenbrücke auf und zeig ihm alles, was ein Kater im Katzenhimmel wissen muss. Kümmere Dich um ihn und hab ihn so lieb, wie wir ihn hatten.
Simba hat unsere Welt verlassen, doch in unseren Herzen lebt er weiter.
(Diese Bilder sind an Simbas letztem Tag entstanden)
07.03.2007   Der Himmel hat geweint
 weinender Engel
Heute Nacht hat der Himmel geweint. Aus dem Katzenhimmel fielen grosse Regentropfen und haben die Erde bedeckt. Wir stehen noch unter Schock. Als wir vor drei Wochen erfahren mussten, dass es dem kleinen Simba nicht gut geht, waren wir trotzdem noch voller Hoffnung, dass alles ein gutes Ende nehmen würde. Er hat sich in den letzten Wochen sogar etwas erholt, dachten wir wenigstens. Gestern nun stand die Diagnose fest: Simba ist schwer krank. Er hat eine unheilbare Krankheit. Es gibt für ihn keine Hoffnung mehr. Wahrscheinlich bleiben ihm nur noch wenige Tage, die er mit uns verbringen darf.
Natürlich stehen wir ihm zur Seite und geben ihm von allem nur noch das Beste. Starke Medikamente nehmen ihm mindestens die Schmerzen. Trotzdem wissen wir genau, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis er den Weg zur Regenbogenbrücke antreten wird.
Es bricht mir das Herz, dass der kleine, süsse Simba nicht mal ein Jahr alt werden soll. Dennoch dürfen wir seine Qualen nicht verlängern. Liebe heisst auch, loslassen, zum Wohle des Anderen. Wenn sein Leben nicht mehr lebenswert ist, müssen wir ihn erlösen.
Wir, Tatjana, Marina, Helena, die Eltern und ich sind masslos traurig.
14.02.2006   Micky bekommt Besuch
Vor ein paar Tagen hat Micky Besuch bekommen. Die Eltern von Mickys ehemaligem Besitzer sind gekommen und haben sich nach dem Befinden erkundigt. Sie haben sich gefreut, dass es Micky bei uns so gut geht und dass sie ihre erste Scheu abgelegt hat. Sie haben gestaunt, wie viele Katzenkörbe und Kratzbäume hier stehen. Dass Micky nun in den Garten raus kann, ist besonders schön. Zwar findet sie es im Moment noch etwas kalt, denn als Wohnungskatze brauchte sie sich keinen dicken Winterpelz zuzulegen. Deshalb hat sie nur rausgeschaut und (wie immer) den Hintern im Warmen gelassen.
 leckerli
Als ich sie gerufen habe, kam sie von ihrem Schlafplatz auf dem Büroschrank runter. Sie hat ihr Köpfchen fest an mich gedrückt und damit gezeigt, dass sie mich mag und es ihr bei uns gefällt. Für Beats Eltern war es eine Erleichterung zu sehen, dass Micky einen schönen Platz gefunden hat, in dem sie so leben kann, wie sie es sich immer erträumt hat.

Auch meine anderen Katzen haben sich beim Besuch von der besten Seite gezeigt. Tatjana (Simbas Katzenmami) hat demonstriert, was passiert, wenn man Leckerlis anbietet. Jaja, dann kommen sie aus allen Verstecken und Richtungen und belagern uns. Dabei lassen sie die Hand nicht aus den Augen, in denen Gudi-Gudi ist. Dies ist eine gute Methode, um die Katzenschar mal durchzuzählen. Leider sind diese Leckerlis Kalorienbomben, die wir nur selten anbieten. Manchmal jedoch, an besonderen Anlässen, dürfen sich die Samtpfoten so richtig schön verwöhnen lassen. Und dieser Besuch war ein besonderer Anlass.
12.02.2007   Haben Sie es entdeckt?
Schauen Sie mal genau hin! Haben Sie es entdeckt? In der obersten Zeile steht etwas Neues. Der "Band V" ist in Bearbeitung. Noch fehlen einige Kapitel und Fotos, doch viele Geschichten sind bereits geschrieben (mindestens in einer Grobfassung). Wenn alles klappt, wird das Buch 5 noch diesen Sommer erscheinen. Eine kleine Leseprobe (die noch nicht viel verraten soll) finden Sie unter dem neuen Kapitel "Buch V".
08.02.2007   So wie man sich bettet, so liegt man
huch, wer schläft denn da? 
Jeden Abend das gleiche Spiel. Ich mache mich bereit, um endlich schlafen zu gehen. Kaum hören meine Vierbeiner, dass ich im Badezimmer die Zähne putze, beginnt das grosse Rennen. Dann - husch - geht's ab ins Schlafzimmer. Dort legen sie sich mal bequem hin. Und damit die Sache auch wirklich spektakulär ist, mitten aufs Bett. Dann machen sie einen auf "müde, müde" und tun so, als ob sie schon tief schlafen würden. Dabei beobachten sie mich genau. Wenn ich ins Schlafzimmer komme, finde ich mein Bett besetzt vor. Nein, kein heisser Lover wartet auf mich. Es sind meine Samtpfoten, die mein Bett eingenommen haben. Wohin soll ich mich denn jetzt legen? Erst müsste ich ja mal die Tagesdecke wegnehmen können. Doch das ist kaum möglich, denn meine Schlitzöhrchen wollen keinen Zentimeter zur Seite rücken. Und habe ich es endlich geschafft, die Decke unter ihrem Hintern wegzuziehen, legen sie sich auf die noch zusammengefaltete Bettdecke. Und wieder beginnt das gleiche Spiel. Wehe, wenn ich sie kurzerhand vom Bett wegschicke. Dann sind sie aber richtig beleidigt (mindestens für die nächsten drei Minuten). Kaum lösche ich das Licht - schwupps - liegen sie schon alle wieder auf mir drauf. Naja, es ist ja Winter, da kann ich so ne Bettflasche noch brauchen. Doch was mache ich, wenn es draussen 30 Grad hat? Das kann ja heiter werden. Oft stehe ich am Morgen auf mit halb verrenkten Gliedern, weil ich mich die ganze Nacht kaum drehen konnte. Und so was nennt man erholsamen Schlaf. Trotzdem finde ich es schmeichelhaft, dass sie bei mir liegen. Es ist halt ihre Art zu zeigen, dass sie mich mögen.
06.02.2007   Die Panik ist gewichen
 Micky pennt
Mickys Panik ist definitiv gewichen. Sie hat sich daran gewöhnt, dass hier noch andere Tiere wohnen. Ihr Lieblingsplatz ist auf dem Schrank, ganz weit oben. Von dort kann sie auf die anderen Katzen hinunterschauen und den Ueberblick behalten. Manchmal klettert eine zu ihr hoch, um ihr den Futternapf zu leeren. Selbst das lässt Micky in der Zwischenzeit kalt. Ich glaube, sie hat gemerkt, dass es bei uns gar nicht so übel ist.
Micky am schlafen 
Wenn ich von der Arbeit heim komme, sitzt sie meistens schon bereit. Sie weiss, dass es jetzt was zu Futtern gibt. Und was sie auch schon bestens kennt - das Schmusen. Das macht sie besonders gerne. Sie streicht mir um die Beine, drückt sich ganz fest an mich. Und wenn ich mich zu ihr auf den Boden setze, drückt sie ihren Kopf fest an meinen. Ich glaube, wir haben es geschafft. Aus der panischen Micky ist eine glückliche, zugängliche Tigerlady geworden. Sie freut sich jeden Tag, wenn sie nach draussen in den Garten darf. Zwar sind ihre Spaziergänge noch äusserst bescheiden. Meistens enden sie zwischen Tür und Angel, doch die Aussenluft schnuppern ist eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen. Und dann sind da ja noch die Vögel,die am Vogelhaus rumturnen. Dies fasziniert unsere Micky besonders. Allmählich merkt sie, dass sie das grosse Los gezogen hat.
Bald kommt der Frühling, Dann wird Micky wahrscheinlich vermehrt draussen sein und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen.
26.01.2007   Weisse Pracht
Fünf Katzen, die zum ersten Mal in ihrem Leben Schnee gesehen haben - das war ein Erlebnis. Alena, Chiara, Beauty und Simba haben schön doof geschaut, als der Himmel plötzlich weisse Flocken auf die Erde fallen liess. Erst haben sie mal eine Pfote ins weisse Nass gesteckt, dann daran geschnuppert. Als die "Entwarnung" kam, rannten sie los, Hügel auf und Hügel ab. Man sah den Neuschnee nur noch so fliegen. Sie fanden es irre lustig, dass der Schnee um sie herum wirbelte.
Auch Micky fand den weissen Regen etwas eigenartig. Sie setzte sich in den Türspalt, den Hintern im warmen Zimmer, die Schnauze draussen, und schaute den vier Irren zu. Bald schon war ihr klar, dass die weisse Pracht nicht weh tut. Auch sie ging nach draussen, um zu schauen, worum es sich dabei handelte. Allerdings fand sie es etwas zu nass und kalt, als dass sie sich rein getraut hätte. Sie setzte sich deshalb auf den gedeckten Sitzplatz und schaute den Jungen zu, wie sich diese im Schnee wälzten.
Nach der ersten Schneeballschlacht kamen die Vier zurück in die warme Stube. Leider konnte ich ihnen nicht sagen, sie sollen die nassen Schuhe draussen lassen. Besonders Beauty war ein kleiner Schneemann. Mit ihrem langen Haar brachte sie eine halbe Schneelawine in mein Wohnzimmer. Ich habe schön blöd geschaut, als Beauty ihren Schwanz hob. Sie hatte am Hintern und Schwanz ein totales Schneebrett. Dieses wandelte sich innert kurzer Zeit in einen kleinen See um, der sich in meinem Wohnzimmer ergoss. Tja, was soll man da schon machen. C'est la vie!
10.01.2006   Tauwetter in Sicht
Nein, draussen liegt kein Schnee! Auch war es in den letzten Tagen nirgendwo gefroren. Nur im Wohnzimmer bei Micky (so heisst sie richtig) war es etwas kühl. Sie ist noch immer sehr abweisend zu den anderen Katzen, obwohl die ihr überhaupt nichts machen. Ich staune immer wieder, wie vorsichtig meine Wildfänge sind, wenn sie Micky begegnen. Und wenn die Tigerkatze dann knurrt, dann schleichen sie sich einfach weg. Es soll mir ja niemand sagen, Katzen reden nicht miteinander. Was sich bei mir daheim abspielt, beweist klar und deutlich das Gegenteil. Meine Katzen wissen genau, dass Micky traurig ist und Angst hat. Sie lassen sie wirklich in Ruhe.
Und gestern, welch Wunder, begann das Tauwetter. Aus der frostigen Stimmung wurde ein sanfter, warmer Wind. Micky hockte sich mitten in die anderen Katzen an den Futtertrog. Im Anschluss begann sie mit einer Spielmaus durchs Zimmer zu jagen. Sie war zwar immer noch vorsichtig, doch nicht mehr so unheimlich ängstlich wie zu Beginn. Wenn das so weiter geht, wird sie bis im Frühling, wenn die ersten Sonnenstrahlen ins Zimmer dringen, eine normale Katze sein, die mit den anderen Samtpfoten spielt. Auf diesen Moment freue ich mich.
08.01.2006   Simba der Dauergast
Gestern kamen Tatjana und ihre Familie wieder vom Urlaub zurück. Simba durfte (musste?) wieder nach Hause gehen. Geahnt habe ich es zwar schon, dass er die erste Gelegenheit nutzen wird, um wieder bei mir durch die Katzentüre zu schlüpfen, doch sicher war ich mir nicht. Schliesslich wurde er gestern von Tatjana eine Stunde lang gekrault. Und dies hat ihm gefallen.
Trotzdem blickte ich heute nach dem Aufwachen in zwei orange Katzenaugen. Simba lag direkt neben mir auf dem Bett und hat mich beobachtet. Er ist eben ein richtiges Schlitzohr.
03.01.2007   Ich melde mich zurück
In den letzten 10 Tagen habe bei einem riesengrossen Wohnungsumzug tüchtig mitgeholfen. Aus diesem Grund habe ich meine Homepage etwas vernachlässigt.

Natürlich wünsche ich Euch (wenn auch nachträglich) einen guten Start im 2007 und dass all Eure Wünsche in Erfüllung gehen.
31.12.2006   Hoppla, wer hätte das gedacht?
 Wo ist Miggi?
Am Morgen nach dem Aufstehen habe ich sofort geschaut, wo Miggi ist. In der Schublade war sie nicht, auch nicht auf dem Bauernschrank. Draussen war es klirrend kalt, weshalb ich sehr ungern den Weg in den Garten machte. Doch da sass sie, hoch oben auf dem Katzenbaum und hat den Sonnenaufgang beobachtet. Sie hat den Weg rein wieder gefunden, denn am Abend sass sie wieder wie gewohnt auf dem Bauernschrank in ihrer Höhle.
In der Silvesternacht ist Miggi dann verschwunden. Das Geknalle war ihr zu viel. Wo sie sich verkrochen hat, weiss niemand. Jedenfalls habe ich sie zwei Tage lang nicht mehr gesehen. Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob sie wohl nach Hause gegangen ist. Beat wohnt in Füllinsdorf, also kaum zehn Kilometer Luftlinie. Sie hätte es bestimmt geschafft, nach Hause zu kommen. Allerdings wäre sie sehr enttäuscht worden, denn ihr Herrchen hat am 27. Dezember die Augen für immer geschlossen.
Am 3. Januar 2007 stand Miggi wieder da. Sie hatte wahrscheinlich nur die Umgebung erkundigt. Wir alle waren froh, dass sie wieder da ist.
30.12.2006   Miggi wird vermisst
Manchmal geht auch alles schief. Miggi ist nach wie vor schüchtern. Sie hat zwar nach dreitägigem Hungerstreik eingesehen, dass Futter doch etwas Leckeres ist und sich über die Leckerbissen her gemacht. Sie ist aus der Schublade hervorgekrochen, hat gefressen und sich hoch oben in der Höhle auf dem Bauernschrank verkrochen. Dort liegt sie Tag und Nacht und beobachtet das heitere Geschehen aus einiger Entfernung.
Total geschafft bin ich vom vierten Umzugstag nach Hause gekommen. Doch wo ist Miggi? Ich habe sie im hintersten Winkel gesucht, mit der Taschenlampe auch die unmöglichsten Orte abgesucht. Miggi blieb verschwunden. Da Miggi bisher als reine Wohnungskatze gelebt hat, bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, sie sei nach draussen entwichen. Meistens ist es so, dass man den Katzen erst lernen muss, wie eine Katzentüre funktioniert. Trotzdem, habe ich mich dann halt um ein Uhr in der Früh, nach draussen begeben auf den Gartensitzplatz. Und da sass sie und hat mich mit grossen Augen angeschaut. Es wäre unmöglich gewesen, die kleine Katze einzufangen. Allerdings hat es so ausgesehen, als habe sie draussen weniger Angst als drinnen. Sie hat in aller Ruhe die ganze Umgebung betrachtet. So bin ich dann schlafen gegangen und habe gehofft, dass Miggi auch den Weg rein wieder findet.
26.12.2006   Notfallkatze
Notfall Miggi 
Gestern erhielt ich einen Anruf, dass Miggi dringend Hilfe braucht. Die zierliche Tigerdame hatte schreckliches erlebt. Ihr Herrchen (erst 48 Jahre alt) hatte einen Unfall und liegt im Koma. Es gibt niemanden, der sich um Miggi kümmern kann.
Also habe ich mich auf den Weg gemacht, um Miggi zu holen. Sie sollte vorübergehend bei mir wohnen dürfen, mindestens so lange, bis Beat (so heisst ihr Herrchen) wieder genesen ist.
Vorgefunden habe ich eine vollkommen verstörrte Katze. Die Panik stand ihr in den Augen geschrieben. Es war kaum möglich, sie einzufangen und zu beruhigen. Wir haben es dann im dritten Versuch geschafft und Miggi zu mir gebracht. Dort hat sie sich in die hinterste Ecke verkrochen und liess sich nicht mehr blicken. Drei Tage lang verweigerte sie jeden Kontakt, jegliches Futter. Auch Wasser trank sie nicht. Man merkte ihr an, sie hatte grosse Angst. Ihr war es ungeheuer, dass hier noch andere Katzen lebten. Am wohlsten fühlte sie sich in der ausgeräumten Schrankschublade, wo es dunkel und ruhig war.
26.12.2006   Ein Feriengast kommt selten allein!
 Simba in den Ferien
Weihnachten daheim in Serbien. Das wollte Familie Marinkovic verbringen und ist mit allen Kindern in den Süden gefahren. So durfte Simba erneut seine Ferien im Katzenhaus verbringen. Für ihn war das eh nichts Neues, verbringt er sowieso die meiste Zeit bei uns. Interessant wurde es für ihn aber, da er auch am Abend raus gehen durfte. Das hat ihm natürlich gefallen. Er hat seine Familie nicht vermisst. Klar, die Streicheleinheiten musste er sich mit anderen Katzen teilen, dafür gab es einen weiteren Feriengast, mit dem man rumtoben konnte.
Das Katzenmami war allerdings nicht so oft daheim, war sie doch daran, ihrem Bruder beim Umzug zu helfen. Doch so was stört einen Kater wie Simba überhaupt nicht. Dann schläft man halt den ganzen Tag, bis der "Dosenöffner" wieder kommt....
25.12.2006   Feriengast Stella
Feriengast Stella 
Seit wenigen Tagen wohnt ein kleiner Feriengast bei uns. Ihr Name ist noch Stella. Das kleine Katzenbaby hätte erst nach den Weihnachtsferien in seine neue Familie umziehen sollen, doch ihre richtige Katzenmama wollte sie nicht mehr. Es gab daheim derart viel Stress, dass Stella sofort hätte umziehen sollen. Die neue Familie, bei der Stella wohnen sollte, hatte aber bereits Weihnachtsferien geplant. Deshalb war es nicht möglich, dass der Umzug nach Möhlin sofort passieren konnte.
Und was liegt da näher, als ein Kurzurlaub in Kaiseraugst? Die anderen Katzen waren zuerst entrüstet. Was soll denn das? Schon wieder eine neue Nase? Die ersten Tage musste sich Stella in Acht nehmen, denn sie wurde von allen befaucht und beschimpft. Doch dann merkten meine Samtpfoten, dass es sich hier um ein drei Monate altes Katzenbaby handelt, das allen noch wohlgesinnt ist. Also hat man Stella im Kreise der Katzen aufgenommen. Dann ging aber die Post ab. Ich sah Stella eigentlich mehr oder weniger im Flug. Sie tobte mit den anderen kreuz und quer durchs Zimmer, Katzenbaum hoch und wieder runter. Es war deshalb nicht erstaunlich, dass Stella eines Tages nur noch auf drei Beinen da stand. Sie musste sich das hintere Bein gestaucht haben. Trotzdem war ihre Freude ungebremst. Nun tobte sie eben auf drei Beinen durchs Zimmer. Sie liess sich durch den Schmerz nicht beirren. Nach drei Tagen war das Bein auch wieder heil und Stella konnte noch einen Gang höher schalten.
Erst gegen Ende des Urlaubs wurde sie etwas ruhiger, dann nämlich, als sie von einer Grippe geplagt wurde. So musste sie mit Schnupfen und Husten vor wenigen Tagen im neuen Heim einziehen. Aus Stella wurde nun Lucy. Von jetzt an wird sie so heissen und von zwei zauberhaften Kindern verwöhnt werden. Sicher ist Stella/Lucy froh, dass sie die Ablösung von der Mutter mit anderen Katzen überstehen konnte. Beauty, Simba und Chiara haben sich wunderbar um die Kleine gekümmert. Sie waren alle sehr traurig, als sie von der Schwarz/Weissen Abschied nehmen mussten.
10.12.2006   Unten oder oben?
und so was ist bequem? 
Bei diesem kalten Wind bleiben wir lieber drinnen. Dies haben meine Vierbeiner entschieden. Und da es alleine so trostlos ist, legen sich Alena und Beauty ganz dicht aneinander - äääähhh - oder war das wohl übereinander? Vor lauter Pelz und Beine ist kaum mehr ersichtlich, was denn wem gehört. Man könnte fast meinen, es gäbe auf meinem Katzenbaum nur eine einzige Mulde. Naja, wichtig ist ja, dass sich die Beiden wohlfühlen. Und das ist unbestritten.
02.12.2006   Der Tag danach
Es ist alles gut gegangen. Chiara und Alena sind sterilisiert worden. Die Gefahr ist gebannt, dass sie mir eines Tages niedliche Katzenbabies vor die Türe legen. Allerdings war es wie immer. Es scheint so, als sei bei uns immer alles anders als bei anderen Katzenfamilien. Chiara und Alena haben, kaum waren sie aus der Narkose erwacht, an den Fäden rumgekaut. Sie wollten die Fremdkörper so schnell als möglich loswerden. Resultat: Jede bekam einen Kragen, dank dem sie nicht mehr an der Wunde rumknabbern konnten.

Als sie daheim ankamen, wurden sie von den Andern etwas komisch angeschaut. Nein, so was hatte man noch nie gesehen. Waren das Ausserirdische? Jedenfalls erntete das Duo ein ausgiebiges Fauchen und Knurren. Chiara und Alena fühlten sich elend. Erst die Narkose und jetzt die doofen Kragen. Vor allem für Chiara war dies eine Tortur. Sie hat ja nur ein Auge und wurde durch den Kragen im Sehvermögen noch weiter eingeschränkt. Sie stiess mit dem Kragen an jedem Pfosten, Stuhl und Schrank an.

Erst musste ich ja wirlich lachen, als ich die beiden Ausserirdischen mit ihrem Schmuck sah. Doch dann spürte ich, dass es so nicht ging. Also gab es eine Lektion Katzenschule. Ich entfernte ihnen den Kragen so lange, bis sie wieder mit dem Knabbern anfingen. Dann ernteten sie ein klares NEIN und der Kragen wurde wieder montiert. Dieses Spielchen setzten wir den ganzen Abend so fort. Und, oh Wunder, sie hatten es kapiert. Irgendwann war ihnen klar geworden, dass sie den Kragen nur loswürden, wenn sie ihren Bauch in Ruhe liessen.

Und die Moral von der Geschicht: die Fäden sind noch drin, die Kragen weg.
30.11.2006   Der Tag davor
Noch herrscht Ruhe bei uns, also geniessen wir sie. Morgen werde ich das nicht sagen können, das weiss ich schon jetzt. Für Alena, Chiara und Simba heisst es morgen "ab zum Tierarzt". Sie sind flügge geworden. Bevor sie mir Nachwuchs nach Hause bringen, werden sie kastriert. Da sie bekanntlich nüchtern antreten müssen, kann ich mich schon jetzt auf ein grosses Theater vorbereiten. Die Rasselbande macht mich nämlich jeden Morgen halb verrückt. Wenn man ihnen zuschaut, bekommt man den Eindruck, sie hätten schon seit Wochen nichts mehr gefressen. Sobald ich den ersten Fuss aus dem Bett hebe, stehen sie mit Gebrüll da. Gehe ich in die Küche, setzen sie sich hin und schauen mich mit grossen Augen an. Sie verfolgen jede meiner Bewegungen. Ich muss regelmässig auf den Boden schauen, um ja nicht einen Fehltritt zu machen. Sie verfolgen mich nämlich auf Schritt und Tritt, so lange bis der gefüllte Futternapf vor ihnen steht. Es braucht schon langsam Taktik, wie man die hungrigen Mäuler stopfen kann. Irgendwie fehlen mir da vier Hände, denn ich muss die Fressnäpfe alle gleichzeitig auf den Boden stellen, sonst ist das Gerangel ums Fressen zu gross.
Und morgen wird es für Chiara, Alena und Simba kein Frühstück geben - au weia! Das wird ihnen wohl gar nicht gefallen. Ich muss mir da noch was einfallen lassen, wie ich die heikle Situation entschärfen kann.

Mmmhhh, muss das schon noch richtigstellen - Simba ist nicht MEIN Kater. Wir alle wissen das, nur er nicht. Er verbringt deshalb die meiste Zeit bei mir und macht sich wie alle anderen über das Futter her. Früher musste ich jeden Abend Emsy von der DPD holen und nach Hause fahren. Heute bringe ich Simba von mir in sein Zuhause zurück. Tja, der Unterschied liegt bei zwei Kilometern, denn Simbas Daheim ist im Nachbarshaus :-))
21.11.2006   Mini Pig im Katzenhaus
Wir wissen ja alle, dass es manchen Kindern nichts ausmacht, wenn sie die Windeln voll haben. Manche fühlen sich dabei sogar pudelwohl, finden die warme Omelette in ihren Hosen sogar noch weich und warm.
Nicht viel anders scheint es bei den Katzen zu sein. Die einen sind peinlichst genau, was die Hygiene angeht und putzen sich stundenlang, bis auch das letzte Häärchen richtig sitzt. Andere wälzen sich im Sand oder Kistchen. Und dann gibt es eben noch die "Mini Pigs". Ich glaube, ein solches Schweinchen habe ich erwischt.
Meine Beauty ist ein sehr anhängliches Wesen. Sie liebt es, immer dicht bei den anderen Katzen zu sein. Legt sich Alena irgendwo hin, liegt Beauty daneben. Spielt Chiara mit einer Fellmaus, macht Beauty mit. Rennt Simba einem Pingpong-Ball nach, springt auch Beauty. Am Abend legt sie sich gerne auf meine Beine, wenn ich wieder mal den Abend vor der Glotze verbringe. Sie lässt ihre Geschwister nicht aus den Augen, egal wohin sie gehen. So war es auch gestern, bevor ich das Haus verliess. Ich schaute den Beiden noch zu, als sie sich zusammen ins enge Katzenklo zwängten, das eigentlich nur auf die Grösse einer Katze ausgerichtet ist.
Als ich eine Stunde später nach Hause kam, lag "der Duft der grossen, weiten Welt" in der Luft. Auch Katzenklo putzen und Durchlüften brachte keine merkliche Verbesserung. Dann kam Beauty. Hinter ihr schwebte ein besonders "edler" Geruch. Irgendwie schien sie sich unbehaglich zu fühlen. Als ich sie hochhob, dachte ich, ich fasse in einen Misthaufen. Die Katze stinkte von oben bis unten. Auf dem Kopf klebte eine bereits angetrocknete undefinierbare Masse - igitt! Wie es scheint, hatte sie sich im dümmsten Moment an ihre geliebte Schwester gedrückt. Das Resultat klebte nun in ihrem langen Haar.
Nein, gewaschen werden liebt sie nicht. Normalerweise rennt sie weg, wenn sie nur sieht, dass ich den Wasserhahn aufdrehe. Gestern stand sie da wie eine Kerze, liess sich von oben bis unten waschen. Ich glaube, sie war froh darüber, dass ich ihr die Sch.... vom Kopf entfernt habe. Ich bin mir sicher, dass sie künftig den Weg aufs Klo alleine antreten wird. Sachen gibt's!
09.11.2006   Winterspeck
Jetzt, wo es draussen kälter wird, entwickeln die Katzen einen unbändigen Hunger. Anscheinend müssen sie sich einen Winterspeck anfressen. Nachdem meine Vierbeiner die Nacht mitten auf meinem Bett verbracht haben (s. Eintrag vom 26.10.06), strecken sie sich mal ausgiebig. Dann beeilen sie sich, um zuerst in der Küche zu sein. Dort stehen sie dann in Reih und Glied und warten darauf, das bekannte "Klick" der ersten Futterdose zu hören. Und wehe, wenn das nicht schnell genug geht. Dann wird miaut. Sie singen dann gemeinsam, als seien sie ein kleiner Chor. Dazwischen piepst Beauty, denn sie kann noch nicht so richtig beim Miauen mithalten. Meistens sitzen sie alle wie Statuen um mich rum. Mache ich zwei Schritte nach rechts, tun sie es auch. Gehe ich zurück, folgen sie mir. Sie lassen mich keine Sekunde aus
Frühstück 
den Augen, nicht dass sie noch was verpassen und die Andere das Futter zuerst bekommt.
Es ist sehr wichtig, dass ich wirklich wach bin, denn es ist auch schon passiert, dass ich über eine "ausgehungerte" Katze gestolpert bin. Und wenn ich den Einsschrank öffne, rennen sie hin. Sie wissen ja genau, dass dort die Katzenmilch drin ist. Ich muss sie richtiggehend davon abhalten, in den Eisschrank zu klettern.
Und dann, dann ist es endlich so weit. Ich stelle die Futternäpfe auf den Boden und geniesse den Anblick. Man beachte: der Rote gehört nicht zu mir :-))) Manchmal verirrt sich halt auch ein "ausgehungerter" Nachbarskater zu mir.
Ich muss noch anfügen, dass die restlichen drei Katzen (Tasja, Miezi, Beauty) auch ihr Futter bekommen, allerdings in einem anderen Zimmer. Nicht dass noch der Eindruck entsteht, das Futter reiche nicht für alle :-)) Dieses Konzert würde ja niemand aushalten!
08.11.2006   Viele neue Links
Ich war sehr fleissig in den letzten Tagen. Seitdem das System wieder läuft, macht es auch wieder Spass. Unter der Rubrik "Links" habe ich einige neue interessante Seiten verlinkt. Es lohnt sich, dort mal reinzuschauen. In den nächsten Tagen werde ich noch mehr dieser Links einfügen, also demnächst wieder mal reinschauen!
07.11.2006   Buch 4 aufgeschaltet
Die Uhr zeigt 00.00 Uhr. Punkt Mitternacht habe ich es geschafft. Das Buch 4 ist aufgeschaltet! Viel Spass beim Lesen.
26.10.2006   Viel Katz, viel Freude
Man merkt es, draussen wird es kälter. Die Katzen verbringen mehr Zeit in der Wohnung als draussen auf dem Sitzplatz. Vor allem am Abend geniessen sie es, dass drinnen die Heizung eine wohlige Wärme ausstrahlt. Ihr Lieblingsplatz ist normalerweise
 Viel Katz, viel Freude
auf dem Boden, denn dort gibt es die Heizschlangen der Bodenheizung. Ich muss nicht fragen, wo diese Schlangen zu finden sind. Sie sind bestimmt dort, wo die Katzen liegen.
Dann gibt es noch das Bett, ein richtiger Anziehungspunkt. Kaum lege ich mich todmüde rein, springen sie von allen Seiten auf meine Bettdecke. Dabei interessiert es sie überhaupt nicht, ob ihr Lieblingsplatz mitten auf dem Bett oder am Fussende ist. Wichtig ist nur, dass man ganz nahe bei mir liegt. Manchmal komme ich mir vor wie ein Gipfeli, das krumm umd schräg da liegt. Und wehe, wenn ich mich bewege, dann werden die Krallen rausgelassen und es wird mit meinen Zehen gespielt. Chiara ist voll davon überzeugt, dass das was sich da unter der Decke bewegt, eine Maus ist. Und da die Kleinen ja von den Grossen lernen, ist Beauty bei diesem Spielchen voll dabei.
Und wehe, wenn ich mir erlaube, beim Fernsehschauen mal kurz aufzustehen und mir etwas zu trinken zu holen...... Was dann passiert, zeigt dieses Bild deutlich. Dazu kann ich nur sagen "Viel Katz, viel Freude"! Dann muss ich schauen, wo ich mich hinsetzen will, denn das Sofa ist voll. Witzig ist ja, dass die Vierbeiner sich so aneinanderreihen, als ob man sie in Pose gelegt hätte. Bei diesem Anblick musste ich die Kamera zücken und das Bild verewigen.
Es soll mir ja niemand erzählen, ein Singledasein wäre langweilig und würde die Menschen in die Einsamkeit bringen :-)))
16.10.2006   Ich fühl mich pudelwohl
ich fühl mich pudelwohl 
Seit 10 Tagen wohne ich nun in Tinas Katzenhaus. Ich fühle mich pudelwohl. In der letzten Woche durfte ich mit ins Geschäft, wo es viel zu entdecken gab. Da habe ich aber die Leute auf Trab gehalten, habe an allen Kabeln rumgeknabbert und bin quer über die Tastatur gelaufen. Komischerweise haben alle nur gelächelt statt mit mir geschimpft. Wenn ich aber lange genug gespielt hatte, war ich müde. Dann habe ich mich einfach irgendwohin gelegt und gepennt.
 klein aber oho!
Diese Woche hat mein Katzenmami Ferien. Jetzt ist es immer daheim, eine gute Gelegenheit, seinen Bauch als Liegematte auszuprobieren. Wenn es sich mit einem Buch auf das Sofa legt, lege ich mich oben drauf. Da sind die anderen Katzen aber neidisch. Die wären nämlich auch gerne auf ihren Bauch gelegen, doch da lag ja schon ich.
Mit meinem Geschwistern habe ich mich schon recht gut angefreundet. Besonders mit Alena macht es grossen Spass. Mit ihr spiele ich schon wie verrückt. Auch Chiara und der Nachbarskater Simba machen oft mit. Und manchmal kommt auch das Nachbarsmädchen Dana. Whow, dann geht aber die Post ab. Sie hat mir viel Spielzeug mitgebracht - Mäuse, Federn und Bällchen - da gibt es nun viel zu toben. Ich glaube, ich habe hier einen ganz besonders schönen Platz gefunden. Bald darf ich dann auch mit nach draussen in den Garten. Durch die Scheibe sieht es aus, als gäbe es da noch vieles mehr zu entdecken. Ich freue mich schon riesig auf den Tag, an dem ich mit den anderen draussen rumtoben darf.
Noch was ist mir aufgefallen. Es sind schon viele Leute gekommen, die mich sehen wollten. Alle haben das gleiche gerufen "Oh, ist das ein schönes Kätzchen. So ein schönes Katzenbaby habe ich noch nie gesehen". Da sieht man nur, was die Menschen doch für komische Tiere sind. Meine Geschwister waren genau so schön und die anderen Katzen im Tierheim ebenso. Naja, schön ist es ja trotzdem, dass mich alle so mögen. Ich mag sie nämlich auch.
15.10.2006   Buch 4 ist fertig
Das Buch 4 ist schon lange fertig und versandbereit. Leider konnte ich es bis heute nicht ins Internet stellen, da noch immer Probleme auf der Homepage bestehen. Eines kann ich jedoch versprechen. Es ist wunderschön geworden und hat viele neue Fotos von Emsy und seinen Freunden drin. Mit diesem Buch wird uns Emsy immer in bester Erinnerung bleiben. Jedes Mal, wenn wir darin blättern, erinnern wir uns an diesen ganz besonderen Kater.
11.10.2006   Wie der Name, so die Katze
 Beauty
Ich habe sie vor drei Wochen am Patentreffen im Basler Tierheim gesehen und sie hat mein Herz erobert. Sie wurde, mit ihren drei Geschwistern, auf einem Schulhofplatz ausgesetzt - schlicht und einfach "entsorgt". Im Tierheim hat man ihr den Namen "Beauty" gegeben, da sie die Schönste war. Und diesem Namen macht sie alle Ehre. Schon jetzt, als 10 Wochen altes Katzenbaby, ist sie eine wahre Schönheit. Eines Tages wird sie langes Haar haben und die Kater der Region verrückt machen. Seit letzten Samstag lebt sie bei uns und wir sind glücklich, dass sie in unser Katzenhaus einziehen durfte. Sie zeigt uns jede Minute, dass sie gerne bei uns ist und froh ist, dass wir sie aufgenommen haben.
06.10.2006   Ein himmlischer Gruss
Emsy hat uns heute Morgen einen himmlischen Gruss gesandt. Als ich zur Arbeit fuhr, zog sich ein wunderbarer Regenbogen über den Himmel. Ich habe hochgeschaut und an unseren Streuner gedacht, der bei der Regenbogenbrücke auf uns wartet. "Danke, Emsy, für den lieben Gruss. Doch leider ist es noch zu früh für uns. Musst Dich halt noch etwas gedulden."
06.10.2006   Rache ist süss
Das hat sich wohl die gute Samena gedacht. Wegen der Zicke Tasja musste sie schliesslich zum Tierarzt; und das fand sie keineswegs super. Deshalb hat sie sich kurzerhand auf Tasjas Lieblingsplatz im Garten gelegt, mitten aufs kuschlige Fell. Als ich nach Hause kam, habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich Samena so liegen sah, der ganzen Länge nach ausgestreckt und absolut friedlich. "Die soll sich nur ärgern" hat sie sich vermutlich gesagt. Und das hat sie auch. Kaum war Samena vom Thron runtergeklettert, ist Tasja hin und hat alles beschnuppert. Dann hat sie böse in die Richtung geschaut, in der Samena davon gezottelt ist. "Weiber" kann ich da nur sagen :-))
05.10.2006   Weiber - oder - Krach im Hinterhof
Um 05.45 Uhr wurde ich unsanft geweckt. Es knallte, schäpperte und fauchte vor meiner Haustüre. Aus dem tiefsten Schlaf gerissen wusste ich sofort, dass hier zwei Kampfhähne aufeinander losgingen. Da ich vor lauter Schreck eh schon im Bett "stand", war ich auch innert Sekunden wach. Ich brauchte nicht zur Haustüre eilen, denn die Katzen kamen mir entgegengerannt. Sie waren alle ausser sich. Im ersten Moment konnte ich gar nicht feststellen, wer denn jetzt da draussen so gekämpft und geschrien hatte. Als ich die Türe geöffnet habe, war es mir klar: da draussen lagen weisse und rote Haare und ein sogenannter "Angstschiss" - typisch Tasja.
Da sass sie auch unter dem Wohnzimmertisch und war vollkommen ausser sich. Sie hatte panische Angst, wollte unter keinen Umständen mehr in den Garten. Sogar das beste Futter änderte nichts daran - sie stand unter Schock. Erst nach einer Stunde und einer ausgiebigen Streichelzeremonie hatte sie sich beruhigt. Noch immer wusste ich nicht, was denn vorgefallen war.
Das erfuhr ich erst vor dem Mittagessen, dann nämlich, als mich Kurt anrief und mir mitteilte, dass es Samena nicht gut ging. Er wusste nicht genau, was sie hatte. Sie hinkte jedenfalls und schien Schmerzen zu haben.
Nun war mir alles klar - die beiden "Weiber" sind aufeinander losgegangen. Dies ist eigentlich etwas eigenartig, waren sie doch früher die besten Freundinnen. Seitdem Samena die meiste Zeit bei Kurt verbringt ist sie halt schon eine "Prinzessin" geworden. Wer weiss, vielleicht hat Tasja nur die Kleinen beschützt oder sich von unserer edlen Samena nicht in die Schranken weisen lassen. Was genau der Grund war, weiss ich auch nicht. Jedenfalls durfte Samena (zur Freude aller!) zum Tierarzt und sich verarzten lassen. Sie hatte jedenfalls Glück im Unglück, war der Riss in der Hinterpfote nicht so gross, dass er genäht werden musste.
Jetzt hoffen wir, dass sich die Wogen wieder legen und die beiden Kampfhähne in Zukunft wieder friedlich aneinander vorbei gehen können.
22.09.2006   Doppelgänger gesichtet
Manchmal frage ich mich, ob so was noch normal ist? Am letzten Mittwoch war ich an einer Veranstaltung im Tierheim Basel. Bei einem Rundgang durch die verschiedenen Räume habe ich einen kleinen Kater entdeckt, der noch auf ein Zuhause wartet. Ich konnte es kaum fassen: Emsys Doppelgänger! Der kleine sechs Wochen alte Kater war farblich genau gleich wie Emsy, hatte die schwarz-weissen Vorhänge im Gesicht wie unser Streuner. Sogar das "Z" am Hinterbein war vorhanden, das Emsy damals den ursprünglichen Namen "Zorro" brachte. Natürlich waren seine Füsse noch strahlend weiss, denn er darf ja noch nicht raus. Da sass er nun und schaute mich nur an als wollte er sagen "nimm mich mit". Leider musste ich ihm einen Korb geben. Vito, Andreas, Carola, Tanja: Was meint Ihr dazu? Wollt ihr wieder einen Bürokater? Wenn ja, beeilt Euch bevor ihm jemand anders ein Zuhause anbietet.
Schade, dass ich keine Kamera dabei hatte. Wie gerne hätte ich doch ein Foto von ihm gemacht. Das glaubt mir ja sonst keiner.
30.08.2006   In tiefster Trauer
Es ging alles so schnell. Wir stehen hier und können gar nicht begreifen, was passiert ist. Noch stehen wir unter Schock. Es ist, als sei die Welt stehengeblieben.

Danke, dass du bei uns warst 
Unser geliebter Streuner hat die Augen für immer geschlossen.

Er war ein so grosser Kämpfer, hat jedem Sturm und jedem Unfall getrotzt. Doch diese Unfälle haben ihre Narben hinterlassen. Seine Nieren haben sich von den vielen Medikamenten nicht mehr erholt. Wir haben so sehr gehofft, dass wir die Nierenschwäche noch in den Griff bekommen und er noch viele Monate bei uns bleiben darf.
Doch der Schöpfer hat es anders gewollt. Er wollte nicht, dass Emsy noch mehr leidet und hat ihn zu sich gerufen.

Wir haben uns gestern versammelt, um ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten. Wir durften ihn nochmals streicheln und ihn in den Armen halten, als er den Weg in den Katzenhimmel angetreten hat. Er hat es uns gedankt, in dem er uns noch ein Abschiedslied gesungen hat. In seinen letzten Minuten hat er uns nochmals bewiesen, dass er ein König im Schnurren ist und uns dankbar ist, dass er bei uns sein durfte.

Es hat uns das Herz gebrochen, als wir ihn gehenlassen mussten und dass wir unseren besten Freund verlieren. Auch wenn sein Schnurren verstummt ist und sein Liegekissen leer bleibt, wird er in unseren Herzen weiterleben. Die Zeit mit ihm kann uns niemand nehmen. Wir haben einen ganz besonderen Kater kennengelernt und begriffen, dass es kleine Wesen gibt, die eine spezielle Aufgabe auf Erden haben. Er hat sich den Platz bei uns ausgesucht, wofür wir ihm wahnsinnig dankbar sind.

Ich habe mich hingesetzt und eine "Homage an einen ganz besonderen Kater" geschrieben. Ich werde sie als ersten Kapitel unter "Buch 4" im Verlaufe der nächsten Tage aufschalten.
28.08.2006   Entschuldigung
Es gab in den letzten Wochen ein grösseres Serverproblem. Der Zugang zu dieser Homepage war deshalb leider nicht immer möglich. Es tut mir leid. Das Problem ist behoben und Sie werden auch weiterhin regelmässig informiert, was es Neues gibt.
26.08.2006   Was ist denn nur los?
Jetzt waren wir erst noch glücklich und froh, dass unser Streuner etwas Gewicht zugelegt hat. Doch heute Morgen war der Napf unberührt. Er hat zwar etwas Wasser getrunken, doch habe ich den Eindruck, dass es ihm nicht gut geht. Er sitzt sehr gebückt da, als habe er Bauchschmerzen.
Leider ist die DPD heute geschlossen, so dass er den ganzen Tag draussen oder in seiner Villa verbringen muss. Es hat wenig Sinn, dass ich ihn nach Hause nehme, denn von dort würde er gegen Morgen wieder loslaufen in Richtung DPD. Ich glaube nicht, dass dies eine gute Idee ist, denn irgendwie gefällt er mir nicht. Ich glaube, er hat wirklich Bauchschmerzen. Wenn es bis Montag nicht besser ist, muss ich wohl oder übel nochmals mit ihm zum Tierarzt
24.08.2006   Es geht aufwärts
Da Emsy in den letzten Monaten Zahnschmerzen hatte und ständig auf Achse war, hat er stark abgenommen. Er ist richtig mager geworden und es ist höchste Zeit, dass er wieder etwas Fettpolster anlegt. Wir haben in der DPD eine Waage deponiert. Von nun an wird Buch geführt, was er isst und ob er zunimmt.
Heute durften wir mit Freuden feststellen, dass er innerhalb einer Woche 200g zugenommen hat. Er hat sich auch schon gut an das neue Futter gewöhnt, auch wenn er es nicht gleich gut findet wie das alte Futter.
Es ist draussen kühler geworden, so dass Emsy die meiste Zeit mit Schlafen verbringt. Er liegt wie immer quer über den Rechnungen und drückt seine schmutzigen Füsse auf die Lieferscheine.
16.08.2006   Nierenprobleme
Gestern beim Zahnarzt und heute die schlechte Nachricht. Emsy hat ein Nierenproblem. Seine Blutwerte sind bedenklich schlecht. Dennoch versuchen wir, ihm noch viele schöne Monate zu ermöglichen. Allerdings muss er mitmachen und das neue Futter (Diätnahrung) annehmen. Dass ihm das nicht sonderlich munden wird, war absehbar. So mischen wir halt das leckere Menue mit dem weniger schmackhaften. Er wird sich wohl daran gewöhnen. So ist es halt im Leben, es gibt fette und magere Jahre.
15.08.2006   Au Backe - zum Zahnarzt!
Nachdem Emsy schon seit längerer Zeit Zahnschmerzen und entzündetes Zahnfleisch hatte, musste er nun heute zum Zahnarzt. Geliebt hat er mich nicht, als ich ihn dorthin brachte. Am Abend war er dann aber ganz zufrieden. Jetzt war er zwar eine Menge Zahnstein los und einen abgebrochenen Zahn, dafür konnte er endlich wieder mal tüchtig futtern.
10.08.2006   Vor genau einem Jahr
Vor genau einem Jahr hatte Emsy seinen Unfall. Es war eine lange Leidensgeschichte, in der er viel Kraft und Zuneigung gebraucht hat. Wir hatten oft Angst um ihn und wussten nicht, ob er es wohl schaffen würde. Heute, ein Jahr danach, sind wir glücklich, dass er es so gut überstanden hat und "fast" wieder der alte ist. Manchmal, wenn ich ihn davonhinken sehe, denke ich, dass es gut ist, dass er bei jedem Schritt daran erinnert wird, dass Strassen gefährlich sind. Wenn er nur was daraus gelernt hat und endlich im DPD-Areal bleibt, wo ihm eingentlich nicht viel passieren kann.
Den Tierärzten, Freunden und vor allem seinen Schutzengeln möchte ich vielmals danken, dass sie an Emsy geglaubt und mit ihm gekämpft haben. Auch wenn es manchmal aussichtslos aussah, haben sie nie die Hoffnung aufgegeben. Was wäre wohl aus dem verrückten Kater geworden, wenn er nicht so viele Freunde gehabt hätte, die weder Kosten noch Mühe gescheut haben, damit er bald wieder auf die Beine kommt. Oft schaue ich zum Himmel hoch und danke denen da oben, dass sie mir Emsy noch hier gelassen haben. Es war eben doch noch zu früh für den Katzenhimmel.
10.08.2006   Best of Emsy
Haben Sie meine Homepage genau angeschaut? Dann werden Sie eine Veränderung bemerkt haben. Es gibt eine Rubrik \"Band IV\". Die letzten Zeilen sind noch nicht geschrieben, ein paar aktuelle Fotos muss ich noch aufnehmen. Doch schon bald ist es so weit und die Sonderausgabe von Emsys verrückten Geschichten stehen Ihnen zur Verfügung.
Schauen Sie in den nächsten Tagen und Wochen wieder vorbei. Bald wird es heissen \"die Sonderausgabe ist fertig und kann ab sofort hier bestellt werden\".
06.08.2006   Unter Schock
Seit 14 Tagen stehen wir unter Schock. Deshalb hat sich dieser Eintrag verzögert. Vor genau zwei Wochen fanden wir unsere Chiara verletzt vor. Ihr rechtes Auge war geschwollen, das dritte Lid darüber geschoben. Erst dachte ich, es handle sich um einen Insektenstich, doch ich wurde schon bald eines besseren belehrt. Das Auge war verletzt und schon stark beeinträchtigt. Augensalbe, Tropfen, alles half nichts. Der Augendruck wurde stärker und stärker. Das Auge schwoll auf. Chiara musste grauenhaft Schmerzen haben.
Vor einer Woche bin ich notfallmässig ins Tierspital nach Zürich gefahren. Es folgte eine lange Untersuchung. Der abschliessende Ultraschallbericht war niederschmetternd. Die Netzhaut hatte sich bereits abgelöst - Chiara war blind. Und immer noch stand nicht fest, ob es sich nicht um eine Krankheit handelte, die sogar ansteckend sein könnte. Eine kurze Entwarnung am Mittwoch: Die Laborberichte sind okay, es muss eine Unfallverletzung sein. Dennoch hat sich das Auge nicht verbessert - nein, ganz im Gegenteil - es wurde nur noch schlimmer. Ich will mir gar nicht vorstellen, welche Schmerzen das junge Tier aushalten musste. Sie war so tapfer, hat trotzdem noch mit Alena und unserem Feriengast gespielt. Das Auge war derart gross geworden, dass es kaum mehr Platz in seiner Höhle hatte. Und alles nutzte nichts. Die Medikamente brachten keine Besserung.
Schweren Herzens musste ich nun mein Einverständnis geben, dass man der armen Chiara das Auge entfernt. Ich habe sie am Freitag zum Tierarzt gebracht. Ich finde es schrecklich und es bricht mir das Herz, doch für das kleine Wesen ist das eine Erlösung. Es wird nun keine Schmerzen mehr im Auge haben. Blind war es ja schon. Sie war sehr tapfer, ist trotz der einseitigen Blindheit noch mit den
anderen Kätzchen durch die Wohnung gesprungen. Am Donnerstagabend, einen Tag vor der Operation, hat sie ein starkes Schmerzmittel bekommen. Dann legte sie los - rannte wie ne Wilde umher. Sie hatte anscheindend seit 14 Tagen das erste Mal keine Schmerzen.
Am Freitag wurde das kranke Auge entfernt. Nun wird es wieder aufwärts gehen mit ihr. Sie hat zwar ihr Auge verloren, das eh schon blind war, doch haben die Schmerzen nachlassen. Für sie ändert es sich positiv, denn sie hat ja eh nichts mehr gesehen. Nun darf sie endlich wieder eine kleine Katze sein, die mit ihrer Schwester rumtoben kann.
Von der Optik her wird sie nun nicht mehr zur Schönheitskönigin gekürt, doch was ist schon Optik! Es war ein Unfall, das gibt es immer wieder. Sie muss ja nicht die schönste sein, doch glücklich sollte sie sein. Und mein Schätzchen bleibt sie auch mit einem Auge. Wichtig ist, dass es dem Tier gut geht. Ich denke, sie kommt gut mit einem Auge klar, hat das in den letzten 14 Tagen schon bewiesen.
Ich bin traurig und dennoch froh, dass wir ihr nun die Schmerzen nehmen konnten. Es ist schön, dass sie mit den anderen wieder spielt, als sei nichts geschehen. Wenn man ihr nicht ins Gesicht schaut, käme man nie auf die Idee, dass sie nur ein Auge hat. Sie ist wieder munter und fröhlich und - das Allerwichtigste - schmerzfrei. Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, bin aber heute froh, dass es vorüber ist und dass sie wieder eine kleine, junge und vitale Katze ist.
01.08.2006   Unser Feriengast
unser Feriengast: Simba 
Für drei Wochen wohnt ein Feriengast bei uns. Simba (der kleine, nicht der grosse) wohnt auch am Rosenweg. Seine Familie ist in den Urlaub gefahren und Simba darf in dieser Zeit bei uns wohnen. Er ist ein aufgeweckter, kleiner und ganz süsser Kerl. In den ersten Tagen hat er bewiesen, dass er überschüssige Energie hat. Diese hat er nun abgebaut und ist zum richtigen Schmuser geworden. Alena freut sich, dass er bei uns ist. Gerade jetzt, wo es Chiara nicht gut geht, hat sie einen Spielkameraden, mit dem sie rumtoben kann.
Simba stammt auch aus der Schnurrlivermittlung. Zwar ist er nach meinen zwei Katzenbabies dorthin gekommen, doch vertragen sich die Jungtiere wunderbar. Es war nur die erste Stunde, in der man sich etwas angeknurrt hat, dann hat man festgestellt, dass das andere Gegenüber auch noch jung und verspielt ist. Seitdem liegen alle nebeneinander und spielen untentwegt. Der Futternapf wird geteilt, die Katzenmilch zusammen aufgeschlabbert. Es ist eine Freude, dem Trio zuzuschauen.
27.07.2006   Wirtschaftskunde
Die Hitzewelle soll schon bald zu Ende sein, sagen mindestens die Wetterfrösche. Emsy kümmert sich nicht darum, ob wir schwitzen oder nicht. Er hetzt uns kreuz und quer durch die Industrie. Er sucht sich nämlich jeden Tag einen neuen, kühlen Liegeplatz. Ich renne ihm hinterher, von Firma zu Firma. Oberhalb der Hauptstrasse kennen ihn ja schon alle, da macht es keinen Spass. Unterhalb der gefährlichen Strasse gibt es noch zahlreiche Firmen, die noch nicht in den "Emsy-Genuss" gekommen sind. Jeden Morgen erhalte ich einen Anruf, an dem mir eine nette Mitarbeiterin oder Mitarbeiter erzählt, dass mein Kater bei ihnen sei und es sich dort bequem mache. Als braves Katzenmami mache ich mich dann auf den Weg, um den Schelm abzuholen. Dabei lerne ich, obwohl ich doch schon über 25 Jahre in diesem Dorf wohne, Firmen kennen, von denen ich nichts gewusst habe. Gestern zum Beispiel war Emsy in einer Firma, von der ich noch nie was gehört habe. Heute hingegen lag er im Büro der Provimi Kliba, einer Firma, die (grins) auch Katzenfutter herstellt!!!! Das wusste der kleine Kerl zwar nicht. Allerdings hat ihm die Klimaanlage gefallen und die Tatsache, dass er wieder mal im Mittelpunkt stand. Wir kennen ihn ja mittlerweile, er ist und bleibt ein Schlitzohr. Währenddem ich frühmorgens von Gebüsch zu Gebüsch und von Firma zu Firma eile, liegt er der Länge nach im gekühlten Büro und freut sich des Lebens. Auch wenn ich mir oft vorkomme wie der letzte Depp, der seinem Kater hinterherrennt, mache ich es jeden Tag von Neuem. Während die einen frühmorgens joggen gehen, checke ich jedes Gebüsch, rufe ununterbrochen nach ihm und spaziere jeden Weg der DSM ab. Manch verschlafene DSM-Mitarbeiter hat mich schon äusserst komisch angeschaut und vermutlich gedacht, ich sei aus der Psychiatrischen ausgebrochen. Jaja, für manche scheint das wirklich verrückt zu sein, für mich ist das Morgengymnastik. Morgenstund hat Gold im Mund!
16.07.2006   Ferien im Grand Hotel Augarten
Die einen fahren mit dem Auto ans Meer, andere fliegen nach Uebersee. Die Sommerferien haben begonnen. Es ist Reisezeit. Auch unser Kater durfte auf Reisen gehen. Er verbrachte das Wochenende im "Grand Hotel Augarten"(*****).Natürlich genoss er es in vollen Zügen. Normalerweise sind die Wochenende für ihn sehr langweilig, denn in der DPD sind die Tore geschlossen und niemand streichelt ihn. Dieses Wochenende war aber vollkommen anders. Er durfte mit Vito mit ins Hotel Augarten. Dort gab es vieles zu entdecken, neue Gerüche, neue Aussichten. Und wenn es ihm langweilig wurde, musste er nur kurz mal miauen. Dann holte Vito die Leine hervor und Emsy wurde durch den Hotelpark geführt. In diesem Park gab es so viel neue Eindrücke. Er stellte fest, dass es dort etliche Kater und Kätzinnen gab, die er noch nicht kannte. Auch wurde er von allen Seiten bewundert und belächelt - ein Kater an der Leine, ein eher seltener Anblick. Emsy war stolz, dass ihn alle bewunderten. Er stellte seinen Schwanz besonders gerade und liess seine Ohren in alle Richtungen drehen. In der Nacht suchte er sich ein Plätzchen dicht neben Vito und schnurrte ihm in die Ohren.
14.07.2006   Die erste Maus
 spannend
Es war mitten in der Nacht, als ich von einem lauten MIAU geweckt wurde. Da ich bei dieser Hitze mit offenem Fenster schlafe, war das Freudengeheul nicht zu überhören. Vor dem Fenster, im Schatten des Vollmondes, stand Smokie. Sie schien etwas zu wollen, vermied es aber reinzukommen. Kurz darauf ging sie unverrichteter Dinge wieder ins Dickicht zurück.
Am Morgen öffnete ich die Türe in den Garten. Die beiden Kleinen warteten schon ganz gespannt, was es draussen Neues zu entdecken gibt. Sie rannten hinaus, rollten sich in der Sonne, kletterten den Baum hoch.
die erste Maus 
Und dann sah ich sie - stolz wie ein Pfau - aufgeregt wie nie zuvor; Alena mit einer dicken, fetten Maus. Sie knurrte wie ein wildes Tier, schleppte das tote Tier ins Wohnzimmer. Chiara platzte fast vor Neid, versuchte jedoch nur ein einziges Mal, Alena die Maus abzunehmen. Ein lautes Knurren kam als Antwort zurück. Sie spielte noch lange mit der Maus, die ihr Smokie in der Nacht vor die Türe gelegt hatte. Als ich 10 Minuter später wieder hinschaute, war der Zauber vorbei. Alena hatte das Tier verschlungen. Uebrig geblieben war nur noch die Galle. Es war ihre erste Begegnung mit einem richtigen Graupelzchen, denn als Wohnungskatze hatte sie bisher nur davon geträumt. Es war ein absoluter Leckerbissen. Nun musste sie nur noch lernen, wie man diese wendigen Dinger fängt. Doch das wird ihr Smokie bestimmt eines Tages zeigen. Von Shiva kann sie es nicht lernen, denn auch Shiva hat keine Ahnung davon, wie man jagt. Shiva zeigt ihr zwar, dass man den Garten nicht verlassen darf, holt sie zurück, sobald sie die tolerierte Distanz überschritten hat. Bei der Mäusejadg stellt sich Shiva hingegen derart ungeschickt an, dass die Mäuse nur über sie lachen. Was Shiva nicht kann, kann Smokie umso besser. Sie wird es den Kleinen lernen, sobald sie sie voll akzeptiert. Daran arbeiten wir noch....
03.07.2006   Aus Kätzchen wird Katze
Es geht aufwärts mit den Kleinen, vor allem mit dem Gewicht. Heute brachte Alena bereits 860g auf die Waage, das Doppelte von dem, was sie vor zwei Wochen hatte! Chiara und Alena dürfen, wenn ich daheim bin, in den Garten. Nicht nur ich beobachte sie, nein, auch Shiva spielt Ersatzmutter. Sie lässt sie nicht aus den Augen, schaut stets, dass keines der Kleinen zu weit weg läuft. Und wenn dies der Fall ist, rennt sie hin, stellt sich über das Katzenkind und versucht es im Genick zu packen, um es nach Hause zu tragen. Leider weiss Shiva nicht, wo genau sie zupacken muss. Sie ist dann etwas verwirrt, sucht mit ihrer Schnauze die ganze Katze von vorne nach hinten ab. Da sie sich keine Blösse geben will, leckt sie das Kleine dann einfach ab und jagd es Richtung Wohnung. Tja, so geht es auch. Man muss sich nur etwas einfallen lassen. Shiva kann ja nicht alles wissen, ist ja selber noch ein halbes Baby. Schön ist es jedenfalls, dass sie sich so um die Katzenkinder kümmert. So kann ich sicher sein, dass sie den Garten unter keinen Umständen verlassen.
29.06.2006   Das alte Spiel
Wie könnte es auch anders sein; Emsy ist unterwegs! Mit seinen Streunertouren hält er uns wie jeden Sommer auf Trab. Man sagt immer, Stress erhält jung. Wir werden täglich jünger, würde ich sagen, denn der gute Emsy stresst uns. Natürlich wissen wir, dass Streunen seine Lieblingsbeschäftigung ist. Dennoch haben wir immer ein ungutes Gefühl, wenn er sich nicht jeden Tag mal zeigt. Man weiss ja nie, ob er nicht wieder einen Unfall hatte.
Seit einer Woche wurde er nun nicht mehr gesichtet. Er hat sich weder in der DPD noch bei mir daheim gezeigt. In der Zwischenzeit sind drei Stürme über die Region gezogen. Zahlreiche Bäume sind umgestürzt, gewaltige Wassermassen sind vom Himmel gefallen. Am Himmel wechselsten sich Blitz und Donner die ganze Nacht ab. Das alles hat Emsy überhaupt nicht gestört. Ich weiss nicht, wo er sich aufgehalten hat, jedenfalls Angst hatte er keine, sonst hätte er den Heimweg gefunden. Irgendeinen Unterschlupf muss er gefunden haben, denn sein Fell war trocken und sauber.
Nachdem uns allmählich die Angst in den Gliedern gesessen hatte, habe ich früh am Morgen eine Suchaktion gestartet. Gestern war noch nichts von ihm zu sehen. Heute Morgen nun sass er gemütlich im Park der DSM, dort wo es Magerwiesen gibt, Schatten, Wasser und fette Mäuse. Als ich ihn gerufen habe, ist er sofort gekommen, nein - gerannt. Er wusste nun, dass es leckeres Futter gibt, das man sich nicht verdienen muss.
Wir waren alle froh, dass er wohlauf ist und die Unwetter gut überstanden hat. Nun liegt er in in seinem Körbchen in der DPD und geniesst die vielen Hände, die ihn streicheln. Und uns ist wieder mal ein Stein vom Herzen gefallen. Wir sind glücklich, dass es ihm gut geht.
26.06.2006   Geschwisterliebe
Meine beiden Katzenbabies geniessen die Zweisamkeit. Sie spielen zusammen, legen sich nachts dicht aneinander. Auch der Napf mit der Katzenmilch wird schwesterlich geteilt. Jetzt, wo Alena schon 640g schwer und putzmunter ist, machen uns die beiden Babies viel Freude. Noch immer nehme ich sie ins Büro mit, damit daheim die Katzentüre für die anderen Mitbewohner offen bleiben kann.
Wenn wir abends nach Hause kommen, begleite ich die beiden Stubentiger nach draussen. Dann hat die Stunde der Freiheit geschlagen. Dann dürfen sie - unter Aufsicht natürlich - eine Stunde im Garten rumtoben. Bei dieser Hitze sind wir alle froh, dass wir diese Stunde zum Lüften nützen können.
Natürlich gibt es auch draussen einen riesengrossen Katzenbaum. Chiara hat bereits herausgefunden, dass man da ganz hoch hinauf klettern kann. Alena folgt ihr. Nur besteht der kleine Unterschied darin, dass Alena alleine nicht mehr runter traut. Naja, für irgendwas bin ich ja auch noch da. Dann hole ich eben die Leiter und befreie die kleine schreiende Katze von ihrem Aussichtspunkt.
Allmählich haben sich auch die anderen Tiere an den Neuzugang gewöhnt. Shiva leckt die Babies, als seien es ihre eigenen. Tasja passt gut auf, dass keines verloren geht. Smokie kommt eh nur nach Hause, wenn es Futter gibt. Die restliche Zeit verbringt sie im kühlen Park. Nur Miezi hat noch etwas Mühe, mit den quirrligen Dingern. Er geht ihnen lieber aus dem Weg. Allerding muss er immer noch einen Blick wagen und etwas rumschnuppern. So ganz egal scheinen sie ihm eben doch nicht zu sein - smile.
17.06.2006   Am seidenen Faden
mitten im Gewürz 
Eine anstrengende und nachdenkliche Woche geht zu Ende. Was vor wenigen Tagen wahnsinnig schön begann, entwickelte sich zu einem Fiasko. Alena wurde krank. Sie übergab sich eine ganze Nacht lang. Es ging ihr elend. Es stellte sich heraus, dass sie voller Würmer war. Die Entwurmung brachte zwar den Quälgeistern den Tod, doch Alena hatte grosse Schmerzen. Ihr Bauch war hart angeschwollen und sie hatte Durchfall. Natürlich verweigerte sie jegliches Futter. Da sie erst 560g auf die Waage brachte, musste man gut aufpassen, dass sie genügend Flüssigkeit und Nahrung zu sich nahm. Das tönt jetzt gar nicht schlecht, doch wie bekommt man Futter in eine Katze, die keines will? Wir haben uns alle Mühe gegeben, mit kleinen Spritzen Futter und Wasser in Alena "gepumpt". Trotzdem nahm sie ab, fast stündlich. Aus der kleinen, süssen Alena wurde eine kümmerliche Kreatur,
 Alena halbtot
die sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Innerhalb von vier Tagen magerte sie auf die Knochen ab. Wir hatten Angst um sie. Sie lag nur noch regungslos im Körbchen, schaute mit traurigen, halboffenen Augen dem Tod entgegen.
Wir gaben nicht auf, fütterten sie stündlich mit Spezialnahrung und Vitaminpräparaten. Dazwischen gab es Wasser und Fencheltee. Und immer noch war sie schwach. Es hätte keinen Tag längern dauern dürfen, dann wäre sie unter unseren Händen weggestorben. Sie war nur noch 400g schwer, ein Häufchen Elend.
Und dann, am Samstagmorgen, torkelte sie das erste Mal zum Futternapf. Ich setzte mich daneben, wollte es wahrlich sehen. Sie frass, oder sagen wir mal, die versuchte es. Sie war zu schwach, um sich hinzuhocken, legte sich einfach daneben und versuchte mit dem Zunge, ein Häppchen aufzunehmen.
Ihr Leben hing am seidenen Faden, doch das kleine Mädchen hatte gekämpft. Sie hatte gewonnen. Nun frisst sie wieder und wir sind zuversichtlich, dass sie schon bald wieder ihr altes Gewicht auf die Waage bringen wird.
Ich habe schon gesehen und gehört, dass die Wurmkur für kleine Katzenbabies ein grosses Problem ist. Ich habe eine Woche hinter mir, die ich niemandem wünsche. In der Nacht stand ich alle zwei Stunden auf, um Alena etwas Flüssigkeit und Nahrung zuzuführen. Tagsüber dasselbe Spiel im Geschäft. Ich hatte eine Katze zu versorgen. Wie schaffen es denn Natascha und Familie Schneider, mehrere Babies durchzubekommen? Der Aufwand ist ganz enorm. Wer das selber noch nie erlebt hat, kann sich kein Bild davon machen, wie schrecklich so was ist. Man ist selber am Boden und muss mehr oder weniger machtlos mitansehen, wie sich das kleine, unschuldige Wesen quält und statt gesünder ständig dünner wird.
Alena hat es geschafft, und darüber bin ich ganz wahnsinnig glücklich.
16.06.2006   Chiara, der kleine Frechdachs
Chiara, der kleine Frechdachs 
Kam, sah und siegte. Chiara kam zu uns und wurde nicht nur von ihrer Schwester Alena herzlich begrüsst. Auch Shiva staunte nicht schlecht, als schon wieder eine NEUE im Wohnzimmer stand. Sie freute sich eigentlich sehr, dass sie eine energiegeladene Spielgefährtin bekommen hatte. Die Angewöhnung dauerte nur gerade drei Tage. Nun toben sie zusammen rum, Polster rauf und wieder runter. Da Alena im Moment sehr krank ist, kann Chiara ihre Energie mit Shiva loswerden.
Es ist draussen unheimlich heiss und fast nicht erträglich, den Abend drinnen verbringen zu müssen. Also nehme ich die beiden Babies mit auf den Gartensitzplatz. Dort steht der heissbegehrte Katzenbaum, auf den Chiara schon klettern kann. Vor dem Gras hat sie noch Angst :-)) das kennt sie halt noch nicht. Wenn Shiva sie quer durch den Garten jagt, versucht sie immer, dem komischen grünen Ding auszuweichen. Im Gras liegt ja noch der grosse Baumstamm, darauf kann sie sich retten, um ja nicht im Gras zu landen. Es ist schon lustig anzusehen, dass eine Katze nicht weiss, was man mit Gras anfangen soll.
08.06.2006   Im Doppelpack
 auf dem Bett ist es kuschelig weich
Es soll mich ja niemand fragen, weshalb. Das Katzenhaus ist eigentlich voll.
der Länge nach ausgestreckt, aber dicht beieinader 
Trotzdem habe ich Alenas Schwester zu uns geholt. Welch zauberhaftes Katzenbaby! Wir begrüssen unsere neue Mitbewohnerin CHIARA ganz herzlich.
Wie alle Dreifarbigen, ist sie eine richtige "Wildsau" und stets zu Streichen aufgelegt. Ihre Kletterpartien sind grenzenlos - Vorhang rauf und wieder runter.
Und es soll mir niemand sagen, Katzen hätten kein Gedächtnis. Alena hat ihre Schwester sofort wiedererkannt. Sie haben sich von oben bis unten nassgeleckt und liegen am liebsten ganz dicht beieinader.
Da sie noch sehr klein sind und ich keine Ruhe hätte, sie alleine daheim zu lassen, nehme ich sie tagsüber mit ins Geschäft. Sie hätten zwar ein wunderhübsches Stoffhaus, doch nein, es ist viel interessanter, sich auf dem Pult breitzumachen.
08.06.2006   Darf ich mich vorstellen?
Mein Name ist ALENA. Ich bin sechs Wochen alt und in Luzern zur Welt gekommen. Nachdem mein Mami mit der Rasselbande nicht mehr klar gekommen ist, hat mich die Schnurrlivermittlung aufgenommen. Dort durfte ich ein paar Tage verbringen, zusammen mit etlichen Samtpfoten. Das ging aber hoch her dort. Wir durften turnen, rennen, klettern, schlafen, essen, spielen und nochmals spielen. Es war
hallo, ich bin neu hier 
einfach toll. Allerdings musste ich mich dann von meiner Schwester trennen, denn mein neues Katzenmami hat mich nach Kaiseraugst mitgenommen.
Dort gibt es bereits andere Katzen, doch die schauen mich nur sehr wunderfitzig an. Ich weiss nicht recht, was sie von mir denken, habe fast den Eindruck, die meinen ich sei ein Zwerg. Denen werde ich aber schon noch zeigen, dass an mir alles ist, was ein Tiger braucht.
 mitten in den Setzlingen

Am schönsten finde ich es, wenn ich in den Armen meines Katzenmamis liegen darf. Ich warte nur, bis sie sich hinsetzt. Dann klettere ich ihr die Beine hoch und lege mich in ihren Schoss oder in ihre Arme. Naja, sie sagt, es sei für sie nicht so einfach, denn sie müsse ja noch was arbeiten. Das ist mir eigentlich egal. Sie wollte mich - jetzt hat sie mich :-))
Tagsüber darf ich mit ihr ins Büro. Dort ist es spannend. Da klingelt es den ganzen Tag und ich höre, wie die Damen mit den schnellen Fingern über die Computer-Tasten wetzen. Manchmal helfe ich mit. Dann stelle ich mich mit meinen dicken, kleinen Pfoten auf die Tastatur und schaue auf dem Bildschirm zu, wie so eigenartige Reihen entstehen: 888888888888888888888-----------------hnnsadfaaaaaaaaaa Das ist einfach lustig.
Jetzt gerade bin ich sehr müde. Nun lege ich mich in meine Höhle und schlafe mal eine Runde.
01.06.2006   Die Hoffnung sinkt
Noch immer haben wir nichts von Fehja gehört oder gesehen. Shiva ist schon sehr unruhig, denn sie vermisst ihre grosse Schwester halt schon. Die Hoffnung sinkt von Tag zu Tag. Wir sind sehr traurig, vor allem auch deswegen, weil wir nichts über das Schicksal von Fehja erfahren.
So tragisch es wäre, wenn wir eine Todesnachricht bekämen, wir wüssten dann mindestens, dass die Suche ein Ende hat. Ich schaue unter jedes Gebüsch, in jeden Raum und in jeden Schrank und hoffe immer, dass sie doch noch auftaucht. Doch spüre ich, dass der Elan nachlässt und wir uns vermutlich damit abfinden müssen, dass wir unsere Liebste nie mehr sehen werden.
28.05.2006   Fehja, wo bist Du?
Es gibt keine Neuigkeiten. Ich habe, wie in den vergangen Tagen auch, die Nachbarschaft gefragt und gesucht und gesucht. Im Park habe ich zum xten Mal jeden Busch und Strauch durchforstet. Es gibt nicht ein einziges Zeichen meiner Kleinen. Niemand hat etwas gesehen oder gehört. Es ist einfach unglaublich.
Ein Fünkchen Hoffnung steckt noch in uns; Vielleicht ist jemand in die Ferien gefahren und hat Fehja versehentlich eingesperrt. Jetzt ist ja Wochenende und die Ferienurlauber kehren zurück. Wer weiss........
24.05.2006   BAD NEWS - Fehja wird vermisst!
Seit letzten Samstag vermissen wir unsere Fehja. Obwohl sie eigentlich immer daheim auf dem Katzenbaum liegt und nur ab und zu mal eine Runde durch den Garten macht, ist sie seit Samstag nicht mehr aufgetaucht.
schöne Fehja, wo bist du? 
Es kann ihr kaum etwas passiert sein, denn hier gibt es weit und breit keine Strasse. Zudem haben wir die hinterste und letzte Hecke durchgecheckt. Ihre Suchmeldung hängt unterdessen an jedem Baum. Radio, Tierfundbüro, Tierarzt, Tierheim und alle Nachbarn sind orientiert. Es gibt weit und breit nichts von Fehja zu hören oder zu sehen. Sie ist wie vom Erdboden verschluckt.
Ich habe von der Nachbarschaft vernommen, dass Fehja und ihre Spielgefährten oft auf dem Parkplatz mit Leuten gespielt haben, die dort ihre Autos abgestellt haben. Wer weiss, vielleicht hat jemand unsere Fehja mitgenommen. Dies würde auch erklären, warum in unserer Gegend ab und zu Katzen verschwinden und Wochen oder Monate später unversehrt und wohlgenährt wieder auftauchen. Vielleicht ist dies eine für mich absolut unverständliche Art von Katzenhaltung. Es gibt zahlreiche Leute die ausschliesslich "von den andern" rauchen. Wieso sollte es denn nicht auch Katzenhalter geben, die ausschliesslich "von den andern" Katzen besorgen???? .
Wir alle sind, obwohl wir über den Verlust traurig und zornig sind, noch immer etwas zuversichtlich und voller Hoffnung, dass Fehja doch noch eines Tages wieder zu uns zurückkehren wird. Wer das liest, möge an uns denken und mit uns hoffen, dass unsere kleine, schöne Fehja den Weg zu uns zurückfindet.

Nachtrag: Jetzt, wo ich das Foto ins Netz gestellt habe, den Eintrag nochmals durchlese und Fehjas Foto betrachte, kullern mir die Tränen runter. Ich bin unheimlich traurig.
15.05.2006   Elend ruhig?
Es ist elend ruhig im Katzenhaus. Die Langschläfer haben lediglich den Liegeplatz von drinnen nach draussen verlegt. Ab und zu haben sie ihre "drei starken Minuten". Dann toben sie quer durch den Garten, jagen sich durchs Blumenbeet, den Hügel rauf und bei der Nachbarin wieder runter. Dann müssen sie ihre überschüssige Energie loswerden. Da es bei mir in der Wohnung "vorne" rein und "hinten" raus geht, bahnt sich von Zeit zu Zeit ein Rundstreckenrennen an. Dagegen ist sogar unser Schumi ein Waisenknabe. Manchmal frage ich mich ernsthaft, wie lange meine Katzentüre noch ihren Dienst verrichtet. Wenn die Katzen im Sauaffentempo durch das Türchen geschossen kommen, knallt und klappert die Türe bedrohlich, als wolle sie aus allen Angeln brechen. Naja, nicht umsonst habe ich eine Katzentüre-Sonderkonstruktion. Die sollte auch den heissesten Hetzjagden Stand halten.
Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass sogar der Chef Emsy wieder mal ein Wochenende daheim verbracht hat. Zur Hetzjagd ist er zwar nicht zu haben, doch zuschauen tut er gerne. Dann liegt er ganz oben in der Hängematte und schaut den verrückten Weibern zu, wie sie sich kreuz und quer durch den Garten jagen.
Und ab und zu gibt es bei diesem Treiben auch Blessuren. Wer sich ständig mit den anderen "in den Haaren liegt", bekommt ab und zu auch mal eine Kralle zu spüren. Wer das ist? Naja, wer wohl. Unser absolut verrücktes Huhn Shiva natürlich. Den Uebernamen "die kleine Hexe" hat sie nicht umsonst von der DPD bekommen. Sie hat wie schon so oft einen Riss im Pelz, der sie allerdings keineswegs davon abhält, weiterzutoben. Es lebe die Jugend!
04.05.2006   Wer sucht, der findet
Wer in den letzten Tagen meine Homepage gesucht hat, fand sie nicht. Ein technisches Problem hat das ganze System für ein paar Tage lahm gelegt. Nun ist alles wieder in Ordnung, und Sie können sich wie gewohnt über den Stand der Dinge im Katzenhaus informieren.

Zur aktuellen Lage (grins, fast wie in den Nachrichten):

Sina, die älteste der Damen, ist zickig wie immer. Sie muss ihren Stammplatz auf meinem Bett mit Krallen und Fauchen verteidigen.

Shiva geniesst die ersten warmen Sonnenstrahlen. Es gibt für sie nichts schöneres, als draussen im Garten unter dem Gebüsch zu liegen und den Ameisen und Fliegen beim fleissigen Treiben zuzuschauen. Welch herrliches Katzenleben!

Samena, die Griechin, hat nach dem langen Winter den Weg zu uns zurückgefunden. Sie hat in den kalten Tagen die meiste Zeit bei unserem Nachbarn verbracht, wo sie als "Prinzessin auf der Erbse" von allem nur das Beste aufgetischt bekam. Nun steht sie wieder regelmässig bei uns im Wohnzimmer und spielt mit ihren Geschwistern. Sie hat den höchsten Platz auf dem Katzenbaum im Garten für sich reserviert und verteidigt diesen gegen Eindringlinge.

Miezi spürt den Frühling. Wenn er nicht auf der sonnigen Gartenbank liegt, verschwindet er, wie jeden Sommer, in sein Revier. Was er dort treibt, wissen wir nicht. Eines steht jedoch fest; Am Abend erscheint er wieder, hungrig und müde.

Smokie ist froh, dass die Gärtner nun endlich alle Bäume im benachbarten Park gefällt haben, die vom Sturm entwurzelt oder abgebrochen sind. Nun ist wieder Ruhe eingekehrt, und die Schildpatt-Lady darf wieder ungestört unter die Sträucher im Park liegen. Es duftet dort derart herrlich nach Blüten, es ist einfach traumhaft.

Fehja hat noch nicht richtig geschnallt, dass es warm geworden ist. Sie verbringt den ganzen Tag drinnen, liegt faul und meist schlafend in der Hängematte auf dem Katzenbaum. Wann werden die Sonnenstrahlen wohl ihr Näschen treffen und ihr zeigen, dass es Zeit ist, Sonne in den Pelz zu holen?

Simba kommt jeden Abend zum Fressen. Allmählich verliert er sein langhaariges Winterfell. Leider kam er mit den vielen Haaren nicht ganz klar und er ist übersäht mit Knoten und Haarballen. Die meisten reisst er sich kurzerpfote einfach aus. Wo einst eine edle Halskrause war, sieht man heute den nackten Hals. Die Spuren des Fellwechsels sind nicht zu übersehen. Wenn er gut gelaunt ist, schaffe ich es manchmal, ihm mit der Schere den einen oder anderen Knoten aus dem Fell zu schneiden. Wäre er nicht so wild, würde ich ihn kämmen und ihm helfen, sein Fell in den Griff zu bekommen. Leider musste ich schon viele Versuche abbrechen, denn Simba ist noch immer alles andere als ein schmusender Wohnungskater und lebensmüde bin ich noch lange nicht.

Emsy der Streuner ist unterwegs. Nach dem verlängerten Wochenende, an dem er vor geschlossenen DPD-Türen stand, hatte er die Nase voll. Er streikte. Statt am Dienstag brav in die DPD zu marschieren, kehrte er seinen Freundinnen den Rücken zu. Und schon wieder mussten wir ihn suchen gehen, als die Unruhe in uns gross genug war. Wir fanden ihn, glücklich und gesund, bei einer nahegelegenen Firma. Der Schelm weiss doch ganz genau, wie man seine Frauchen auf Trab halten kann.
18.04.2006   So ein Mistwetter
Jetzt hatten sich die Samtpfoten schon auf den Frühling gefreut. Die ersten Blumen hatten ihre Köpfe ausgebreitet und den Frühling angekündigt. Dann kam Ostern und mit den Feiertagen der grosse Regen. Das hat den Katzen gar nicht gepasst. Wo sie vor einer Woche noch Hügel rauf und runter springen konnten, erstreckt sich jetzt ein grosser See. Mit den Pfoten versinkt man nun im Matsch - igitt!

Auch Emsys Rhythmus kam vollkommen durcheinander. Da machten die Frauen der DPD doch einfach vier Tage frei und liessen ihn allein. Dazu kam noch das Mistwetter, sodass er den ganzen Tag in seiner Villa verbringen musste. Nein, so ging das nicht. Emsy entschloss sich kurzerhand, den Heimweg anzutreten. Wie erstaunt war doch die Katzenfamilie, als Emsy am Karfreitag klitschnass und todmüde im Wohnzimmer stand. Das gleiche Spiel passierte am Ostersonntag. Auch dann machte der Streuner einen Ausflug zur DPD und musste erneut feststellen, dass das Areal leer war. Dann war es mit seiner Abenteuerlust vorbei und er fühlte sich ausgetrickst und soooo allein. Am Ostersonntag blieb er kurzerhand daheim. Er wusste ja schon, dass niemand auf ihn wartete. Etwas enttäuscht, aber immerhin mit trockenen Pfoten, verbrachte er den verregneten Feiertag auf dem Katzenbaum.
Als hätte er es geahnt, heute marschierte er wieder gegen Osten. Vermutlich hatte er die Hektik gespürt, die jeden Morgen auf dem Parkplatz vor seinem Fenster herrscht. Nun wusste er, dass wieder ein Arbeitstag begonnen hatte. Und siehe da, das Tor der DPD war offen und seine Freundinnen warteten schon sehnsüchtigst auf ihn. Endlich, es wurde aber wirklich Zeit, wurde er wieder gestreichelt und verwöhnt.
04.04.2006   Der Sturm hat sich gelegt
Es ist ruhig geworden um den guten Emsy. Er verbringt seine Tage und Nächte in der DPD. Dort ist er Chef und muss das Areal mit niemandem teilen. Auch im Büro darf er rumliegen, wo immer es ihm beliebt. Mit Streicheleinheiten kommt er nicht zu kurz, denn er läuft seinen Freundinnen auf Schritt und Tritt nach, egal wohin sie gehen. Dadurch macht er jeden Tag ein besonderes Fitness-Training durch. Kein Wunder, dass er am Abend in seine Villa kriecht und bis in den Morgen schläft.
Am Wochenende staunte ich nicht schlecht, als Emsy daheim sass und mich müde anschaute. Man merkt schon, dass er die letzten Monate etwas geschwächt war. Der lange Weg von der DPD zu mir nach Hause strengt ihn sehr an. Er ist dann derart müde, dass er nur noch schlafen will. Natürlich hat es mich sehr gefreut, dass er mal alleine nach Hause gekommen ist. Normalerweise muss ich ihn immer bei der DPD abholen gehen.
Okay, am Montag hat sich meine Freude etwas gelegt. Was ich als hohe Auszeichnung gewertet hatte, war nur Hunger. Man hat mir nämlich mitgeteilt, dass der Futterautomat verstopft war..... snief... und ich dachte, er käme wegen mir freiwillig nach Hause.
19.03.2006   Erst die Stille, jetzt der Sturm
mein Fuss pocht 
Hab ich's gewusst oder nicht? Es war die Stille vor dem Sturm. Nun haben wir ihn - den Sturm. Kaum kamen die ersten Sonnenstrahlen, schlich sich unser Streuner davon. Erst durchquerte er nur den Park, dann zog es ihn Richtung Osten, der DPD entgegen. Das wäre ja noch gar nicht so tragisch gewesen, wäre er unterwegs nicht einem wilden Tier begegnet. Was sich genau abgespielt hat, wissen wir nicht. Fest steht jedoch, dass der gute Emsy am nächsten Morgen mit einer dickgeschwollenen Pfote in seiner Villa lag und nicht mehr daran dachte, rauszuklettern. Es musste ihm elend gegangen sein. Er schaute uns nur an mit bittenden Augen "bitte helft mir!"
Wie das bei Freigängern immer der Fall ist, brauchen die nie zu den normalen Tages- und Arbeitszeiten einen Arzt. Nein, sie suchen sich stets die Tage aus, an denen die Praxis entweder geschlossen oder erst am Nachmittag offen ist. So war es auch dieses Mal. Emsy musste mit seiner dicken Pfote lange warten, bis er endlich ein Schmerzmittel bekam. Wir wissen nicht, welches Tier ihn gebissen hat, doch das Vieh hat seine Arbeit vorbildlich gemacht. Der Zahnabdruck war jedenfalls gut zu erkennen!
Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn mal ein Monat vergangen wäre, an dem wir mit ihm nicht in der Tierarztpraxis stehen. Oder hatte er wohl nur Sehnsucht nach den beiden netten Damen? Dann hätten wir ja den Monat März mal abgehakt. Ich bin gespannt, was er sich für den April wieder ausdenkt.
12.03.2006   Wintermüdigkeit
Nach dem grossen Schnee, folgte der starke Wind. Uebrig blieb das grosse Nass! Wer in den Garten will, muss sich Stiefel anziehen, denn das Wasser steht 10 cm hoch.
"Schön blöd" denken sich meine Vierbeiner und schlafen in ihren Höhlen weiter.
Auch Emsys Drang nach draussen hält sich in Grenzen. Es ist kaum vorstellbar, doch er schlenderte NICHT zur DPD. Wie ein braver Hauskater blieb er zu Hause und schaute dem Treiben mit warmem Po durchs Fenster zu. Nur ein Mal letzte Woche nahm er die lange Reise auf sich, die restliche Zeit blieb er zu Hause.
Klar ist, dass dieser Zustand nur die Stille vor dem Sturm ist. Sobald der Frühling seine ersten Sonnenstrahlen an den Rosenweg schickt, wird Emsy wieder munter. Geniessen wir ihn eben, solange er noch hier liegt und von besserem Wetter träumt.
05.03.2006   Schnee, Schnee uns nochmals Schnee
Ich weiss nicht, wie es bei Ihnen aussieht. Bei uns liegt jedenfalls ein halber Meter Neuschnee. Soviel Schnee habe ich das letzte Mal in unserer Region gesehen, als ich ein Kind war. Damals haben wir uns kleine Irrwege geschaufelt auf dem Kehrplatz. Soviel Schnee kennt unsere Region gar nicht. Der Strassenverkehr ist zum Erliegen gekommen, Bäume sind umgekippt und sogar der Flugplatz wurde geschlossen. Man kann sagen, es herrschte das grosse Chaos.
 Ich finde den Schnee Klasse!
Und mitten in diesem Chaos wollte Emsy zur DPD. Ich konnte ihn nicht aufhalten. Um 20 Uhr hat es ihn Richtung Osten gezogen. Als ich gegen Mitternacht ins Bett ging, war er weg. Um vier Uhr in der Früh lag er dann, eingerollt in seine warme Schmusedecke, im Körbchen. Er hatte es nicht geschafft, ist irgendwann umgekehrt und nach Hause gekommen.
Tagsüber ging er regelmässig raus, wollte vermutlich checken, ob es kein Durchkommen gab. Es ist schon ein verrücktes Wetter. Zwar erschien kurzfristig die Sonne, doch die Schneemassen sind derart gross, dass nur ein kleiner Teil geschmolzen ist. Emsy kann den langen Weg gar nicht schaffen, denn er würde bei jedem Schritt tief einsinken. Der Weg ist weit. Ich denke, er könnte die zwei Kilometer gar nicht überstehen. Ich bin froh, hat er es eingesehen und ist nach Hause gekommen. Im Moment liegt er auf dem Katzenbaum in seiner Höhle und geniesst den trockenen und warmen Platz.
Shiva und Fehja fanden den Schnee Klasse. Sie spielten darin, als sei es Watte. Manchmal sah man von Shiva nur noch die Nase. Der Rest war im Schnee versunken. Sie genoss es, mit allen Vieren ins kühle Nass zu springen. Zusammen bahnten sie sich einen Weg zum Gebüsch. Darunter konnten sie sich verstecken.
Und dennoch machen mich solche Vorkommnisse nachdenklich. Wir sind doch eigentlich kleine Würstchen im Vergleich zur Natur. Sie hat uns wieder mal gezeigt, dass sie stark und unbesiegbar ist.
20.02.2006   Weg da, das ist mein Revier! Emsy ist zurück
Unser Emsy hat heute das erste Mal das Revier in der DPD unsicher gemacht. Am Morgen war es ihm zu nass, da blieb er lieber drin. Als dann aber am Nachmittag die Sonne hinter den Wolker hervorschaute, wollte er unbedingt einen Rundgang durchs Revier machen. Wie in alten Zeiten ist er von einer Lagerhalle zur nächsten spaziert und hat überall hinterlassen "Weg da, das ist mein Revier. Emsy ist zurück!" Nun wissen es alle, der Streuner ist zurück und erhebt Anspruch auf sein Revier. Wir machen es ihm nicht streitig und weit und breit ist auch niemand zu sehen, der das tun würde. Naja, Hauptsache ist, dass Emsy bei seinem ersten Ausflug glücklich war.
17.02.2006   Leidenszeit ade!
unser Bürokater Emsy 
Nun ist es definitiv, Emsys Leidenszeit ist vorbei! Ab sofort darf er wieder all das geniessen, was er so unheimlich liebt. Noch ist es ihm draussen zu kalt und nass. Doch man spürt, dass allmählich seine Lebensgeister erwachen.
 ich bin ein richtiger Schmuser
Jeden Morgen (zu der Zeit, als er sich normalerweise auf den Weg zur DPD gemacht hatte) legt er sich auf dem Sitzplatz in die warm gepolsterte Katzenhütte und schaut der Sonne zu, wie sie langsam am Himmel erscheint. Er geniesst es so richtig, seine Freiheit wieder zu haben. Erst wenn er sieht, wie ich das Licht anknipse und er die Küchentüre quietschen hört, kommt er rein in die gute Stube und stellt sich mit den anderen Katzen vor die Futternäpfe.
Heute war er ein letztes Mal bei uns im Büro. Eigentlich sind wir alle traurig, dass er nun wieder ein Streuner sein darf. Er war uns allen sehr ans Herz gewachsen und wir ihm bestimmt auch. Wir haben heute ein paar letzte Büro-Fotos gemacht, die wir Ihnen hier nicht vorenthalten möchten.
Auch ich kann endlich aufatmen und hoffen, dass seine Schutzengel auch künftig über ihn wachen.
13.02.2006   Schon fast unheimlich
Wieder ist ein Wochenende vorbei und Emsy war brav daheim. Es ist schon fast unheimlich, wie lieb er sich verhält. Ich lasse ihn regelmässig raus und das geniesst er auch wirklich. Er liegt dann draussen auf dem Katzenbaum oder auf der Bank und streckt das Näschen der Sonne entgeben. Sobald er Shiva entdeckt, wird gespielt. Dann toben die beiden durch den Garten, Hügel rauf und wieder runter. Sie freut sich, dass da einer ist, der gerne mit ihr spielt. Dass sie schneller ist als er, versteht sich von selbst. Emsy versteckt sich oft unter dem Busch und schaut Shiva zu, wie sie ihn sucht. Kaum ist sie nahe bei ihm, springt er sie an. Dann geht das Rundstreckenrennen wieder von vorne los.
Manchmal geht er auf Entdeckungstour. Dann sehe ich nur noch sein Hinterteil, das sich Richtung Park davonmacht. Weniges später höre ich dann das Gekreisch der Vögel, die sich gegenseitig vor Emsy warnen. Wenn die wüssten, dass er gar nicht mehr klettern kann! Manchmal bleibt er eine halbe, ab und zu sogar eine ganze Stunde weg. Dann kommt er zurück, durchfroren und glücklich und legt sich in seine Hängematte und schläft.
Er verhält sich im Moment wie eine richtige Hauskatze. Ist dies die Stille vor dem Sturm oder hat er im Tüz eine Gehirnwäsche bekommen? Ich bin gespannt, was er in seinen Träumen ausheckt. Es kann ja kaum sein, dass sein Tatendrang nachlässt und aus dem Streuner ein Hauskater geworden ist.
10.02.2006   step by step
Schritt für Schritt geht es der Freiheit entgegen. Ich muss ihm vertrauen und hoffen, dass er sich beherrscht. Noch darf er nicht alleine den weiten Weg zur DPD unter die Pfoten nehmen. Er darf aber jeden Tag etwas mehr. Ganz am Anfang durfte er den Käfig nicht verlassen, dann nur in seinem Zimmer umherwandern. Später konnte er quer durch die Wohnung laufen. Dann konnte er an der Leine spaziergen gehen. Wenn wir alle im Park spazieren gegangen sind, durfte er mitkommen. Es war zwar etwas mühsam mit der Leine, denn Katzen wollen ja jeden Strauch von unten sehen und jeden Baum erklimmen. Da verhängt sich die Leine ständig.
Später liess ich ihn mit Shiva zusammen in den Garten. Dabei beobachtete ich die beiden ununterbrochen. Es war nicht sehr erfreulich für mich. Ich stand da in der Kälte und schaute den beiden "Verliebten" beim Spielen zu. Ich musste ihn im Auge behalten, nicht dass er mir noch abhaut. Nachdem er sich vorbildlich verhalten hatte, öffnete ich ihm die Türe auch dann, wenn Shiva nicht dabei war. Ich war erstaunt und froh, dass er nach seinen Rundgängen ganz brav wieder heim kam.
Gestern Nacht kam der nächste Schritt. Ich sperrte ihn das erste Mal über Nacht nicht in sein Zimmer ein. Die Katzentüren standen auch offen. Ich war gespannt und leicht beunruhigt. Würde er am Morgen noch da sein oder bereits unterwegs zur DPD sein? Normalerweise marschiert er um fünf Uhr in der Früh los.
Nach dem Aufstehen war mein erster Gang in Emsys Zimmer. Dort lag er in seiner Hängematte und schlief friedlich. Da ist mir aber ein Stein vom Herzen gefallen. Natürlich könnte er sich auf dem Weg zur DPD nicht verirren, doch habe ich einfach Angst, dass er von einem Hund oder einem wilden Kater bedroht werden könnte. Noch kann er sich nicht wehren, denn Kletterpartien liegen noch nicht drin.
Am Dienstag wird er definitiv frei sein, dann sind die 12 Wochen vorbei, in denen er das (Katzen)haus hüten muss.
06.02.2006   Aufgepasst! Ich bin wieder da!
Seit ein paar Tagen lasse ich Emsy wieder in den Garten. Da es draussen sehr kalt ist, kommt er nach kurzer Zeit unaufgefordert rein, um sich aufzuwärmen. Für mich bedeutet dies, dass ich endlich wieder mal aus dem Haus gehen kann, ohne ihn in sein Zimmer einzuschliessen. Am Anfang hatte ich furchtbare Angst, dass er die Gelegenheit nutzt, um gleich wieder zur DPD zu laufen. Es war mir nicht ganz wohl, als er das erste Mal davongezottelt ist.
Schon nach 45 Minuten stand er wieder da und schien glücklich zu sein. Endlich darf er wieder raus und muss nicht durch die geschlossene Türe den anderen Katzen zuschauen, die draussen im Garten spielen. Er ist mir auch sehr dankbar dafür, dass ich ihn endlich ohne Murren raus lasse. Als kleines Dankeschön hat er mir gestern früh ein Geschenk mit nach Hause gebracht - eine dicke, fette Amsel! Der Vogel war so gross, dass er links und rechts aus seinem Maul herunterhing. Ich war entsetzt und wollte den armen Vogel retten, doch die Hilfe kam zu spät. So überliess ich die Beute den Vierbeinern. Vor allem Shiva hatte ihre wahre Freude an diesem grossen Tier. Sie rupfte den armen Kerl und freute sich über die Beute, die ihr Emsy gebracht hatte. Ausser Federn und nochmals Federn bekam sie allerdings nicht viel ins Maul. Schon bald hatte sie eingesehen, dass Futter aus dem Futternapf einfacher zu essen ist.
Ich persönlich finde es schrecklich, wenn Katzen Vögel fangen. Allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass Emsy die Amsel selber gefangen hat. So gut läuft er nun doch nicht, dass er sich ungesehen an eine Amsel herananschleichen kann. Vielleicht war der Vogel auch schon vorher tot.
Am Nachmittag hat er die wenigen Sonnenstrahlen genossen. Er lag in der Hängematte auf dem Katzenbaum und hat den Vögeln zugeschaut, die im Vogelhaus Körner pickten. Diese Vögel kann er nicht holen, das weiss ich genau, denn das Vogelhaus steht auf einem hohen Pfosten, den keine der Katzen erklimmen kann. Und das wissen die Vögel auch. Sie lassen sich nicht irritieren, auch wenn sie von allen Seiten beim Mittagsmahl beobachtet werden.
27.01.2006   Versteckenspiel im Katzenhaus
Wir wissen ja, dass Katzen liebend gern Verstecken spielen. Normalerweise finde ich das auch sehr witzig, doch gestern sass mir dann doch das Unbehagen in den Gliedern.
Simba, unser wilder Kerl, bewachte das Katzentürchen. Kein Pfötchen traute sich an ihm vorbei. Wie schön, ein Bodyguard! Also konnte ich das Türchen offen lassen, denn niemand schleicht sich vorbei und Simba kann trotzdem raus.
Ich widmete mich dem Krimi. Nachdem sich dieser aber als Niete herausgestellt hatte, fiel ich in einen TV-Schlaf. Als ich kurz nach Mitternacht durch eine wilde Krimi-Schiesserei aus meinen Träumen aufgeschreckt wurde, war Simba weg. Mein erster Gedanke war "Wo ist Emsy?" Seine Hängematte war leer, ebenso seine Schlafhöhle. Ich kroch unters Bett, schaute ins Katzenklo, überprüfte die Hochsitze und Kletterbäume - alles leer. "Ach wie schön" war mein nächster Gedanke. Ich zog meine dicke Jacke und Schuhe an und begab mich in den Garten. Beissende Kälte und Schnee empfingen mich dort. Auch auf dem Sitzplatz kein Anzeichen von Emsy. Im Schnee fand ich zahlreiche Pfotenabdrücke, doch welche waren nun von Emsy und welche von den anderen? Ich musste schon nach kurzer Zeit einsehen, das jegliche Suche vergebene Liebesmüh war. Emsy wusste ja schlussendlich, wo er war. Er konnte sich nicht verirren. Vielleicht wollte er auch nur mal kurz Luft schnappen.
Unverrichteter Dinge machte ich mich auf den Weg ins Bett. Da stand er plötzlich neben mir und schaute mich mit riesengrossen Kulleraugen an. Sein Pelz war nicht eiskalt, aber auch nicht wohnlich warm. Ich wusste wirklich nicht, ob er von draussen kam oder sich drinnen irgendwo versteckt hatte. Doch eines war ihm wieder mal bestens gelungen, meinen Blutdruck in die Höhe zu schrauben.
Was wird er sich wohl wieder übers Wochenende aushecken, um mich zu fordern?
15.01.2006   Ausgetrickst
Jaja, er hat es wieder mal geschafft. Er hat mich ausgetrickst. Ich weiss ja, dass Katzen keine Staubsauger mögen, aber irgendwann muss auch ich mal die vielen Haare wegputzen. Nööö, blöd bin ich ja nicht. Ich habe deshalb die eine Katzentüre ausbruchsicher geschlossen. Die andere habe ich im Auge behalten, bewaffnet mit meinem lärmigen Staubsauger. Erst das Bürozimmer, dann das Wohnzimmer, zum Schluss noch den kleinen Teppich vor dem Schlafzimmer. Dann wollte ich nachschauen, ob Emsy die Staubsager-Strapazen überstanden hat. Da war ich aber sprachlos - kein Emsy war zu sehen. Nachdem ich die ganze Wohnung durchsucht hatte, war es klar - er hat mich irgendwie ausgetrickst. Währenddem ich den Schlafzimmer-Teppich gereinigt hatte, ist er abgehauen. Schlitzohr! So habe ich mich eingepackt, dicken Mantel angezogen und die warmen Schuhe, um Emsy zu suchen. Als ich die Küchentüre geöffnet habe, lachte er mich nur schäbig an. Er lag friedlich auf dem Katzenbaum auf dem gedeckten Sitzplatz und hat die spärlichen Sonnenstrahlen genossen. Mit grosser Erleichterung konnte ich mich dem dicken Mantel entledigen und mit der Winterreinigung fortfahren. Eines weiss ich nun - er ist mir allen Wässerchen gewaschen. Ich trau ihm nicht mehr über den Weg :-))))
09.01.2006   Klirrend kalt
Minus 6 Grad waren es heute morgen - igitt!!! Da mag auch die verrückteste Katze nicht mehr rumstreunen. Aus diesem Grund ergibt sich bei mir jeden Morgen ein herrliches Bild. Alle sechs Katzen sitzen friedlich nebeneinander und warten aufs Frühstück. Sie lassen mich nicht aus den Augen, schauen sehr genau, ob ich alle Töpfchen genau gleich hoch fülle. Nur Samena hält sich vorwiegend beim Nachbarn auf, denn dort gibt es ja auch Sheba und nicht nur Whiskas wie bei mir.
Sogar der wilde Simba verbringt die Nächte bei mir im Wohnzimmer. Die anderen haben sich an seine Gesellschaft gewöhnt und akzeptieren ihn, solange er sie in Ruhe lässt. Manchmal staune ich über diesen Kerl. Im Sommer trägt er sein Haarkleid sehr kurz und ist dermassen dünn, dass ich schon den Eindruck hatte, er sei krank. Jetzt, wo es draussen klirrend kalt ist, hat er lange Haare und einen buschigen Schwanz. Sein Hals wird durch einen Langhaarkragen geziert, der wie beim Löwen die imposante Erscheinung untermalt. Auch die Beine werden durch langes Haar geschützt. Es sieht aus, als trage er Reiterhosen. Vom Gewicht reden wir lieber nicht. Simba bringt garantiert 7 - 8 Kilos auf die Waage. Natürlich ist er auch ein riesengrosser Kater. Vom Gemüt her ist er friedlicher geworden. Er weiss allmählich, dass er vor mir keine Angst haben muss. Als Dank fürs Fressen und den warmen Liegeplatz hat er mir vorgestern die Hand geleckt. Es geschehen noch Zeichen und Wunder!
Gestern Nachmittag kam kurz die Sonne hervor. Emsy wollte unbedingt frische Luft schnuppern. Ich legte ihm sein Gstältli um und band ihn an die Leine. Zusammen wollten wir einen kleinen Spaziergang machen. Kaum waren wir draussen, blies ihm der Wind ins Fell. Schon bald war es aus mit seiner Unternehmungslust und er begann zu frieren. Er streckte noch ein letztes Mal die Nase in die Höhe und trabte freiwillig wieder ins warme Wohnzimmer. Dort setzte er sich ans Fenster und schaute dem Treiben aus warmer Entfernung zu. Seither ist die Katzentüre für ihn gestorben. Nun weiss er, dass der Sitzplatz zwar interessant aber viel zu kalt ist.
06.01.2006   Dreikönigstag
 regieren macht müde
ich bin der König 
... und da soll mir mal jemand sagen, es liege keine grosse Last auf den Schultern der Adligen. Die Bilder zeigen einmal klar und deutlich - Regieren macht müde!
31.12.2005   Rückblicke aufs 2005
Tasja im Blätterwald 
 mach mal Pause
Alle sind daheim, denn draussen ist es verschneit und nass! Auch Emsy fühlt sich in der warmen Stube bedeutend wohler als draussen. Er liegt den ganzen Tag unter dem Sofa und geniesst die Wärme der Bodenheizung.

Es war ein hektisches Jahr mit vielen Hochs und Tiefs. Nachdem die kleine Shiva zu uns gestossen ist, war das Glück im Katzenhaus vollkommen. Doch dann, am 10. August 2005, geschah der Unfall. Emsy wurde von einem Auto angefahren und schwer verletzt.
 Fehja in den Blättern
Wir mussten um ihn bangen und wussten lange nicht, ob er sich von diesen Verletzungen überhaupt wieder erholen würde. Dieses Ereignis hat uns allen grosse Unruhe und Sorgen gebracht. Es dauerte viele Wochen, bis wir ein erstes Mal aufatmen konnten. Es schien, als hätte Emsy alles überstanden. Sein Kampf hatte sich gelohnt. Er wurde belohnt für seine Leidenszeit,
Ich freu mich auch ab kleinen Dingen. 
in der er erst wochenlang im Spital, dann noch zwei Monate im Hause bleiben musste. Endlich wurde er Ende Oktober in die Freiheit entlassen und durfte seinem Lieblingshobby, dem Streunen, wieder nachgehen.
 Ich bleib daheim im Warmen


Mit Emsy war auch ich angebunden. Ich konnte nicht mehr ausgehen oder nach dem Training etwas trinken gehen. Daheim sass ja Emsy und wartete darauf, dass ich mich um ihn kümmerte. Also beschloss ich, das beste daraus zu machen. Wenn ich schon angebunden war, dann wollte ich die Zeit für etwas Sinnvolles nutzen. Durch die aktuelle Situation wurden meine Ideen geweckt.
Samena im Garten 
Ich beendete mein drittes Buch "Vier Pfoten auf dem Weg ins Glück".

Am 2. November kam der schlimme Rückfall. Emsy kam hinkend auf drei Beinen nach Hause. Was erst nach einer Verstauchung aussah, entpuppte sich als Disaster. Die Platte, die sein Sprunggelenk zusammenhalten sollte, war gebrochen.
 Miezi im Gras
Noch einmal musste er unters Messer, wieder erhielt er Stubenarrest. Und dann sollte es noch schlimmer kommen. Sein geschundenes Bein kam mit der Gipsschiene nicht klar und sprang auf. Nun war es vorbei mit dem Spazierengehen. Von da an musste er in einem Käfig liegen, denn er durfte ohne den Gips überhaupt nicht gehen. Doch auch das hat er brav ertragen. Es war, als wisse er, wie es um ihn steht. Noch selten war der kleine Kerl derart lieb. Er blieb in seinem Gefängnis und machte keinerlei Anstalten, als wolle er raus. Nun sind die Käfigwochen vorbei und Emsy darf ab Dienstag wieder durch die Wohnung schlendern. Auch wenn die Natur für ihn noch ein Tabu ist, geniesst er mindestens diese Freiheit.

Tagsüber durfte er mich ins Geschäft begleiten. Auch dort verhielt er sich vorbildlich. Er legte sich brav in sein Körbchen auf meinem Pult und schlief mehr oder weniger den ganzen Tag. Natürlich war er die grosse Attraktion. So viele Hände streichelten ihn und brachten
Ich bleibe daheim in der Wärme 
ihm Gudi-Gudi. Es wird ihm schwerfallen, seine neugewonnen Freunde zu verlassen und wieder den Weg zur DPD einzuschlagen.

Heute bekam er einen kleinen Freigang. Er durfte aus dem Käfig raus und sich unters Sofa legen. Dort liegt er nun und träumt vom
 sooooo schön gemütlich unterm Sofa
Frühling. Er freut sich auf die Zeit, in der die Natur erwacht. Dann will er wieder raus, die Düfte der Blumen einziehen und das sein, was er immer war und bleiben wird, ein Streuner.

Ich möchte all meinen Freunden danken, die Emsy und mir in den vergangenen Monaten zur Seite gestanden sind. Meine Samtpfoten und ich wünschen Euch für den Jahreswechsel alles Liebe und Gute und dass all Eure Wünsche in Erfüllung gehen.

Christine mit Tasja, Samena, Shiva, Fehja, Miezi, Smokie, Simba und natürlich Emsy.
20.12.2005   Stress im Katzenhaus
Nein, es ist nicht so wie Sie denken. Emsy macht dieses Mal keinen Stress. Es ist die ganze Situation, die MICH stresst und mir keine Zeit lässt, um die News einzutragen. Ich habe schon ein ganz schlechtes Gewissen, dass ich erst heute wieder einen Eintrag mache. Wenn ich daheim bin, muss ich stets auf der Hut sein und dafür sorgen, dass Emsy nicht läuft. Manchmal ist das leichter gesagt als getan. Wenn er auf dem Kistchen ist, muss ich ihn bewachen, denn kaum lässt man ihn aus den Augen, will er die günstige Gelegenheit ergreifen...
Emsy verhält sich eigentlich sogar vorbildlich. Er darf ja nicht gehen, da er ohne Gips ist. Er muss seinen Käfig hüten. Das nimmt er aber sehr gelassen. Tagsüber begleitet er mich ins Büro. Am Abend liegt er entweder neben mir auf dem Sofa und schaut mit mir zusammen Tatort oder legt sich in seinem Käfig in sein Körbchen. Ich muss ihn echt loben. Er ist wirklich ein ganz lieber Kerl.
Natürlich spitzt er die Ohren, sobald er die Katzentüre hört, die Klack-Klack macht. Dann schaut er mich fragend an. Vermutlich sieht man es mir an. "Nein, lieber Emsy, du bleibst hier". "Pech gehabt", denkt er und legt sich wieder hin.
Noch ganze zwei Wochen muss er so rumliegen und nur davon träumen, wie schön doch Spaziergänge sind. Dann darf er wieder durch die Wohnung schlendern, darauf freut er sich schon sehr.
Dieses Rumliegen tut seinem Bein echt gut. Die offenen Stellen sind schon fast ganz zu. Dennoch wäre es noch zu früh, ihm wieder einen Gips anzuziehen, denn die Haut würde wahrscheinlich sofort wieder aufspringen. Solange er sich so lieb verhält wie jetzt, sehe ich auch gar keinen Grund, weshalb man ihn mit dieser Schiene quälen soll. Ich glaube, er weiss selber, dass das nun eben sein muss. Manchmal habe ich den Eindruck, Katzen sind schlauer als wir denken.
11.12.2005   Jetzt reichts aber langsam!
Er hat die Nase voll, das merkt man. Auch wenn er sich sehr brav benimmt, spürt man sein Unbehagen. Emsy will aus seinem Käfig raus. Es ist nicht so, dass er der Drang nach draussen in den Garten hat. Er merkt auch, dass es draussen sehr kalt ist. Am liebsten würde er durch die Wohnung gehen und sich mal die Füsse vertreten. Der Käfig ist einfach zu eng und unbequem.
Für mich ist es nicht leicht, ihn eingesperrt zu lassen. Wenn er mich so ansieht, muss ich mich zurückhalten, um ihn nicht einfach rauszunehmen. Es ist wirklich wichtig, dass er nicht umherspaziert, dass er sein Bein schont, solange er keinen Gips trägt.
Die offene Stelle ist (aus der Sicht eines Laien) gut am Heilen. Allerdings stellt sich für mich die Frage, was wohl passiert, wenn er wieder seinen Gips erhält. Er ist dann mobiler und darf endlich wieder durchs Zimmer gehen, doch ist nicht klar, ob die Haut das aushält. Vielleicht kommt es auf einen Versuch an? Sicher ist, im Moment bleibt er gipslos und muss den Käfig hüten.

"Emsy, wir tun das für Dich, nicht weil wir dich ärgern möchten. Halt also durch und sei ein braves Kerlchen".
04.12.2005   Kann man so schlafen?
müder Sonntag 
Unter Emsys Gipsschiene geht schon wieder die Haut auf. Deshalb wird er nun wieder ein bis zwei Mal pro Woche beim Tierarzt gastieren dürfen. Dort kann er nämlich ohne Gipsbein rumliegen. Auf diese Weise kommt Luft an sein Bein und er kann sich die Wunden so lange trockenlecken wie er will. Am Freitag wurde er sogar von seiner kleinen Freundin Shiva begleitet. Diese war nämlich flügge geworden und musste sterilisiert werden. Zu zweit im Käfig ist es viel interessanter, da kann man sich mindestens etwas erzählen.
Am heutigen Sonntag war es furchtbar langweilig. Draussen fegte der Wind durch die Bäume und es regnete. "Wie schön ist es doch im Bett" dachte unser Emsy und legte sich in seine Höhle. Das Gipsbein ist zu lang, weshalb er es elegant nach draussen hängen liess. Kann so was bequem sein? Emsy fand es ganz okay, denn er legte sich nach einem kurzen Rundgang durch die Wohnung wieder in sein Himmelbett.
Morgen darf er dann wieder zur DPD, das wird langsam Zeit. Er kann nämlich nicht verstehen, wieso er am Freitag zum Tierarzt statt ins Büro gehen musste.
28.11.2005   Schlafmütze
Es war klirrend kalt und trüb. Meine Samtpfoten blieben daheim, die einen freiwillig, die anderen eben gezwungenermassen. Ab und zu überkam sie aber die Versuchung. Dann setzten sie sich vor die Katzentüre und schauten dem Schneetreiben zu. Durch die kleine Ritze in der Katzentüre kam kalte Luft herein. Igitt, soooo kalt. Die weiseren Vierbeiner machten sofort kehrt, verrichteten ihr Geschäft im Katzenklo. Die Kleinste, Shiva, kannte den Schnee noch nicht. Sie musste erst erleben, was es heisst, kalte und nasse Füsse zu bekommen. Als sie draussen war, schaute sie etwas verwundert. Wieso war denn jetzt alles so hell und weiss? Sie sprang mit einem grossen Satz in den Schnee. Dann kam sie aber blitzschnell wieder rein. Nein, das war nicht ihre Welt. Sie schüttelte ihre nassen Pfoten, dass die Schneeflocken überall im Wohnzimmer lagen.
Emsy schlief den ganzen Tag. Am Abend wollte er raus. Ich setzte ihn nach draussen und blieb dicht bei ihm. Ihm gefiel es natürlich, frische Luft zu schnuppern, mir eher weniger. Ich bin kein Mensch, der gerne friert. Nachdem er vier Schritte über das gefrorene Gras gemacht hat, war sein Tagesbedarf an frischer Winterluft gedeckt. Mit seinem kahlgeschorenen Pelz bekam er schnell kalt und war froh, dass er wieder auf den warmen Kratzbaum liegen durfte. Er hatte beschlossen, die kalte Welt aus warmer Entfernung zu betrachten. So war das Wochenende friedlich und ohne böse Ueberraschungen.
23.11.2005   Daheim, aber noch schlapp
Unser Streuner ist wieder daheim. Allerdings ist er noch nicht richtig wach, schaut uns mit seinen riesengrossen Augen an, als ob er auf einem Drogentrip sei.
Sein Hinterbein wird wieder durch einen Gips geschmückt. Er findet das absolut schrecklich. Da dachte er doch, alles sei vorbei, und stattdessen hat alles wieder von vorne angefangen. Mindestens ist er froh, dass er daheim sein kann, denn die Käfige im Tüz kann er echt nicht mehr sehen. Da war er zu lange drin. Und die fremden Hände, die ihm ständig Tabletten und Spritzen verabreichen, würde er am liebsten beissen und kratzen. Deshalb war er auch überglücklich, als er daheim in seinen Korb kriechen durfte. Als ich ihn dann heute morgen zur DPD brachte (wo er den Vormittag verbringen darf), wurde er wach. Seine Augen glänzten und er wurde ganz unruhig, als er das DPD-Tor sah. Ja, da ist seine Welt, da sind die Leute, die er liebt. Dort ist er glücklich. Und wir sind es mit ihm.
21.11.2005   Erstes Aufatmen
Nun schlummert er vor sich hin und weiss nicht recht, was mit ihm geschehen ist. Erst wurde er drei Tage eingesperrt, dann musste er eine lange Autofahrt auf sich nehmen. Naja, dafür hat er sich ja auch mit einem langen "Piss" in den Tragkorb gerächt (smile). Als er dann im Behandlungszimmer sass, kamen alte Erinnerungen in ihm hoch. Nein, da wollte er eigentlich nicht bleiben. Dann dachte er aber an seine Schmerzen im Bein und verhielt sich sehr ruhig und gelassen.
Heute wurde Emsy nochmals operiert. Die gebrochene Platte wurde herausgenommen und durch eine stärkere ersetzt. Diese soll nun mindestens so lange halten, bis das Gelenk vollkommen versteift ist und keinen künstlichen Halt mehr braucht.
Lieber Emsy, wir denken alle an dich und wünschen dir gute Besserung.
20.11.2005   schreckliche Sache
 Röntgen vorher und nachher
Welch Hiobsbotschaft! Das Röntgenbild hat die schreckliche Wahrheit ans Tageslicht gebracht. Emsys implantierte Platte ist genau in der Biegung durchgebrochen. Das Gelenk ist nun wieder ohne Stütze und hat sich entzündet. Nun wissen wir, warum er gehinkt und solche Schmerzen hatte. Morgen muss der arme Kerl wieder in die Klink, wo er ein weiteres Mal operiert wird. Er tut mir enrom leid, denn er hat doch schon so viel durchgemacht. Natürlich hoffen wir alle, dass er die Operation gut übersteht und sein Bein behalten kann. Wir halten ihm die Daumen. Wir wissen, dass Emsy ein grosser Kämpfer ist. Er wird um sein Bein kämpfen, denn eines Tages will er wieder allein zur DPD gehen können.
15.11.2005   Dreckspatz
Kaum kann er wieder auf allen Pfoten stehen, geht die Schweinerei schon wieder los. Manchmal frage ich mich, wo er überall seine Füsse hin(ein)stellt. Aus dem wunderschönen, sauberen, schneeweiss-bepfoteten Emsy ist wieder der alte Dreckspatz geworden. Ob er sich diese schwarzen Füsse in der Lagerhalle holt oder beim Graben im Feld davor, weiss ich auch nicht. Sicher ist jedoch, dass seine Füsse wieder grau-schwarz sind. Und sauberlecken? Neeee, das kennt und will er nicht. Dies ist wohl das Emsy-Markenzeichen?
Ich werde morgen mal den Fotoapparat zücken und ein Bild davon machen. Schaut also bald wieder mal rein, auch Ihr werdet staunen!
09.11.2005   Wochenmitte
Uff, die Hälfte ist geschafft; Die halbe Woche ist vorbei, die Hälfte der Tabletten geschluckt! Emsy humpelt zwar noch immer, doch immerhin steht er wieder auf vier Beinen. Man sieht ihm an, dass es ihm schon etwas besser geht*, auch wenn er den halben Tag in seinem Kuschelbett verschläft.
Am Nachmittag, wenn er ausgeschlafen ist, streckt er sich mal kräftig. Nachdem er von allen Seiten ausgiebig gekrault worden ist, macht er sich auf die Socken und schlendert durchs Revier. Es gibt noch so vieles zu erkunden, was sich in den letzten Wochen verändert hat. Vor Emsys Unfall war das Gelände noch eine Baustelle. In der Zwischenzeit ist die Bauzeit abgeschlossen. Neben dem Bürogebäude steht nun eine riesengrosse Halle, in der lautstark Metall recycled wird. Am Lärm hat sich unser Streuner noch nie gestört. Er schaut den Staplern und Lastwagen zu, die Metallberge anhäufen oder abbauen. Das ist interessant, da läuft was. Und wenn er gut aufpasst, läuft ihm vielleicht auch noch eine aufgeschreckte Maus über den Weg.
Auch draussen, vor dem Bürogebäude hat sich einiges verändert. Neben seiner Villa ist ein neues Blumenfeld entstanden. Sein Haus ist nun von neuen Sträuchen und Pflanzen eingerahmt. Doch nirgendwo sind seine Stapfen zu finden. Da muss der kleine Kerl ja wirklich lange Rundgänge machen und den Mäusen und Ratten zeigen, dass der grosse Jäger wieder da ist.
Am Abend, wenn es dunkel ist, kehrt er zurück. Meistens steht dann auch schon das Futter bereit. Mit vollem Magen und schon wieder müde, klettert er in sein Himmelbett in der Villa und wartet, bis das Luska-Taxi ihn abholt. Naja, dies ist kein Hundeleben, das ist ein Emsy-Leben und erst noch ein edles.

* Ist eine Homepage nicht etwas Praktisches? Da muss man den Tierarzt nicht mal anrufen und den Patientenbericht durchgeben. Wenn man den Gesunheitszustand hier aufführt, kommt die Nachricht direkt dorthin, wo man sie braucht, smile. Es zeigt sich halt, dass Emsy seine Freunde überall hat. In diesem Zusammenhang gleich mal einen Gruss an die Tierpraxis im Dorf.
03.11.2005   Mein Idol: Roger Federer (oder doch Emsy?)
Es gibt Sportler, die haben einen riesengrossen Fan-Club. Sie werden umschwärmt von den schönsten, knackigsten Frauen und angehimmelt von Omis und Grosis. Leider verletzen sich auch die besten Sportler ab und zu. Ihre Fans lassen sie aber nicht im Stich. Die echten Fans stehen auch in schweren Zeiten hinter ihrem Idol.
Ob Emsy wohl zu viel Radio gehört hat? Seit neustem hat Roger Federer ja einen Fanclub (den hat Emsy schon lange). Wegen einer Verletzung konnte Roger nicht an den Swiss Indoors teilnehmen, hat also an der wichtigsten Veranstaltung gefehlt (Naja, Emsy war die letzten Monate auch etwas ausser Gefecht, hat lange in der DPD gefehlt und hat sich dann auch zwei Tage nicht mehr blicken lassen). Und wenn Roger Federer hinkt, wieso sollte das Emsy nicht auch machen?
Jaja, wir können gut lachen. Emsy jedenfalls hat Schmerzen und steht/geht nur auf drei Beinen. Noch wissen wir nicht, ob er sich am Fuss gezerrt oder verstaucht hat oder ob sein Kopf einfach mehr will als sein Bein kann. Kein Sportler würde nach einer derart langen "Künstlerpause" so lange Wanderungen machen wie Emsy das tut. Da ist es ja auch nicht erstaunlich, dass der Fuss weh tut. Wir hoffen sehr, dass Emsy (und natürlich auch Roger Federer) bald wieder auf allen/beiden Füssen steht.
30.10.2005   Daheim ist es doch am schönsten
kleines Schlitzohr 
 emsy am wälzen
Kaum zu glauben; Emsy kam freiwillig und unversehrt nach Hause. Vermutlich hat er es eingesehen DAHEIM IST ES DOCH AM SCHÖNSTEN. Er lag den ganzen Tag auf dem Katzenbaum und hat die warme Herbstsonne genossen.

Zusammen haben wir dann einen Spaziergang durch das Laub gemacht. Welch schöner Herbsttag! Wir haben es ausgiebig genossen. Die Katzenfamilie durfte sich nochmals die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Ich dachte, diese Herbstimpressionen darf ich Euch nicht vorenthalten.
fehja im wald 
Mit der Kamera habe ich das Rumtollen erfasst und mich gefreut, dass es der Familie wieder so gut geht. Noch vor wenigen Wochen hätte ich nicht gedacht,
 und aufwärts gehts!
dass wir im Herbst wieder mit Emsy durch das Laub stapfen dürfen. Es ist schön, dass es ihm wieder so gut geht und er ab und zu den Weg nach Hause findet.
 emsy am putzen
 spielen im Herbst










 durch den Blätterwald
 wo seid ihr denn?
28.10.2005   Emsy hat ein Harem
Nachdem Emsy seit Mittwochmorgen nicht mehr gesichtet worden ist, habe ich mir allmählich Sorgen gemacht. Also habe ich mich gestern Abend auf die Suche gemacht und alle Winkel abgesucht, in denen er sich normalerweise rumtreibt. Er war nirgendwo zu finden.
die Doppelgängerin 
Vor der Roche habe ich Nero entdeckt, den schwarzen Nachbarskater. Schon wieder hat er sein Halsband verloren, hab ich mir gedacht. Wenn ich Nero rufe, kommt er immer ganz aufgeregt auf mich zugerannt. So war es aber nicht. Er kam ganz langsam näher, war sogar etwas schüchtern. Als er dann aber das leckere Futter in meiner Hand sah, wurde er putzmunter. Mit gutem Appetitt hat er alles verschlungen. Er liess sich von mir streicheln, blieb aber immer relativ distanziert, was ich von Nero gar nicht kenne.
Dann war ich platt - nein, mehr als platt. Aus dem Gebüsch kroch Nero hervor. Er trug noch immer sein leuchtendes, rotes Halsband. Wen hatte ich denn jetzt gefüttert? Da sassen zwei pechschwarze Katzen vor mir und schauten mich verwundert an. Da wurde mir klar, dass Emsy ein Harem hat. Nicht nur Nero, auch Emsy verbringen ihre Zeit in der Industrie, da es dort von schönen Ladies wimmelt. Na dann Prost, dann haben die zwei Burschen ja was zu tun.
Es musste ein anstrengender Abend gewesen sein, denn Emsy schlich sich am Freitagmorgen völlig erschöpft zur DPD. Er war todmüde, schlief den ganzen Tag. Auch jetzt, als ich ihn nach Feierabend nach Hause geholt hatte, legte er sich auf den Katzenbaum und schlief sofort ein. Ich habe ihn mir genau angeschaut. Er ist wieder der Alte, frech und unternehmungslustig. Seine Pfoten sind bereits wieder so grau wie immer. Bestimmt wird er noch vor Sonnenaufgang auf die Pirsch gehen, neuen Abenteuern entgegen.
27.10.2005   Wo ist er geblieben?
Nachdem Emsy endlich in seine Freiheit durfte, konnte er es kaum fassen. Ich glaube, der Gedanke daran war ihm noch ungeheuer. Ich habe ihn noch ein Stück begleitet und gesehen, dass er die Gärten in der Umgebung durchforscht. Jedenfalls war ich total erstaunt, dass er am Abend als ich nach Hause kam wieder auf seinem gewohnten Platz daheim lag und schlief. Anscheinend hat er nur einen Rundgang gemacht und ist brav wieder nach Hause gekommen.
Als es dann Nacht wurde, erwachten (wie immer) seine Lebensgeister. Bis 04.00 Uhr blieb er noch daheim, doch dann war der Drang stärker. Er schlich sich davon, hinaus in die Dunkelheit. Hat SIE ihn wohl gerufen? Seither hat ihn niemand mehr gesehen. Sicher braucht er 1 - 2 Tage, bis er sämtliche Pflänzchen und jeden Pfotenabdruck in seinem Revier inspiziert hat. Naja, das kennen wir ja schon von ihm. In solchen Sachen hat er Ausdauer. Erst wenn der Hunger gross genug ist, steht er wieder auf der Matte.
Ich freue mich mit ihm, dass er nun wieder der Alte sein darf. Hoffentlich hat sie auf ihn gewartet und sich nicht einen anderen Lover angelacht. Schliesslich konnte er ja nichts dafür. Wir waren ja schuld daran, dass er so lange nicht ins Revier kommen durfte.
25.10.2005   Mit einem weinenden und einem lachenden Auge
Nun ist es so weit! Ich habe Emsy in die Natur entlassen. Es ist mir nicht leicht gefallen, ihn einfach ziehen zu lassen. Mit einem weindendem und einem lachenden Auge habe ich ihm nachgeschaut. Ein weiteres Emsy-Kapitel ist abgeschlossen.
Ich habe sein leuchtendes Halsband nochmals geprüft und ihm erklärt, dass er die Autos meiden soll. Seine Schutzengel haben schon so viel für ihn getan, man wisse nie, wie lange die das noch durchalten. Er hat mich mit seinen grossen, treuen Augen nur fragend angeschaut. Irgendwie ist er mir in den letzten Wochen sehr ans Herz gewachsen, auch wenn er mich jede Nacht mit seinem Rufen wachgerüttelt hat. Normalerweise sehe ich ihn den ganzen Sommer durch nicht, denn er verbringt die warmen Sommernächte lieber draussen als daheim. Erst im Herbst, wenn es kälter wird, bleibt er nach Feierabend in seiner Villa vor der DPD und wartet darauf, dass ihn das Luska-Taxi abholt.
Ich bin noch ein Stück mit ihm mitgegangen und habe geschaut, ob er direkt zur DPD rennt oder das Revier etwas gemütlich durchforstet. Er hat jedes Gebüsch und jeden Grashalm in den benachbarten Gärten beschnuppert. Wenn er das durchzieht, kommt er nicht weit, denn bis er die 160 Gärten durch hat, ist er müde geworden.
Nun heisst es warten. Wird er in der Roche oder in der DPD auftauchen? Versteckt er sich wieder bei der Real-Technik oder hinter dem Parkplatz der Firma Leimgruber? Wann wird er die DPD erreichen? Ich bin sehr gespannt, wo er als erstes gesichtet wird.
"Emsy, ich wünsche Dir viel Glück in der Natur. Grüss mir Deine schöne Freundin und versprich mir eins; Pass auf mit den Autos. Merk dir endlich, dass eine grosse, breite Unterführung zur DPD führt, wo nichts passieren kann. Lass es dir gutgehen und hol alle Abenteuer nach, die du in den letzten Monaten vermisst hast."
17.10.2005   Sonntagsarbeit
Ups, es ist geschafft! Das Buch 3 ist aufgeschaltet. Nun können Sie die Reise des wilden Simbas online verfolgen. Natürlich ist dies nur eine bescheidene Möglichkeit, die neusten Katzengeschichten zu lesen. Diese Homepage ersetzt keinesweg das gedruckte Buch, denn es geht nichts über die Papier-Version von "Vier Pfoten auf dem Weg ins Glück". Im Buch finden Sie natürlich auch all die schönen Bilder (Farbdruck).
Wenn Ihnen die Geschichten gefallen und Sie einem lieben Katzenfreund ein Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk machen möchten, können Sie das Buch unter der Rubrik "Kontakt" bei mir bestellen.
Ich wünsche Ihnen schon jetzt viel Spass bei der Lektüre. Es würde mich interessieren, ob Ihnen Simbas Geschichten gefallen. Im Gästebuch hat es noch viel Platz. Nutzen Sie die Möglichkeit, um mir ein Feedback zu geben. Dies hilft mir, um die neuen Geschichten so zu gestalten, dass Sie Freude daran haben.
14.10.2005   Hinkebein Emsy
 Lecken hilft
Ausbüchsen will er nicht nur daheim, nein, auch bei der DPD. Die ruhige Zeit ist vorbei, Emsy ist wieder fit. So ist es auch nicht erstaunlich, dass er auch in der DPD jeden Luftzug spürt und nach draussen will. Allerdings ist dieser Drang nur in seinem Kopf, denn sobald er draussen steht und die Autos hört, ergreift ihn die Panik. Dann zittert er am ganzen Körper, duckt sich und will wieder rein.
Er hat den Luftzug gespürt, als man ein Fenster geöffnet hat und wollte auf den Fenstersims klettern. Dabei ist er runtergefallen und dummerweise genau auf seinem verletzten Bein gelandet. Aua! Jetzt tut das dumme Bein wieder weh und Emsy hinkt. Tja, guter Emsy, nur aus der Erfahrung wird man klug. Wer nicht hören will, muss fühlen. Musst aber keine Angst haben, das wird schon wieder. Wer so viele Unfälle überlebt hat, wird wohl wegen einem verstauchten Bein nicht gleich aufgeben.
10.10.2005   Dieses elende Schlitzohr
Ist er nicht ein ausgekochtes Schlitzohr? Der gute Emsy fordert mich aber echt. Nachdem er nun jeweils am Vormittag bei der DPD und am Nachmittag bei mir im Geschäft ist, war ich voller Hoffnung, dass sein Drang nach draussen etwas abnimmt. Doch Emsy sucht nach wie vor jedes Schlupfloch, um nach draussen zu gelangen. Besonders am Morgen früh, wenn meine Samtpfoten vom nächtlichen Ausgang nach Hause kommen, heisst das immer "Katzenklappe auf / Katzenklappe zu". Ich muss Emsy immer gut in Schach halten, damit er mir nicht versehentlich doch nach draussen schlüpft.
"Nur noch kurz die Zähne putzen, Emsy auf den Arm nehmen und dann ab Richtung DPD". So lautete mein Plan. Doch Emsy hat ihn durchkreuzt. Er hat sofort erkannt, dass ich vor dem Zähneputzen die Klappe geöffnet hatte und schwupps, war er weg. Ich habe ihn gerade noch erwischt, als er beim Kindergarten im Nachbarhaus um die Ecke bog. Als ich ihn gerufen habe, rannte er davon! Ich stiefelte ihm nach durch das noch nasse Gras, und das alles barfuss. Herr Kneip hätte sich gefreut. Es war aussichtslos, denn wenn sich eine Katze nicht zeigen will, findet man sie auch nicht. Nachdem ich um alle Nachbarhäuser gegangen war und intensiv Ausschau nach diesem Schlitzohr gehalten hatte, bin ich nach einer Viertelstunde ohne Emsy nach Hause zurückgekehrt.
Und was habe ich da entdeckt? Auf dem Katzenbaum sass Emsy, blinzelte mich ganz frech an. Ich konnte es kaum fassen. Der hatte mich ausgetrickst. Währenddem ich noch die Nachbargärten unsicher gemacht hatte, hat er sich nach Hause ins Trockene und Warme geflüchtet.
Kleiner Kerl, du bist und bleibst ein Schlitzohr.
01.10.2005   Herzklopfen
Es musste ja so weit kommen, er hat mich "gelinkt". Erst hat er mich müde gemacht, indem er mich etliche Nächte nicht schlafen liess, dann hat er einen auf "Lieb-lieb" gemacht, damit er den Käfig umgehen konnte. Und zum Schluss ist er still und leise abgehauen! Da soll mir mal einer erzählen, Katzen seien dumm. Da muss ich aber lachen.
Er war den ganzen Abend vorbildlich lieb, hat in seinem Kissen geschlafen, als könne er kein Wässerchen trüben. Kaum war ich auf dem Sofa eingeschlafen, hat er husch die Katzentürchen gecheckt. Dabei hat er mit Freude festgstellt, dass ich nicht nur müde sondern auch unachtsam war. Die eine Katzenklappe war offen. Ergreifen Sie die günstige Gelegenheit - und weg war er.
Als ich von meinem Fernsehschlaf aufgewacht bin und Emsys Verschwinden entdeckt hatte, bekam ich aber Herzklopfen. Immerhin kennt er die Gegend und kann sich nicht verirren, das war beruhigend. Trotzdem habe ich mich (mit meinen anderen im Schlepptau) auf die Suche nach dem Ausreisser gemacht. In der Dunkelheit um ein Uhr in der Früh war das aber eine aussichtslose Angelegenheit. Zudem hätte er nie und nimmer auf mein Rufen reagiert, denn er weiss ja, dass er dann wieder eingesperrt wird.
Heute morgen habe ich ihn dann entdeckt. Da sass er friedlich vor der Real-Technik und hat mich ausgelacht. Ich habe ihn nach Hause befördert und ihm Stubenarrest gegeben. Nun liegt er hier und träumt von einem Ausflug, der leicht hätte ins Auge gehen können.
30.09.2005   Uff, das war aber knapp!
Jeden Morgen das gleiche Ritual. Ich stehe auf und erlöse Emsy aus seinem "Nacht-Gefängnis". Dann stellt er sich vor die Türe und bittet mich mit Riesenaugen, dass ich ihn doch in den Garten lasse, damit er sein Geschäft in meinen Blumen (grins) statt im Katzenklo verrichten kann. Naja, wer mich kennt weiss ja, dass ich da nicht Nein sagen kann. Nachdem er fertig gescharrt hat, lege ich ihn auf die erste Etage des Katzenbaums auf meinem Sitzplatz. Dort liegt er und schaut den anderen Katzen zu. Zwischen Duschen, Kaffeetrinken und Butterbrotschmieren schaue ich alle zwei Minuten nach ihm. Nicht dass er mir noch abhaut. Wenn er mich sieht, schaut er ganz lieb und brav. Wenn ich aber mehr als drei Minuten nicht rausschaue, muss ich mich bereits auf etwas gefasst machen. Dann versucht er abzuhauen. Also habe ich ihn gestern kurzerhand angebunden. Ups, das hat ihm aber gar nicht gefallen. Er war stinkesauer. Heute habe ich das sein lassen, denn er machte mir einen lieben und braven Eindruck. Wie immer, der Schein trügt. Als ich nach drei Minuten wieder rausgeschaut habe, war er weg. Jetzt ist mir aber das Herz in die Hosen gefallen. Mein Puls war so hoch wie schon lange nicht mehr. Dieses Schlitzohr ist einfach weggelaufen. Ich wusste gar nicht recht, in welcher Richtung ich suchen sollte, habe mein Vertrauen verflucht. Dann sah ich ihn. Er spazierte mit Shiva zusammen durch den Nachbarsgarten. Dies ist das Ende der vertrauensvollen Geschichte. Ab jetzt wird er wieder angebunden, auch wenn er noch so knurrt und schmollt. Was er nicht weiss, weiss dafür ich "nur aus der Erfahrung wird man klug".
28.09.2005   Buch 3 ist fertig!!!
Simba in voller Pracht 
Nun ist es geschafft. Das Buch 3 ist fertig und trägt den Titel "Vier Pfoten auf dem Weg ins Glück". Natürlich ist der Hauptdarsteller ein Vierbeiner, wie könnte es auch anders sein. Im Moment bin ich daran, die Bücher zu drucken. Wer bereits eine Vorbestellung gemacht hat, darf sich bald auf ein Päckchen freuen.
28.09.2005   Emsy zählt die Tage
Man sieht den Fortschritt jeden Tag. Er läuft schon, als sei nichts gewesen. Manchmal ist es wirklich schwierig, ihn so eingesperrt zu sehen. Er möchte raus in die Natur, am Gras riechen und den Fliegen nachspringen. Doch all das darf er noch nicht, armer Kerl. Damit er mindestens etwas Luft schnuppern kann, stelle ich ihn mitsamt Käfig auf den Gartentisch. Dann kann er wenigstens alles beobachten und die Düfte aufnehmen, die bis zu ihm vordringen. Am Tag liegt er bei uns im Büro und wird den ganzen Tag von allen bewundert, gestreichelt, gefüttert und "gehätschelt und getätschelt". Das gefällt dem alten Schlitzohr natürlich, wenn so viele Weiber um seine Gunst anhalten.... Nicht nur er zählt die Tage, bis das elende Kapitel abgeschlossen werden kann. Auch ich wäre froh, endlich wieder mal ein normales Leben führen zu können. Seine Unruhe überträgt sich auch auf mich und ich muss mein ganzes Leben nach ihm ausrichten. Ich freue mich auch schon darauf, wenn er wieder raus kann und die Wege einschlagen kann, die er möchte.
23.09.2005   hinter Gittern
Emsys Bein will nicht so heilen, wie wir das möchten. Statt es brav zuheilt, geht immer wieder eine Stelle auf. Und so was tut bekanntlich weh. Das hat auch die Tierärztin erfahren müssen, als sie Emsy den neuen Verband anlegen wollte. Es blieb jedenfalls beim Wollen, denn Emsy hat sich gewehrt. Und wer Emsys Krallen kennt, der weiss auch, dass man in solchen Situationen lieber nachgibt. Kurzum, es gab keinen Verband mehr, stattdessen wurde er in den "Knast" verbannt. Nun darf er zwar ohne Verband rumliegen, hat aber dafür nur noch einen Quadratmeter zur Verfügung, nämlich im Gehege. Am Tag ist das ja kein Problem, denn dann schläft er sowieso. Doch kaum steht der Mond am Himmel, wird er wach. Dann ist es aber aus mit der Ruhe. Dann findet er sein Gefängnis gar nicht lustig. Und ich finde den Emsy nicht mehr lustig. Kurzum, dann mögen wir uns beide nicht mehr so richtig. Ich kann ihn aber beruhigen, denn am Montag kommt vermutlich wieder der Verband ans Bein und er darf wieder durch die Gegend spazieren (in kleinstem Rahmen).
18.09.2005   Hat er wohl was gelernt?
Donnerstag und Freitag war Emsy bei seinen Freundinnen in der DPD. Obwohl diese grosse Bedenken hatten, Emsy würde ihnen eventuell weglaufen oder sie den ganzen Tag damit müden, dass er nach draussen will, ging alles wunderbar. Er dachte überhaupt nicht daran, die DPD zu verlassen. Stattdessen legte er sich unters Pult und liess sich den ganzen Tag nicht blicken.
Damit er mal etwas Luft schnuppern und auch mal ein "Pisschen" machen konnte, brachte man ihn dann über den Mittag nach draussen. Er streckte die Nase in die Luft, spitzte die Ohren und hörte die nahegelegene Schnellstrasse. In panischer Angst rannte er wieder rein. Hat er wohl was gelernt? Leider ist es ja so, dass diese Angst mit der Zeit verblasst und er schon bald nicht mehr weiss, wie gefährlich Autos sind.
Im Moment liegt er auf dem Sitzplatz, dick eingepackt in eine Decke. Er schläft schon den ganzen Tag. Ab und zu wacht er auf, tretelt etwas auf der Decke rum und legt sich wieder hin. So richtig wach wird er erst bei Sonnenuntergang. Dann wachen auch die letzten Lebensgeister in ihm auf und es ist nicht einfach, ihn zu bremsen. Wenn man ihn liesse, würde er den Weg Richtung DPD antreten und wie gewohnt um 6 Uhr in der Früh auf seine Freundinnen warten.
Tja, lieber Emsy, dafür ist es noch zu früh. Noch gibt es Hausarrest, auch wenn du diesen auf dem Gartensitzplatz verbringen darfst.
11.09.2005   Liebeskummer lohnt sich nicht mein Darling
Kaum lassen die Schmerzen nach, will der gute Emsy zur DPD. Es ist mir schon klar, dass er seine schöne Freundin schon lange nicht mehr gesehen hat, doch so geht das nun auch wieder nicht. Ich habe mit ihm einen langen Spaziergang durch die Nachbarschaft gemacht und gehofft, dass er dabei müde wird. War wohl nichts, denn kaum war er daheim, wollte er schon wieder raus. Er hat unentwegt die Nase in die Luft gestreckt und den Weg Richtung DPD eingeschlagen. Es war zum Verrücktwerden.
nicht traurig sein, ich bin ja da 
So habe ich mich ins Auto gesetzt und bin mit ihm in die DPD gefahren. Ich dachte, es wäre vielleicht nicht schlecht, etwas Transportluft zu schnuppern. Vor der Eingangstüre hat er sich der Länge nach hingelegt und die bekannten Geräusche in sich eingesogen. Ich sass daneben und habe gute Miene zum schlechten Spiel gemacht.
Hoffentlich hat uns niemand gesehen, sonst stecken die mich noch weg! Mit Emsy an der Leine sind wir vom Tor zur DPD und wieder zurück marschiert. Naja, marschiert ist wohl etwas zu viel gesagt. Es war eher so, dass Emsy mich an der Leine hatte. Dass ich ihm nicht noch unter die Thommen-Rampe gefolgt bin, ist ein Wunder. Jedenfalls ging es über Stock und Stein. Er beschnupperte jeden Stein und jedes Gräschen. Seine Freundin haben wir nicht entdeckt, doch Shiva hat ihn dafür getröstet.
Sie hat ihm mit ihrer rauhen Zunge die Ohren geputzt. Wenn das nicht Liebe ist.
09.09.2005   Aua, das tut weh
Seit einigen Tagen ist Emsy komisch. Er frisst nicht, ist mürrisch und liegt nur noch rum. Ich habe den Eindruck, es geht ihm nicht gut. Bei einem Streuner wie Emsy ist es ein Warnsignal, wenn er nicht versucht abzuhauen. Was ist wohl los mit ihm?
Beim Verbandswechsel wurde uns klar, was los ist. Sein Bein ist nun seit vielen Wochen eingepackt und mit einer Gipsschiene versehen. Darunter sind offene Stellen entstanden, die ihm sehr weh getan haben.
Unter Aufsicht der Tierärztin durfte Emsy einen Nachmittag lang ohne Schiene rumliegen in der Hoffnung, dass er das tut, was eine reinliche Katze normalerweise tut: sich sauberlecken.
Auch wenn Emsy nicht immer die saubersten Füsse hat und oft als kleiner Dreckspatz durch die Gegend läuft, hat ihn hier der Instinkt nicht im Stich gelassen. Als ich am Abend kam um ihn abzuholen, war das Bein sauber geputzt. Die alte Haut war weg und die Härchen standen bereits wieder auf.
Das hast toll gemacht, Emsy. Seither frisst er wieder normal und hat bereits wieder den Drang nach langen Spaziergängen.
05.09.2005   Emsy auf Wanderschaft
Jaja, er sollte ja nicht in den Ausgang gehen. Doch bei Emsy ist das eben sehr schwierig. Was er sich in den Kopf setzt, das zieht er durch. Da kann man machen was man will. Wenn Emsy sich auf den Weg zur DPD macht, lässt er sich von nichts und niemandem aufhalten. Da entwickelt er enorme Kräfte.
Gestern hat er den ganzen Tag geschlafen. Am Abend, als er ausgeruht und frisch war (im Gegensatz zu mir), machte er sich auf den Weg Richtung DPD. Da half alles Schimpfen und Toben nichts. Brachte ich ihn in den Garten zurück, dauerte es keine drei Minuten und er war bereits wieder am Wegmarschieren. Ich musste eben gute Miene zum schlechten Spiel machen und bin ihm nachgegagen. Nach 100 Meter war seine Energie am Ende "low battery". Vollkommen erledigt legte er sich in den Vorgarten einer Nachbarin. Er konnte nicht mehr aufstehen, vermutlich haben ihm alle Knochen weh getan. "Tja, lieber Emsy, wer nicht hören will, muss fühlen". Da war er aber froh, dass ich ihn wieder nach Hause getragen habe. Dafür hat er die ganze Nacht keinen Mucks gemacht und brav geschlafen.
04.09.2005   Wochenrückblick
Nun ist Emsy seit einer Woche daheim. Am Anfang war er stinkefaul, lag den ganzen Tag nur im Körbchen und schlief. Dies war mir auch recht, denn so musste ich keine Angst haben, dass er mir davon läuft. Wenn ich daheim bin, darf er in den Garten. Dann lege ich ihn ins Gras und setze mich daneben.
Seit Donnerstag sind die Lebensgeister wieder erwacht. Jetzt genügt es ihm schon nicht mehr, nur im Gras zu liegen. Er möchte bereits wieder lange Wanderungen unternehmen, was mir natürlich gar nicht gefällt. Also habe ich ihm ein "Gstältli" gekauft und ihn mit einer langen Schnur auf dem Gartensitzplatz angebunden. So kann er nun kleinere Spaziergänge machen und ich kann ihn mal 10 Minuten aus den Augen lassen. So war das eigentlich gemeint und ich fand das auch eine wunderbare Idee. Diese Idee hat Emsy aber gar nicht gefallen. Als ich 10 Minuter später nach ihm schaute, war das Gstältli leer!!! Oh Schreck, mir ist fast das Herz in die Hosen gefallen. Ich habe ihn im ganzen Garten gesucht, ohne Erfolg. Dann habe ich ihn entdeckt. Er lag im Zimmer in seinem Korb und hat mich nur angelacht - Schelm.
29.08.2005   Endlich daheim
 endlich wieder daheim
Nun ist es so weit. Emsy ist wieder daheim. Er muss noch viele Wochen eine Schiene tragen und darf nicht raus. Ihm scheint das aber im Moment egal zu sein. Kurz nach seiner Ankunft zu Hause durfte er in den Garten. Dort legte er sich unter einen Busch und genoss die letzten Sonnenstrahlen bevor die Sonne unterging. Er fand es schön, in gewohnter Umgebung zu sein und den Spitalgeruch endlich gegen Grasgeschmack einzutauschen. Die anderen Katzen schauten ihn äusserst fragwürdig an und schnupperten an ihm, als sei er direkt vom Mond gekommen. Im Moment liegt er auf den Katzenbaum und freut sich, dass er wieder beobachten kann, was draussen läuft.
28.08.2005   Viel Platz für Emsy
Emsy hat einen riesengrossen Laufstall bekommen, da im Tüz noch andere Katzen eingetroffen sind. Nun kann er seine Muskeln trainieren und von links nach rechts gehen. Trotzdem war er sehr froh, als er Tina und mich gesehen hat. Nun durfte er eine halbe Stunde auf Tinas Schoss liegen und schnurren. Danach musste Tina allerdings in die Chemische Reinigung (smile), denn alles war voller Haare. Naja, das kennen wir ja schon, das ist eben Emsys Markenzeichen.
27.08.2005   Emsy im Himmelbett
Heute habe ich Emsy sein Himmelbett (Liegekissen) gebracht, damit er sich schon wieder etwas ans Daheim gewöhnen kann. Er legte sich sofort ins gut gepolsterte Kissen und schnurrte friedlich vor sich hin. Dabei schaute er ganz interessiert durchs Fenster nach draussen. Vermutlich kam er sich vor, als läge er in der DPD auf dem Fenstersims. Es haben nur noch die LKWs und Transporter gefehlt, die über den Hof brausen. Es hat ihm jedenfalls gefallen, was da draussen los war. Jedes Blättchen, das vom Baum herunterfiel, war für ihn spannend. Wie bescheiden man doch wird, wenn man lange im Spital liegt.
26.08.2005   Zu früh gefreut
Oft kommt es eben anders als man denkt. Emsys Bein ist noch so stark geschwollen, dass man die Schiene, die er in den nächsten Wochen tragen muss, nicht anpassen konnte. Vermutlich wird dies nun am Montag gemacht. Also bleibt vorerst alles beim alten. Ich werde ihn morgen wieder besuchen gehen.
Schade, hatte mich so gefreut, den Streuner wieder daheim zu haben. Aber es ist ja nur aufgeschoben. Sehen wir eben nächste Woche weiter.
25.08.2005   Es dauert nur noch ein paar Stunden
Mistverband behindert mich 
Als ich heute bei Emsy zu Besuch war, kroch er gleich auf meine Schoss. Trotz eingebundenem Bein kletterte an mir hoch. Er krallte sich in meiner Schulter fest. Dann legte er sich der Länge nach auf meine Brust, drückte seinen Kopf fest an meinen Hals und erzählte mir, dass er nicht mehr da bleiben wolle. Es sei derart langweilig, ich solle doch alles unternehmen, dass dieser Horror endlich ein Ende habe. Er wolle einfach nicht mehr, vermisse die DPD, seine Freundin und das Gras unter seinen Füssen.
Tja, diesen Notruf haben vermutlich auch noch andere gehört. Man hat mir gesagt, ich könne ihn morgen gegen Abend mit nach Hause nehmen. Allerdings muss er am Montag nochmals hin zum Verband wechseln, aber immerhin darf er heim.
Als er das gehört hat, hat er die Oehrchen gespitzt, sich aufgesetzt und laut zu schnurren angefangen. Nun weiss er, dass er in etwas mehr als 24 Stunden daheim ist.
24.08.2005   Emsys Spitalbett
Da heute ein Wahnsinnsbetrieb war und nicht mal ein Sprechzimmer für den Besuch bei Emsy frei, konnte ich ausnahmsweise zu ihm in sein Krankenzimmer. Immerhin ist er nicht allein dort, denn in seinem Zimmer liegt noch ein wunderschöner, riesengrosser Grau-Kater. Da dieser ebenfalls ein Bein in Gips hat, vermute ich, dass auch er unter ein Auto gekommen ist. Der andere Kater war viel wilder als Emsy, man hat ihm seinen Unmut angesehen. Emsy lag nur da und hat gepennt, doch der andere Kater lief von rechts nach links, drückte sich ans Gitter. Allerdings hat er, als ich mit ihm sprach, gleich ein Wahnsinns-Geschnurr angestimmt. So sassen wir drei da, die beiden Kater und ich. Die zwei Büsis haben Stereo-Schnurren praktiziert.
23.08.2005   Operation erfolgt
Heute wurde Emsy mit Erfolg operiert. Vermutlich wird er künftig nicht mehr so leichtfüssig rumspringen können, doch war es unumgänglich, dass man ihm das Gelenk versteifen musste. Nun ist auch die zweite Hürde genommen. Er muss sich noch ein paar Tage im Spital erholen, dann darf er endlich nach Hause. Dies wird wirklich Zeit, denn beim letzten Besuch war er recht mürrisch. Er vermisst seine Menschen eben, kann diese in den weissen und grünen Kitteln (smile) nicht mehr sehen. Halte durch, du Streuner, bald ist es ja so weit.
22.08.2005   Erste Gehversuche
Erste Gehversuche 
 Nach dem ersten Spaziergang ist Emsy erschöpft
Nachdem die Operation auch heute nicht stattfinden konnte, wurde es an der Zeit, dass Emsy etwas Muskeltraining macht. Er durfte durch den Besucherraum spazieren. Man sah ihm an, dass es für ihn sehr anstrengend war. Das verbundene Bein behinderte ihn am geraden Gang. Dennoch schielte er bereits zum Fensterbrett hoch, auf das er liebend gern geklettert wäre. Deshalb hob ich ihn hoch und liess ihn von links nach rechts spazieren. Nun konnte er seine Muskeln trainieren und gleichzeitig beobachten, was draussen vor sich ging. Es schien sehr anstrengend zu sein, mit diesem dick verpackten Bein zu marschieren. Schon nach 10 Minuten war Emsy erledigt. Er legte sich hin und putzte sich ausgiebig. Dann versank er in einen erholsamen Schlaf. Gut gemacht, kleiner Kämpfer, nun geht es aufwärts mit Dir.
21.08.2005   Sonntagsbesuch
Grosse Augen machte der kleine Patient, als er plötzlich vier Personen an seinem Krankenbett sah. Wie schön war es doch - acht Hände auf ein Mal, die ihn streichelten. Eigentlich geht es ihm recht gut, doch vermisst er natürlich das turbulente Treiben im Büro und die Streifzüge durch die Natur.
20.08.2005   Einstündiges Schnurren
Nachdem ich Emsy gestern nicht besuchen konnte, war er ausserordentlich liebebedürftig. Als er mich sah, hat sofort sein Schnurrorgan eingesetzt. Er liess sich von oben bis unten durchkraulen und schaffte es tatsächlich, eine Stunde non-stop zu schnurren und seinen Kopf fest in meine Hand zu drücken. Der Verband am Vorderbein ist weg und Emsy konnte sich vorne schon richtig schön aufstellen. Naja, das mit den Hinterbeinen klappt noch gar nicht so richtig, aber alles braucht seine Zeit. Wir springen ja nach der Operation auch nicht gleich munter vom Tisch und hüpfen umher, als sei nichts passiert.
Im Tüz hat man mir gesagt, er käme mit Streicheleinheiten nicht zu kurz. Jede, die an ihm vorbeigeht, streichelt ihn mal kurz und erntet dafür ein ausgiebiges Schnurrrrrrrr
19.08.2005   Operation verschoben
Zuviele Notfälle, Hektik und Unvorhergesehenes haben dazu geführt, dass Emsys Operation verschoben worden ist. Nun muss der arme kleine Kerl noch zwei weitere Tage warten. Heute blieb er sogar ohne Besuch, denn ich hatte alle Hände voll zu tun (Besuch) und keine Zeit, um ihn zu besuchen. Das werde ich aber morgen ganz bestimmt nachholen.
18.08.2005   Drück mir die Daumen
Wenn alles klappt und nicht noch ein Notfall dazwischen kommt, wird Emsy morgen operiert. Dann ist auch die letzte Hürde genommen. Schon bald darf er dann nach Hause. Allerdings wird er noch viele Wochen daheim bleiben und einen Verband tragen müssen, doch das wird er auch noch überstehen. Ich muss schon sagen, er erträgt das alles mit viel Geduld. Sie haben uns gesagt, er schlafe den ganzen Tag und sei ein ganz lieber Kerl. Jaja, Emsy hat schon immer gewusst, wer es gut mit ihm meint und vor wem er sich in Acht nehmen muss.
Also halten wir ihm die Daumen, dass die Operation gelingt. Wir denken fest an ihn.
17.08.2005   Es geht aufwärts
Tina und ich waren heute auf Krankenbesuch. Wie hat er sich doch gefreut, von Tina eine halbe Stunde lang gekrault zu werden. Endlich hat man uns einen positiven Bericht abgeben können. Es geht mit der Wundheilung am Bein aufwärts. Vermutlich kann man sein Bein noch diese Woche operieren und dann heisst es "ab nach Hause". Natürlich wird unser Streuner noch etwas Hausarrest haben, aber das dürfte ja wohl das kleinste Übel sein.
16.08.2005   Ich bin ein Star - holt mich hier raus!
Eine Stunde lang hat er mir in die Ohren geschnurrt. Er hat mir ausgiebig sein Leid erzählt, dass es ihm stinkt, dass er weg will. Der gute Emsy findet es im Tüz stinklangweilig. Den ganzen Tag muss er mitanschauen, wie Tiere kommen und gehen. Nur er muss dort bleiben. Es gefällt dem Streuner absolut nicht, dass man ihn hinter Gitter gesteckt hat.
Ich habe ihn getröstet und wir haben uns zusammen ans Fenster gesetzt. Wir haben sehr lange dem Treiben draussen zugeschaut. Es war nicht sehr viel los im Vorgarten des Spitals, doch der kleine Kerl hat es ganz wahnsinnig genossen. Emsy hat sein Näschen in die Luft gestreckt, hat dann die Wiese draussen mit seinen Kulleraugen nach einer fetten Maus abgesucht. Er hat nur eine Biene entdeckt, die er aber absolut faszinierend fand. Dann streckte er sich, wollte sich vorne aufrichten. Leider haben ihn die Schläuche und der dicke Verband am Vorderbein noch davon abgehalten. Er machte mir jedenfalls einen sehr vitalen Eindruck.
Neuigkeiten über den Zustand des Beines gibt es allerdings noch nicht. Da müssen wir noch etwas abwarten.
16.08.2005   Rückblick - das waren noch Zeiten
Emsy hiess mal Zorro 
Waren das noch Zeiten, als der gute Emsy ein kleines Büsi war und "Zorro" hiess. So friedlich wie auf diesem Bild war er nur als Katzenbaby im Jahre 1999. Kurz darauf ging es los mit seiner Unternehmungslust.
15.08.2005   Dazwischen auch mal was Schönes
Shiva das Katzenbaby 
 Shiva und Fehja das Traumpaar
Für alle, die sie noch nicht gesehen haben: dies ist Shiva, die kleinste und jüngste in der Katzenfamilie. Sie kam vor zwei Monaten zu uns und hat sich bereits wunderbar eingelebt. Fehja ist ihre beste Freundin geworden. Oft liegen sie dicht aneinander geschmiegt und liebkosen sich mit ihren rauhen Zungen. Ich bewundere Fehjas Ausdauer und Geduld, denn Shiva kann mit ihrer unerschöpflichen Energie eine wahre Nervensäge sein.
15.08.2005   Spitalbesuch heute
Andreas und ich waren heute an der Reihe! Da lag er nun und hat uns mit seinen grossen Augen angeschaut. Nein, es gefällt ihm gar nicht, dass er nicht rumspringen kann und überall an Schläuche gehängt ist. Auch findet er es gar nicht lustig, dass fremde Hände jeden Tag an ihm rummachen und ständig die Verbände wechseln. Armer Emsy, es wäre uns auch lieber, du wärst bei uns.
14.08.2005   Freundin gesichtet
Ich habe Emsys Freundin kennengelernt. Sie war im Revier und hat ihn gesucht. Welch schönes Tier! Jetzt kann ich Emsy verstehen! Sie ist über den Rücken dunkel getigert und hat einen weissen Bauch, weisse Vorderfüsse und das klassisch weisse Dreieck im Gesicht. Es ist unverkennbar, sie ist eine langhaarige Schönheit. Ich habe sie gerufen, habe ein paar verschiedene Namen ausprobiert. Beim Namen "Wulli" (wegen ihren vielen Haaren) hat sie die Ohren gespitzt. Sie hat mir sogar Antwort gegeben, ist dann aber weggelaufen. Wir füttern sie, auch wenn Emsy nicht da ist. Ob wir sie Wulli nennen werden, weiss ich noch nicht. Falls jemand einen schönen Namen weiss, darf er sich gerne bei mir melden.
14.08.2005   Es geht dem Streuner schon besser
Tina (Tante Tina), Dana (die Krankenschwester) und ich (das Katzenmami) gingen Emsy besuchen. Er war schon viel lebhafter. Am liebsten wäre er mit uns mitgekommen, doch dafür ist es noch viel zu früh. Immerhin hat der Hunger bei ihm eingesetzt und er kann wieder fressen.
12.08.2005   Danke für die Karte!
 Emsys Genesungskarte
Liebe DPD-Familie. Euer Wunsch war uns Befehl. Wir haben Emsy die Genesungswünsche vorgelesen und ihm erklärt, dass er schnell gesund werden muss. Seine Freundinnen aus Kaiseraugst und Dübendorf vermissen ihn sehr und wollen ihn bald wieder laufen sehen. Ohne Emsys Schnurren ist es im Büro unheimlich ruhig, nein, schon fast trostlos. Nun hängt nur noch sein Bild an der Wand, doch auf das beruhigende Schnurren müssen wir wohl noch ein paar Wochen warten.
12.08.2005   Noch keine Entwarnung
Noch immer ist Emsys Zustand kritisch. Die Hüfte ist zwar operiert, doch das Bein ist schwer verletzt. Auch verweigert er jegliches Futter, will heim zu seiner Freundin, die ihn vermisst.
10.08.2005   Emsy im Spital
Emsy nach der ersten Operation 
Emsy war wieder mal unvorsichtig auf dem Weg zu seiner Freundin. Leider wohnt diese auf der anderen Seite der Schnellstrasse. Ich hatte ihn schon x-mal vor der Strasse gewarnt, doch die Liebe war eben grösser!

Schwerverletzt kam er nach Hause. Nun liegt er im Tierspital. Eine Operation hat er bereits hinter sich, die zweite steht ihm noch bevor.
Meldungen aus der Katzenwelt
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